27. September 2020 / 10:25 Uhr

Ein Doppelpack der besonderen Art: Paldino schießt Egestorf zum Sieg gegen den RSE

Ein Doppelpack der besonderen Art: Paldino schießt Egestorf zum Sieg gegen den RSE

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Germania feiert ihren Treffer.
Die Germania feiert ihren Treffer. © Michael Plümer
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Da hat jemand offenbar ganz besonders gut auf seinen Vorgesetzten gehört. „Ich habe Lorenzo Paldino gestern gesagt: ,Du hast Geburtstag, da kannst du morgen ruhig mal zwei Tore machen‘ – und dann hat das auch hingehauen“, verriet Paul Nieber.

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Der Trainer des 1. FC Germania Egestorf/Langreder feierte mit seinem Team den zweiten Sieg binnen vier Tagen und rückte durch den 2:1 (1:0)-Erfolg im Dauerregen beim SV Ramlingen/Ehlershausen in der Oberligatabelle bis auf zwei Punkte an den Gastgeber heran.

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Die Platzherren hingegen mussten nicht nur ihre ersten Gegentreffer der Saison hinnehmen, sondern gaben nach drei Dreiern zum Saisonstart nun auch die ersten Punkte der noch jungen Spielzeit ab.

Bilder vom Oberliga-Spiel zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder.

Bilder vom Oberliga-Spiel zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Zur Galerie
Bilder vom Oberliga-Spiel zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen und dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder. © Michael Plümer

Papa Paldino telefonierte mit Ramlingens Becker

Matchwinner war der seit dem Tag vor dem Spiel 20 Jahre alte Lorenzo Paldino, der beide Treffer für die Gäste vom Deister per Kopf, jeweils nach Freistoß, erzielte (42. Minute und 60.).

Besonders waren die Tore für den Linksaußen der Egestorfer nicht nur aufgrund des vorherigen Gesprächs mit seinem Trainer, sondern auch, weil sein Vater Paolo Paldino unter Ramlingens Sportlichem Leiter Kurt Becker früher lange beim TSV Isernhagen gekickt hatte. „Die beiden haben vor dem Spiel noch miteinander telefoniert“, erzählte Lorenzo Paldino lachend. „Genau in dem Spiel dann zwei Dinger zu machen, ist schon geil.“

Für die Ramlinger reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Steffen von Pleß, der mit einem schönen Schlenzer Germanias Schlussmann Ole Schöttelndreier keine Abwehrchance ließ (71.)

Utku Kani verpasste in der mehr als sechsminütigen Nachspielzeit knapp den Ausgleich: Sein Kopfball aus kurzer Distanz klatschte an die Latte.

Lautstarke Kabinenparty der Egestorfer

„Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, gegen extrem aggressive Egestorfer unser Spiel aufzuziehen“, sagte Ramlingens Trainer Philipp Gasde. „Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir noch das zweite Tor machen können; ein Unentschieden wäre auf jeden Fall okay gewesen.“

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Das sah Nieber indes anders: „Aufgrund der Chancen in der ersten Halbzeit und unserer Präsenz in den Zweikämpfen haben wir das Spiel verdient gewonnen.“

Sprach es - und verschwand durchnässt zu seiner Mannschaft, die in der Kabine unüberhörbar und lautstark feierte. Den Sieg – aber auch nachträglich den Geburtstag ihres Doppeltorschützen.