28. September 2021 / 14:00 Uhr

Radefelder SV überrollt SG LVB – ESV Delitzsch erwacht zu spät

Radefelder SV überrollt SG LVB – ESV Delitzsch erwacht zu spät

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Landesklasse Nord, 15 Uhr: ESV Delitzsch – SG Rotation 1950
Niedergeschlagene Gesichter beim ESV Delitzsch, Jubel bei den Leipzigern. © Alexander Prautzsch
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Der Radefelder SV ist derzeit nicht zu stoppen. Mit einem mehr als deutlichen 8:1 gegen die SG LVB gewann die Ziegler-Truppe auch das fünfte Spiel der Saison. Auch Krostitz konnte daheim einen Erfolg verbuchen. Nach zwei Niederlagen in Folge holte der FSV mit einem 2:0 gegen LSV Südwest den nächsten Dreier. Der ESV Delitzsch hingegen verlor zu Hause knapp mit 2:3 gegen Rotation Leipzig. 

ESV DelitzschRotation Leipzig 2:3 (0:2)

Die Partie begann aus Sicht der Eisenbahner mit dem denkbar unglücklichsten Doppelschlag. Denn nach zehn Minuten unterlief Philipp Motscha ein Eigfentor zum 0:1. Nur Sekunden später erhöhte Paul Lukas Naumann, als der ESV noch völlig von der Rolle war (11.).

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Die Hausherren kamen dann erst nach der Pause wieder in Schwung – und sogleich heran, als Capitano Sebastian Rast einen Elfmeter zum Anschluss verwandelte (48.). Doch Nick Oelsner stellte alsbald den alten Abstand wieder her (65.). Und als Timo Breitkopf das 2:3 gelang, blieb den Delitzschern nicht mehr genügend Zeit (90.+2).

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur Delitzscher Niederlage

Der ESV Delitzsch musste zu Hause eine knappe 2:3-Niederlage gegen Rotation Leipzig einstecken. Zur Galerie
Der ESV Delitzsch musste zu Hause eine knappe 2:3-Niederlage gegen Rotation Leipzig einstecken. ©

ESV Delitzsch: S. Schulze; Bachmann (83. Seebach), Günther (76. Katsani), Stelzer (62. Küster), Rast, Kaselowsky, Hauschild, Bernhardt, Kottenhahn, Breitkopf, Motscha.


Radefelder SVSG LVB 8:1 (2:0)

Radefeld rollt nach diesem Kantersieg schier unaufhaltsam gen Spitze. Nach fünf Erfolgen aus fünf Spielen liegt das Team von Kai-Uwe Ziegler mit einer Partie weniger auf dem Konto weiter einen Punkt hinter Primus Zwenkau. Mit dem ersten Angriff hätte es schon 1:0 stehen können, doch Patrick Böhme scheiterte am Hüte. Als Tobias Barofke in der 7. Minute aus 14 Metern Abzog stand es 1:0. Das 2:0 von Steven Hache bereitete Justin Salomo glänzend vor (23.). Hache und Böhme hätten den Zwischenstand noch vor der Pause in die Höhe treiben können, taten es aber nicht.

Die zweite Halbzeit war gerade fünf Minuten alt, als Hache auf und davon ging, flach nach innen passte, wo Markus Richter zum 3:0 einschob. Kurz darauf bereitete der starke Hache das 4:0 von Böhme vor (56). Spätestens jetzt war es um LVB geschehen und die Gastgeber ließen nicht nach. Nach Ecke von Richter köpfte Böhme zum 5:0 ein (60.). Ziegler wechselte nun munter durch, seinen Jungs netzten weiter fleißig ein.

Samyr Farkas war nur 60 Sekunden auf dem Feld, da nickte er zum halben Dutzend ein. Finn Johan Will nutzte dann eine Schlafanlage zum 6:1 (64.). Barofke stellte den alten Abstand per Schuss aus 16 Metern wieder her(70.). Den Schlusspunkt setzte Richter mit einem sicher verwandelten Elfer zum 8:1, nachdem Böhme zuvor im Strafraum von den Beinen geholt wurde. In der 90. Minute fast noch das 9:1 doch der Schuss von Akam Choschnau landete am Pfosten.

Radefelder SV: Groß; Kaiser, Schwarz (83. Albert, Hache (61. Farkas), A. Müller, Eschholz (65. Hintzsch), Salomo, Böhme, Hirsch, Richter, Barofke (Choschnau).

FSV KrostitzLeipziger SV Südwest 2:0 (0:0)

Nach zwei Niederlagen in Folge war das Heimspiel richtungsweisend. Dazu musste der FSV auch noch einige Stammspieler ersetzen, während die Gäste noch sieglos anreisten. Beide Mannschaften agierten dennoch von Beginn an zielstrebig, aber Krostitz entwickelte mehr Druck nach vorne. Das Spiel in der ersten Halbzeit spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab und Chancen waren Mangelware. Unmittelbar vor der Halbzeitpause erhöhten die Gastgeber das Tempo, hatten Riesenchancen zur Führung, waren aber viel zu schwach im Abschluss.

Nach der Halbzeitpause waren beide Mannschaften wieder bemüht, ins Spiel zu kommen, doch eine rote Karte für die Leipziger nach einer Tätlichkeit stärkte die Krostitzer sichtlich. Danach wurde Marco Dennhardt gefoult und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt, doch der Linienrichter hatte es anders gesehen und so gab es keinen Strafstoß. In der 64. Minute unterlief den Krostitzern ein Riesenfehler im Spielaufbau und die Gäste kamen an den Ball, aber der Schuss zischte knapp am Tor vorbei.

Auf der anderen ließ Nico Geißler eine gute Chance liegen. Doch dann die Erlösung eine Viertelstunde vor Schluss, als die Hausherren bei einem Angriff energisch nachsetzten. Dennis Radig scheiterte zunächst am Torwart, der Ball kam zu Geißler und der erzielte die Führung. Jetzt war der FSV richtig im Spiel, nutzte einfach seine Chancen nicht, um den Sack zuzumachen. Erst spät gelang Marco Dennhardt zur Freude der Fans das entscheidende 2:0 (90.).

FSV Krostitz: Görmann, Huxdorff, Luck, Dietrich, Fröhlich, Sippel (63. Gruber), Radig, Walther, Geißler (84. Theinert), Marzog (90. Morgenstern), Dennhardt.

Mit: Jürgen Weber und Herbert Häublein