27. Juni 2020 / 17:52 Uhr

Platz sechs auf der Zielgeraden futsch: VfL Wolfsburg verliert 0:4 gegen Bayern München

Platz sechs auf der Zielgeraden futsch: VfL Wolfsburg verliert 0:4 gegen Bayern München

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Oliver Glasner ist unzufrieden.
Kein guter Tag für den VfL: Gegen Meister Bayern München gab's für das Team von Trainer Oliver Glasner (M.) eine 0:4-Pleite. © (c) Reuters-Pool
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Vier Gegentore, Gelb-Rot gegen den Kapitän und der Verlust von Platz sechs - das Bundesliga-Saisonfinale war für den VfL Wolfsburg keins, das er in guter Erinnerung behalten wird: Gegen Meister Bayern München gab's eine 0:4-(0:2)-Niederlage.

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Hoffenheim zieht noch vorbei

Der VfL Wolfsburg hat die direkte Qualifikation für die Europa League am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga noch verpasst. Die „Wölfe“ verloren am Samstag mit 0:4 (0:2) gegen den deutschen Meister FC Bayern München. Da der Rivale 1899 Hoffenheim parallel ebenfalls mit 4:0 bei Borussia Dortmund gewann, fiel die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner noch vom sechsten auf den siebten Tabellenplatz zurück. Statt direkt in der Gruppenphase der Europa League zu stehen, müssen die Niedersachsen nun im September erst noch drei Qualifikationsrunden bestreiten.

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VfL Wolfsburg gegen die Bayern - Die Bilder

Kollegen-Talk: Robin Knoche, Josip Brekalo und Ex-VfLer Ivan Perisic Zur Galerie
Kollegen-Talk: Robin Knoche, Josip Brekalo und Ex-VfLer Ivan Perisic ©

Der deutsche Meister Bayern München hat derweil die Bundesliga-Saison mit der herausragenden Bilanz von 100 Toren sowie neun Siegen in neun Geisterspielen beendet. Beim 4:0 Sieg in Wolfsburg verpasste der Club den eigenen Bundesliga-Rekord aus dem Jahr 1972 um nur einen Treffer. Damals schoss der Rekordmeister mit Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Co. 101 Tore in nur einer Saison. Am Samstag brachten die Treffer von Kingsley Coman (4. Minute), Michaël Cuisance (37.), Torschützenkönig Robert Lewandowski (72./Foulelfmeter) und Thomas Müller (79.) diese Bestmarke ins Wanken. Wolfsburgs Kapitän Josuha Guilavogui sah nach seinem Foul vor dem Elfmeter die Gelb-Rote Karte (72.).

<b>Koen Casteels</b>: Bärenstark – vor und nach dem Wechsel. Note: 2 Zur Galerie
Koen Casteels: Bärenstark – vor und nach dem Wechsel. Note: 2 ©

Während diese Partie für den Serienmeister nicht viel mehr als ein Warm-up vor dem DFB-Pokalendspiel in einer Woche gegen Bayer Leverkusen war, hatte die Niederlage für die Wolfsburger gravierende Konsequenzen. Denn da der Rivale 1899 Hoffenheim parallel überraschend bei Borussia Dortmund gewann und den VfL dadurch noch vom sechsten Tabellenplatz verdrängte, verpasste die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Stattdessen müssen die „Wölfe“ nun im September die ungeliebten Qualifikationsspiele bestreiten - und das, nachdem sie im August erst einmal die Europa-League-Saison 2019/20 beenden.

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Dieser Schock deutete sich für den VfL schon früh an. Bereits in der vierten Minute gingen die Bayern nach einer schönen Kombination über den Bundesliga-Torschützenkönig Lewandowski, über Müller und über Coman in Führung. Wiederum nur vier Minuten später traf auch Hoffenheim zum ersten Mal in Dortmund.

Während der BVB nach der Niederlage gegen den Abstiegskandidaten Mainz 05 nun auf der Zielgeraden auch noch gegen einen Europa-League-Kandidaten verlor, gaben sich die Bayern auch diesmal keine Blöße. Trainer Flick schonte von seinen Stammspielern nur den deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich und den französischen Weltmeister Benjamin Pavard. Dafür stand die Real-Madrid-Leihgabe Alvaro Odriozola zum zweiten Mal in der Startformation.

So präsentiert der VfL Wolfsburg den neuen Look

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Maximilian Arnold ©

VfL bemüht, aber mit wenigen Chancen

Wolfsburg spielte gar nicht mal schlecht und ging besonders im Mittelfeld sehr aggressiv zu Werke. Doch der Unterschied zwischen beiden Teams war: Der VfL hatte durch Daniel Ginczek nur eine wirklich gute Ausgleichschance (31.). Die Münchner dagegen hätten die 100-Tore-Marke nach Möglichkeiten von Coman (30.) und Lewandowski (36.) schon in der ersten Halbzeit knacken können.

Nach der Pause ging das so weiter. Die beiden nächsten dicken Chancen vergab Serge Gnabry (50./56.). Und als das 99. Saisontor vermeintlich schon in der 64. Minute fiel, stand Leon Goretzka dabei im Abseits. Nur eine Viertelstunde später waren die Tore 99 und 100 aber perfekt: Erst hatte VfL-Kapitän Josuha Guilavogui nach einem Foul an Bayerns Mickaël Cuisance im Strafraum Gelb-Rot, den fälligen Elfmeter verwandelte Robert Lewandowski. Wenig später stellte Thomas Müller dann den Endstand her.

In der letzten halben Stunde verhalf Flick auch dem Brasilianer Philippe Coutinho zu seinem ersten Einsatz nach der Corona-Pause. Die Leihgabe des FC Barcelona war im April am Sprunggelenk operiert worden, soll nun aber für das DFB-Pokalendspiel in Berlin und möglicherweise auch für das Finalturnier der Champions League im August in Lissabon wieder eine wertvolle Option werden.