04. Oktober 2019 / 09:28 Uhr

#GABFAF-Botschafter Rafael van der Vaart über Kompany, Crouch, Sneijder und Co.: So ticken meine Ex-Kollegen

#GABFAF-Botschafter Rafael van der Vaart über Kompany, Crouch, Sneijder und Co.: So ticken meine Ex-Kollegen

Christian Müller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rafael van der Vaart absolviert am 13. Oktober sein Abschiedsspiel in Hamburg. Mit dabei: seine ehemaligen Teamkollegen Vincent Kompany (oben, von links), Peter Crouch, Wesley Sneijder und Mehdi Mahdavikia.
Rafael van der Vaart absolviert am 13. Oktober sein Abschiedsspiel in Hamburg. Mit dabei: seine ehemaligen Teamkollegen Vincent Kompany (oben, von links), Peter Crouch, Wesley Sneijder und Mehdi Mahdavikia. © Montage: imago images/ActionPictures/Getty Images
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Am 13. Oktober bestreitet #GABFAF-Botschafter Rafael van der Vaart sein Abschiedsspiel in Hamburg. Zuvor erinnert sich die HSV-Legende im Gespräch mit dem SPORTBUZZER noch einmal an kuriose Geschichten mit einigen seiner Weggefährten  - darunter Vincent Kompany oder Wesley Sneijder.

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Mit seinem Abschiedsspiel im Hamburger Volksparkstadion verlässt Rafael van der Vaart am 13. Oktober (15 Uhr/weitere Infos hier) die große Fußballbühne. Zahlreiche Wegbegleiter, mit denen er bei Ajax Amsterdam (2000 bis 2005), dem Hamburger SV (2005 bis 2008 und 2012 bis 2015), Real Madrid (2008 bis 2010), Tottenham Hotspur (2010 bis 2012) oder in der niederländischen Nationalelf (109 Einsätze) zusammengespielt hat, haben ihr Kommen zugesagt. Im Gespräch mit dem SPORTBUZZER erinnert sich der 36-Jährige, der seine Karriere 2018 in Dänemark ausklingen ließ und bei seinem Abschied auch die Amateur-Fußballinitiative #GABFAF unterstützen wird, an die Mitspieler, mit denen er die spannendsten und kuriosesten Geschichten verbindet. Van der Vaart über…

"Vor Kompany habe ich großen Respekt"

…Mehdi Mahdavikia: „Er war ganz populär bei den HSV-Fans und schon lange dabei. Ich kam als Jüngster hinzu. In Holland sind wir, wie ich immer sage, positiv arrogant und selbstbewusst. In meinen Augen war ich natürlich der beste Spieler. Ich schoss ein paar schöne Tore, aber die Fans riefen ständig nur ‚Meeeehdi, Meeeehdi‘. Ich erinnere mich noch, wie ich zu Khalid Boulahrouz sagte: ‚Wie viele Tore soll ich schießen, damit die Leute mal ein Lied über mich singen?‘ Mehdi war in Hamburg wie ein Gott – und am Ende auch zurecht.“

Mehr zu Rafael van der Vaart

…Peter Crouch: „Er macht nur Späße und ist nur lustig, sehr nett und ein richtig geiler Kicker. Die schönste Geschichte mit ihm: In einem Interview hat ihn mal jemand gefragt, was wärst du geworden, wenn du kein Fußballer geworden wärst. Und er antwortete: Jungfrau. Mittlerweile sprechen wir nicht mehr oft miteinander. Aber wenn wir uns sehen, reden wir über alte Zeiten.“

…Vincent Kompany: „Als ich mein erstes Jahr beim HSV war, hätte ich auch die Rückennummer 10 nehmen können. Ich wollte aber bei meiner 23 bleiben. Dann kam so ein junger Bursche, der genauso alt war wie ich. Er war Verteidiger und konnte sich die 5 oder die 10 aussuchen. Er hat die 10 genommen, und darüber habe ich einige Witze gemacht. Wenn man aber sieht, was Vincent bei Manchester City hinterher für eine Karriere gemacht hat, dann habe ich großen Respekt vor ihm.“

Die Karriere von Rafael van der Vaart in Bildern

Der SPORTBUZZER blickt auf die bewegte Karriere von Rafael van der Vaart in Bildern zurück. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER blickt auf die bewegte Karriere von Rafael van der Vaart in Bildern zurück. ©
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Sneiijder und van der Vaart: "Enge Freundschaft"

…Joris Mathijsen: „Mit ihm war ich beim HSV immer auf einem Zimmer. Da haben wir viel erlebt. Über Joris muss ich immer lachen. Es gibt eine dreckige Geschichte, aber ich erzähle sie trotzdem. Joris war gerade Papa geworden. Er hat mir immer gesagt, Rafa, wenn der Kleine sein großes Geschäft gemacht hat – ich kann das nicht wegmachen, das stinkt unheimlich. Und 2006 waren wir in London, spielten in der Champions League gegen Arsenal. Nach dem Frühstück musste ich wirklich dringend. Die Spülung funktionierte aber nicht. Es hat gestunken ohne Ende. Und dann musste auch Joris. Und ich sagte zu ihm, bei deinem eigenen Kind kannst du es nicht ertragen, aber bei mir ist es kein Problem. Wir haben unglaublich gelacht.“

* …Wesley Sneijder:* „Mit ihm ist es das gleiche Verhältnis wie mit Joris. Aber wenn man aufhört und jeder seinen Weg geht, dann wird der Kontakt weniger. Neulich haben wir aber telefoniert, hingen wieder eine Stunde am Handy und hatten den gleichen Spaß wie vor zehn Jahren. Wir sind gemeinsam aufgewachsen, ich war zehn Jahre alt, er neun – und wir kamen beide zu Ajax. Unsere Eltern waren auch befreundet. Wenn man über die Jahre bis zur ersten Mannschaft zusammenbleibt, dann auch noch bei Real Madrid und bei der Nationalmannschaft, dann ist das eine sehr enge Freundschaft. Ich war auch immer der Meinung, dass wir besser waren, wenn wir zusammen auf dem Platz waren. Aber es gab viele Trainer, die gesagt haben, entweder Sneijder oder ich. Für mich war das kein Problem.“

Mehr von #GABFAF

…Edwin van der Sar: „Ich habe mit Tottenham gegen ihn gespielt, als er bei Manchester United war, dazu auch in den Trainingseinheiten in der Nationalmannschaft. Edwin war der einzige Torwart, bei dem ich gar nicht wusste, wohin ich schießen sollte, um ein Tor zu erzielen. Er war riesig groß und dazu auch noch schnell.“

 …Stefan Beinlich: „Er war für unsere Mannschaft beim HSV unheimlich wichtig. Man hat gemerkt, dass er mehr Erfahrung hatte als die anderen. Es war ein großer Genuss, als er hinter mir gespielt hat.“

Das sind die #GABFAF-Unterstützer

Profis, Promis, Amateure: Einige der #GABFAF-Unterstützer findest Du hier in der Galerie. Zur Galerie
Profis, Promis, Amateure: Einige der #GABFAF-Unterstützer findest Du hier in der Galerie. ©

Van der Vaart: "Kuyt war ein idealer Profi"

* …Dirk Kuyt:* „Wir waren im Verein nie zusammen, aber bei der Nationalmannschaft. Ich bin mit sehr viel Talent geboren, das war immer meine Rettung. Zwar war ich auch mental nicht schlecht, aber Dirk war nicht so talentiert. Dafür hatte er einen wahnsinnigen Drive und einen unglaublichen Fokus darauf, Profi und Nationalspieler zu werden. Bei jedem großen Turnier hat er als vierter Rechtsaußen begonnen. Am Ende war er Stammkraft links hinten – das war Dirk Kuyt. Ein idealer Profi für jeden Trainer.“

* …Fabio Cannavaro:* „Er war der beste Verteidiger der Welt. Ich sage bei Figuren wie Ruud Gullit, Johan Cruyff oder Franz Beckenbauer immer: Wenn die in einen Raum kommen, haben sie eine bestimmte Ausstrahlung, die ich sehr schätze. Und Fabio hat die auch. Ich habe mit ihm ein Jahr bei Real gespielt. Da hat man gemerkt, wie gut er auch mit 35 noch war. Ich habe von ihm viel gelernt, zum Beispiel, mit Druck umzugehen. Einfach ein geiler Typ.“

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