04. April 2021 / 20:46 Uhr

Raketen und Pyrotechnik bei Berlin-Derby: Union-Boss Ruhnert hat Verständnis für Fans

Raketen und Pyrotechnik bei Berlin-Derby: Union-Boss Ruhnert hat Verständnis für Fans

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert kommentiert die Fan-Aktion zu Beginn des Berlin-Derbys.
Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert kommentiert die Fan-Aktion zu Beginn des Berlin-Derbys. © 2021 Getty Images/IMAGO/Christian Schroedter (Montage)
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Beim Remis im Hauptstadt-Derby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC sorgten Raketen und Pyrotechnik in der Anfangsphase für Gesprächsstoff. Union-Boss Oliver Ruhnert warb um Verständnis für die Anhänger.

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Begleitet von unzähligen Raketen und jeder Menge Pyrotechnik hat das Berliner Derby in der Bundesliga zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC (1:1) begonnen. Rund drei Minuten lang war am Sonntagabend im Stadion An der Alten Försterei ohrenbetäubender Lärm durch die Feuerwerkskörper zu hören.

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Auf einem Video, das die Bild online veröffentlichte, ist zu sehen, dass Feuerwerkskörper auf dem Stadiondach gezündet wurden. Direkt darunter brach auf dem Dach eines Verkaufsstandes ein Feuer aus. Die Flammen waren von außerhalb des Stadions zu sehen.

Ruhnert: "Ich persönlich brauche das nicht"

"Das habe ich ehrlich gesagt gar nicht mitbekommen, dass da was gebrannt hat", sagte Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, nach der Partie bei Sky. "Wie das passieren kann, ist relativ einfach: Wahrscheinlich haben sich Leute irgendwo zusammengebracht und dann irgendwo gemeint, da ein Zeichen setzen zu müssen. Ich persönlich brauche das auch nicht. Auf der anderen Seite muss man auch immer wieder sagen: Wir spielen hier Fußball-Bundesliga und keiner kann dabei sein. Das ist immer schwierig für die Menschen." Man wolle die Aktionen nicht, aber man müsse Verständnis haben für die Menschen, die nicht dabei sein könnten, sagte Ruhnert.

Das Feuerwerk war hinter der Heimtribüne auf der Waldseite gezündet worden. Ordner eilten schnell herbei, um die Situation zu klären und das Feuer zu löschen. Nach drei Minuten kehrte wieder Ruhe ein. Das Spiel wurde davon zunächst nicht beeinflusst. Fans waren beim Hauptstadtduell im Stadion aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie nicht zugelassen.

Sportlich lieferten sich Union und Hertha im brisanten Berliner Stadtderby einen engen Fight. Für die Hertha war das umkämpfte Remis dabei nicht genug, um sich entscheidend von der gefährlichen Zone am Tabellenende zu entfernen. Nach dem 27. Spieltag hat Hertha als 14. mit 25 Punkten nur zwei Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone und muss sich für den sicheren Ligaverbleib immer noch deutlich steigern. Die "Eisernen" haben als Siebter 39 Zähler auf dem Konto und wahren ihre Chancen, sich für den Europapokal zu qualifizieren. Auf das sechstplatzierte Bayer Leverkusen fehlen Union lediglich vier Punkte.