20. November 2020 / 07:34 Uhr

Von "zwick Auer" bis "Lackritzäquator": Ralf Rangnick erspielt stolze Summe bei „Wer wird Millionär?“

Von "zwick Auer" bis "Lackritzäquator": Ralf Rangnick erspielt stolze Summe bei „Wer wird Millionär?“

Nils Weinert
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ralf Rangnick und Sabrina Mockenhaupt traten als Team an.
Ralf Rangnick und Sabrina Mockenhaupt traten als Team an. © dpa / Kempner
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Dass RB Leipzigs ehemaliger Sportdirektor und Trainer Ralf Rangnick in Sachen Fußball niemand etwas vormacht, ist klar. Auf dem Ratestuhl von "Wer wird Millionär?" bewies der Schwabe am Donnerstag sein Wissen abseits des grünen Rasens. Im Team mit Ex-Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt erspielte der Fußballlehrer eine sechsstellige Summe für den guten Zweck.

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Seit 25 Jahren veranstaltet RTL jährlich einen Spendenmarathon, um Kindern in Not zu helfen. Was gibt es da für eine bessere Gelegenheit, als ein Promi-Special der Erfolgssendung „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch? Auf dem heißen Stuhl am Donnerstagabend saß mit Ralf Rangnick ein bekanntes Gesicht der RB-Familie. Zusammen mit der Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt kämpfte sich der ehemalige Übungsleiter und Sportdirektor von RB Leipzig durch die 15 Fragen bis zur Million. Ziel war es, möglichst viel Geld für Kinder in Not zu sammeln. Auch Rangnick setzt sich mit seiner Stiftung seit 2018 für die soziale Entwicklung von Kindern ein.

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Rechnen für 8000 Euro

Nachdem Fernseh-Koch Steffen Henssler stolze 64.000 Euro erspielt hatte, war das Duo Rangnick/Mockenhaupt an der Reihe. Weil die Leichtathletin an einer Stilldemenz leidet, musste sich „Mocki“ – wie sie von Freunden und Bekannten gerufen wird – Beistand holen. „Wir kennen uns seit 15 Jahren“, sagte Rangnick. Die berüchtigten ersten fünf Fragen überstand das Doppel ohne große Probleme. Nach großem Redeanteil von Mockenhaupt, übernahm der ehemalige RB-Trainer erstmals bei Frage drei das Ruder, als es um ein Fußball-Wortspiel ging. „Ich kneif die Spieler des FC Erzgebirge – oder auch: Ich…“ Ob seiner Tätigkeit in Sachsen weiß Rangnick sofort die richtige Antwort. „C: zwick Auer.“

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Auch bei Mathematik-Fragen brauchte Mockenhaupt Hilfe vom Fußballlehrer. Rangnick bewahrte bei der 8000-Euro-Frage einen kühlen Kopf und erklärte der Leichtathletin in Ruhe den richtigen Lösungsweg. Wenn drei 14, 12 und 8 Jahre alte Schwestern feiern wollen, wenn sie zusammen 40 Jahre alt sind, dann muss eine von ihnen dann zehn Jahre alt sein – absolut korrekt, Herr Rangnick. Als Moderator Jauch auf den unterschiedlichen Redeanteil zu sprechen kam, entgegnete Mockenhaupt: „Der kommt hier gleich noch zum Krachen, warten Sie ab.“

Bis zur 16.000-Euro-Frage schaffte es das Duo ohne Hilfsmittel. Als es dann allerdings um den Geburtstag von Meghan Markle ging, zogen die Leichtathletin und der Fußballtrainer ihren ersten Joker. Der 50/50-Joker brachte das Duo dann zurück auf die Erfolgsspur und zu 32.000 Euro. Rangnick bewahrte stets einen kühlen Kopf und überzeugte mit seiner bekannten ruhigen Art. Bei der Frage für 64.000 Euro vertrauten beide dann dem Publikum und loggten den „Lakritzäquator“ auf die Frage, was entlang des Mains verlaufe und unterschiedliche Vorlieben von Nord- und Süddeutschen beschreibe, ein. Richtige Antwort!

Schalke-Sportvorstand Schneider als Telefonjoker

Erst das Größenverhältnis der Erde zum Mond stellte Rangnick und Mockenhaupt vor Probleme. Keine Frage für den Telefonjoker, wie der ehemalige RB-Trainer schnell erkannte, also half ein Gast aus dem Publikum. Dieser vermutete richtig, dass das Verhältnis zwischen einem Basketball und einem Tennisball in etwa gleich sein muss. Große Freude auf dem Ratestuhl, als das grüne Licht aufleuchtete und es an die vorletzte Frage ging. Eine halbe Million Euro stand auf dem Spiel, als sich das Duo für den Telefonjoker Jochen Schneider entschied – seines Zeichens Sportvorstand des FC Schalke 04.

„Ich kenne Herrn Rangnick seit über 20 Jahren und deswegen gehe ich davon aus, wir sind im sechsstelligen Bereich“, prophezeite Schneider sofort. Als Jauch ihn in seiner Annahme bestätige, musste er dennoch schlucken – 500.000 Euro sind eine Menge Geld. Die halbe Million und die Frage, ob sich Sprachwissenschaftler mit Lawinenwörtern, Echofragen, Gebirgssätzen oder Föhnaussagen befassen, zeigten allerdings auch dem Schalker Sportvorstand die Grenzen auf. Als die Zeit um war und Schneider keine Antwort fand, erkannten auch Rangnick und Mockenhaupt, dass 125.000 Euro eine stolze Summe sind. Sie beendeten ihren Ritt auf dem Ratestuhl und nahmen den sechsstelligen Betrag für Kinder in Not dankend an. Zum Glück, denn mit ihrer Vermutung „Lawinenwörter“ lagen sie falsch – die richtige Antwort waren die „Echofragen“.

Im Nachhinein bedankte sich die Leichtathletin via Instagram bei ihrem WWM-Partner. „Ralf hat mir so viel Sicherheit gegeben und ich bin ihm sehr dankbar, dass er mit mir im Team angetreten ist“, schrieb Mockenhaupt. „Ralf und ich hatten Spaß und waren beide der Meinung, dass wir ein gutes Team waren.“ Tennis-Olympiasieger Michael Stich und Moderator Johannes B. Kerner versuchten sich nach Rangnick und „Mocki“ auf dem Ratestuhl von Günther Jauch.