05. Juli 2021 / 20:50 Uhr

Ralf Rangnick gründet eigene Fußball-Beratung: Lok Moskau erster Kunde

Ralf Rangnick gründet eigene Fußball-Beratung: Lok Moskau erster Kunde

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ralf Rangnick hat eine Beraterfirma gegründet und wird im Fußball vorerst nicht mehr als Trainer oder Sportdirektor auftreten.
Ralf Rangnick hat eine Beraterfirma gegründet und wird im Fußball vorerst nicht mehr als Trainer oder Sportdirektor auftreten. © IMAGO/Picture Point LE
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Der ehemalige RB-Coach Ralf Rangnick will vorerst nicht mehr als Trainer oder Sportdirektor aktiv sein. Stattdessen hat der 63-Jährige eine eigene Berater-Agentur gegründet und bereits den ersten Kunden gewonnen: Über die nächsten drei Jahre unterstützt Rangnick den FC Lokomotive Moskau.

Leipzig. Ralf Rangnick wurde in diesem Jahr bereits als Bundestrainer, künftiger Bayern-Coach und in verschiedenen Funktionen bei zahlreichen europäischen Vereinen gehandelt. Nichts davon trat ein. Stattdessen verriet der ehemalige Trainer und Sportdirektor vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig nun in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag), dass er künftig nicht länger als Coach oder Sportchef, sondern als Berater im Fußballgeschäft tätig sein wird.

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„Ich gründe eine GmbH, eine Fußball-Beratung, die auf vier Säulen basiert“, so der 63-Jährige. Am gleichen Tag verkündete der russische Erstligist FC Lokomotive Moskau, dass Rangnick für die nächsten drei Jahre als Leiter der Abteilung Sport und Entwicklung bei ihnen tätig sein wird. Laut SPORTBUZZER-Informationen kein Widerspruch: Der russische Hauptstadtklub ist der erste Kunde von Rangnicks Fußball-Beratung.

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Wie Rangnick im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ weiter ausführte: „Der Club hatte mich vor vier Monaten um eine sportliche Status-quo-Analyse gebeten. Die habe ich erstellt, und es gab dazu eine Präsentation in Moskau“, berichtete er. Nun soll er auch weiter für den Verein als Berater aktiv bleiben.

Nur noch in Ausnahmefällen Trainer oder Sportdirektor

Dabei gehe es Rangnick vor allem um „Clubbuilding“ sowie um die Betreuung von Trainern, von Managern und Sportdirektoren sowie von Spielern. Dabei sei es nicht sein Ziel, eine große Agentur aufzubauen. „Mein Motto ist eher: klein, aber fein.“

Rangnick ist der Überzeugung, mit seinem Angebot Neuland zu betreten. „Mir ist nicht bekannt, dass jemand, der so lange in der Branche aktiv tätig war, so etwas nun in einer Consultant-Rolle anbietet“, sagte der Erfolgstrainer. „Es geht nicht darum, Karrieren in erster Linie kommerziell zu fördern. Es geht um inhaltliche Entwicklung, von Spielern, Trainern, Managern und Fachleuten. Im Fußball gibt es immer noch Spielraum für eine Aufwertung einzelner Berufszweige.“

Nach der Gründung seiner neuen Firma will Rangnick nur noch in Ausnahmefällen als Trainer oder Sportdirektor in den Fußball zurückkehren. „Ich habe gerade das Gefühl: Mit dem Gesamtpaket an Rundumbetreuung, das wir künftig anbieten, kann ich dem Fußball etwas zurückgeben. Mich von dieser Aufgabe wieder wegzuholen - das müsste dann schon ein ganz besonderes Angebot sein“, erklärte er.