22. Juni 2020 / 08:14 Uhr

Rahmenterminkalender kommt: Bundesliga-Start am 18. September? Kritik an Länderspiel-Terminen

Rahmenterminkalender kommt: Bundesliga-Start am 18. September? Kritik an Länderspiel-Terminen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sollen Anfang September schon wieder spielen: Die DFB-Nationalspieler.
Sollen Anfang September schon wieder spielen: Die DFB-Nationalspieler. © Maja Hitij/Getty Images
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Die Kritik an den Länderspielterminen Anfang September ist groß. Die Bosse der Europapokal-Teilnehmer glauben, dass diese Termine nur "auf Kosten der Spieler und Vereine" zu halten sind. Die Bundesliga soll derweil am 18. September starten.

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Die aktuelle Saison ist noch nicht beendet, da wird bereits kräftig über die kommende Saison diskutiert. Vor allem die Länderspiel-Termine Anfang September sind einigen Klub-Bossen ein Dorn im Auge. Wie der Kicker berichtet soll die Bundesliga-Saison 2020/2021 am 18. September starten, am Montag wird bekannt gegeben, wann es wirklich der Fall sein wird. Zudem soll die erste Runde des DFB-Pokals nicht wie gewohnt vor dem ersten Bundesliga-Spieltag über die Bühne gehen.

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Vor allem die Europapokal-Teilnehmer sollen so entlastet werden. Der August ist für die UEFA nämlich der Monat der Champions. In Lissabon steigt vom 12. bis zum 23. August das Final-8-Turnier der Champions League. Die Viertelfinal- und Halbfinal-Paarungen werden in jeweils einem K.o.-Duell entschieden. Im gleichen Format wird vom 10. bis zum 21. August in Duisburg, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln die Europa League abgeschlossen. In beiden Wettbewerben stehen zuvor im August noch Achtelfinal-Spiele aus - unter anderem in der Königsklasse vom FC Bayern gegen den FC Chelsea (Hinspiel: 3:0). RB Leipzig steht bereits im Viertelfinale. In der Europa League fehlen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt noch Rückspiel-Siege zum Viertelfinale, Bayer Leverkusen muss den 3:1-Sieg gegen die Glasgow Rangers behaupten.

Selbst wenn deutsche Vereine in die Finals der beiden Wettbewerbe kommen, sollen sie zwei Wochen Pause und zwei Wochen zur Vorbereitung bekommen. Deshalb wäre ein Bundesliga-Saisonstart am 18. September durchaus sinnvoll.

Scharfe Kritik an Länderspiel-Terminen

Für deutliche Kritik sorgen hingegen die ersten Länderspieltermine am 3. September und am 6. September. Die deutsche Nationalmannschaft würde dann gegen Spanien und die Schweiz spielen. Vor allem Karl-Heinz Rummenigge fand die Termine "nicht gut". Die UEFA selbst hatte die Termine verteidigt - und auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff verwies auf "viele vertragliche Verpflichtungen gegenüber Partnern."

Die deutschen Nationalspieler in Champions-League-Finals

Vom dramatischen Finale dahoam bis zum Duell zwischen Toni Kroos und Emre Can gab es zwischen 2012 und 2018 zahlreiche Auftritte von deutschen Nationalspielern in den Champions-League-Finals. In dieser Saison ist dagegen kein DFB-Star dabei.  Zur Galerie
Vom dramatischen "Finale dahoam" bis zum Duell zwischen Toni Kroos und Emre Can gab es zwischen 2012 und 2018 zahlreiche Auftritte von deutschen Nationalspielern in den Champions-League-Finals. In dieser Saison ist dagegen kein DFB-Star dabei.  ©

Die Klub-Bosse halten die Termine allerdings für "sehr problematisch", wie Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche dem Kicker sagte. "Das ist brutal und für die Gesundheit der Spieler nicht gut. Die Jungs spielen dann fast zwei Jahre lang durch." In der kommenden Saison wird es nämlich fast nur englische Wochen geben für die Top-Klubs, um die Saison trotz der Corona-Verspätung vor dem EM-Start zu beenden. Dazu müssen die Nationalspieler auch noch in der EM-Qualifikation ran, 2022 gibt es eine Winter-WM in Katar.

Schmadtke kritisiert UEFA

Unterstützung bekam Krösche von Jörg Schmadtke, Manager des VfL Wolfsburg. Er sprach von einer "unglaublichen Belastung", die "ausschließlich auf Kosten der Spieler und der Vereine" gehe. So würden die Belange und Bedürfnisse der Verbände über die der Spieler und Vereine gestellt. "Da geht es ums Geld, die Betroffenen spielen keine große Rolle mehr. Das ist eine fatale Entwicklung. Stand heute sind die wirtschaftlichen Belange bedeutender als die Gesundheit der Spieler."