10. August 2019 / 20:34 Uhr

Radefelder SV gewinnt in Eutritzsch nach Verlängerung

Radefelder SV gewinnt in Eutritzsch nach Verlängerung

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
 Lipsia Eutritzsch – Radefelder SV im Wernesgrüner Sachsenpokal.
Der Radefelder SV setzt sich in einem packenden Sachsenpokalspiel gegen Lipsia Eutritzsch durch. © Alexander Prautzsch
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Liebertwolkwitz schafft höchsten Leipziger Sieg in Samstagspielen der ersten Sachsenpokalrunde.

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Leipzig. Mit der Freitagabend-Partie Roter Stern LeipzigSG Taucha wurde der diesjährige Sachsenpokal-Wettbewerb eröffnet. Der Sachsenligist aus Taucha setzte sich 2:0 durch, beide Treffer erzielte der erst unmittelbar zuvor eingewechselte Marco Dennhardt. „Er stand zweimal goldrichtig“, freute sich SG-Coach Marcus Jeckel, wollte aber nicht von einem goldenen Händchen bei der Einwechslung sprechen: „Er hat sich den Einsatz einfach verdient und das dann clever gemacht.“ Ansonsten war Jeckel aber nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben den Schalter ins Spiel ganz schlecht gefunden.“ Sein Roter-Stern-Kollege Marcus Bieleit sah „eine erste Halbzeit auf Augenhöhe“, dann habe Taucha mehr gedrückt. „Aber wir hatten auch wenigstens ein Tor verdient“, befand Jeckels Vornamensvetter.

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SG Taucha gewinnt im Sachsenpokal gegen Roter Stern Leipzig mit 2:0 Zur Galerie
SG Taucha gewinnt im Sachsenpokal gegen Roter Stern Leipzig mit 2:0 ©

Besonders interessant aus Leipziger Sicht war auch die Partie der beiden Landesklasse-Nachbarn Lipsia Eutritzsch und Radefelder SV. Die Gäste setzten sich schließlich in der Verlängerung mit 2:1 durch, nachdem Lipsia ab der 57. Minute geführt hatte. „Insgesamt hat sich aber Radefeld mehr Chancen erarbeitet“, musste Lipsias Trainer Dirk Havel konstatieren, „nach vorn hat uns heute die Qualität gefehlt.“ Radefelds Coach Tino Berger sah es ähnlich und stellte fest: „Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit entscheiden können.“ Womit er auf die frühe Riesenchance von Armin Müller anspielte, die der in der 39. Minute verletzt ausscheidende Argentinier Carlos Romero glänzend eingeleitet hatte. Den Ausgleich erzielte Gästekapitän Martin Müller mit sattem Schuss (83.). In der Verlängerung traf dann Routinier Franz Boltze (115.) für den RSV, nachdem er zuvor dreimal allein vor Torwart Sascha Gerstenberger noch gescheitert war.

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Der Radefelder SV setzt sich im Sachsenpokal mit 2:1 n.V. gegen Lipsia Eutritzsch durch. Zur Galerie
Der Radefelder SV setzt sich im Sachsenpokal mit 2:1 n.V. gegen Lipsia Eutritzsch durch. ©

Einen 2:1-Auswärtssieg feierte auch Landesklasse-Vizemeister VfB Zwenkau bei der SG LVB. Nur hier war die Verlängerung nicht nötig und die Gastgeber trafen zudem erst in der Nachspielzeit. Zuvor hatte Kenny Justin die Zwenkauer mit zwei Toren in Richtung zweite Runde „eingenordet“.

Rotation 1950 unterliegt

Souverän zog Landesliga-Absteiger SSV Markranstädt in die nächste Runde. Mit 3:0 bezwang die Mannschaft von Trainer Olaf Brosius den TSV IFA Chemnitz. Doppeltorschütze hierbei war Patrick Scheithauer, nachdem Jonathan Barth für die SSV-Führung gesorgt hatte. Noch klarer machte es der SV Liebertwolkwitz, der Lok Zwickau 4:0 geschlagen nach Hause schickte. Hier traf Franz Dittrich doppelt, ehe Patrick Lehmann und Ahmad Mohammad die ganze Sache noch veredelten. Damit feierte Trainer Andreas Schmidt im ersten Pflichtspiel mit den Wolksern gleich einen deftigen Erfolg.

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Dieser blieb Rotation 1950 dagegen versagt, Daniel Ferls Männer unterlagen beim Ex-Landesklassisten Bornaer SV 1:2. Auch Landesklasse-Rückkehrer ESV Delitzsch musste sich 1:2 beugen, allerdings daheim und nur sehr unglücklich gegen den Meeraner SV. Und auch in Torgau hieß es am Ende 1:2. Doch dieses Resultat für Kreisoberligist SC Hartenfels gegen den Sachsenliga-Absteiger Rapid Chemnitz kann sich dennoch sehen lassen.

Mit den Kickers Markkleeberg musste sogar ein Sachsenligist die Segel streichen. Die Rand-Leipziger unterlagen dem FC Stollberg mit 1:2. Das war insofern unglücklich, da der entscheidende Treffer erst in der letzten Minute der Verlängerung fiel. Nach Chancen hatten sich die Erzgebirger den Sieg allerdings verdient.