15. August 2022 / 11:45 Uhr

"Eine Schande": Rafael van der Vaart vergleicht FC Barcelona mit "Mafia" - Klub-Boss Joan Laporta ein "Idiot"

"Eine Schande": Rafael van der Vaart vergleicht FC Barcelona mit "Mafia" - Klub-Boss Joan Laporta ein "Idiot"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rafael van der Vaart (l.) übt harte Kritik an der Transfer-Strategie des FC Barcelona.
Rafael van der Vaart (l.) übt harte Kritik an der Transfer-Strategie des FC Barcelona. © IMAGO/NurPhoto/ANP (Montage)
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Rafael van der Vaart hat im niederländischen Fernsehen kein Geheimnis daraus gemacht, was er von der Transferpolitik des FC Barcelona hält. Harte Kritik übte er vor allem an Klub-Präsident Joan Laporta für dessen Umgang mit Mittelfeldspieler Frenkie de Jong. 

Die Transferpolitik des FC Barcelona in diesem Sommer hat vielerorts für Diskussionen gesorgt. Durch die hohen Investitionen in neue Spieler wie Weltfußballer Robert Lewandowski trotz massiver Schulden sorgten die Katalanen vielerorts für Ärger. Auch Rafael van der Vaart reiht sich ein in die Liste der Kritiker ein und wählt dabei deutliche Worte: "Wie in aller Welt kann man Spieler kaufen, wenn man kein Geld hat? Ich denke, das ist eine Schande", polterte der Ex-Profi beim niederländischen Pay-TV-Sender Ziggo (zitiert via voetbalzone.nl).

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Der frühere Spieler von Barca-Rivale Real Madrid prangert vor allem den Umgang des Klubs mit seinem Landsmann Frenkie de Jong an, den der FC Barcelona gegen dessen Willen unbedingt von der Gehaltsliste haben will. "So kann man einen Menschen nicht behandeln. Frenkie verdient zu viel? Wenn man einen Vertrag unterschreibt, dann erfüllt man ihn oder man trennt sich einvernehmlich. Aber nicht so. Das sind Mafiamethoden und das gehört bestraft." Medienberichten zufolge versucht der Klub, den Mittelfeldspieler unter Druck zu setzen und drohe inzwischen sogar mit rechtlichen Schritten. Die von de Jong und der damaligen Klubführung 2020 unterzeichnete Vertragsverlängerung sei unrechtmäßig gewesen, heißt es. Bei Verbleib solle er auf Gehalt verzichten.

"Er hat nichts falsch gemacht. Er will sich korrekt verhalten", nimmt van der Vaart den niederländischen Nationalspieler in Schutz. "Wenn es Geld gibt, gibt es Geld, dann kann man kaufen, was man will. Und dann können wir sagen, ob er gut ist oder nicht. Aber ein Spieler wie Frenkie de Jong - wir kennen ihn - ein sehr netter Junge. Er wird als ein Geldgeier dargestellt."

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Im Zentrum von van der Vaarts Rundumschlag steht Klub-Präsident Joan Laporta, den er als Hauptverantwortlichen für die Misere ausgemacht hat: "Laporta, überall lacht er mit seinem großen Kopf, wenn er einen neuen Spieler hat. Aber gleichzeitig fragt er andere Spieler, ob sie ihr Gehalt zurückgeben wollen. Das ist einfach eine große Schande. Ich glaube, er denkt, er ist dort der König. Aber im Grunde ist er ein Idiot."

Der frühere Mittelfeld-Star des Hamburger SV bedauert die Entwicklung des katalanischen Traditions-Klubs: "Barcelona ist ein toller Verein, jeder Spieler möchte dort spielen", gibt van der Vaart zu, doch mittlerweile müsse man sich eigentlich schämen, für so einen Klub aufzulaufen.