15. November 2020 / 13:30 Uhr

Rangnick hält Titel von RB Leipzig für möglich - Upamecanos Zukunft nicht nur Geldsache

Rangnick hält Titel von RB Leipzig für möglich - Upamecanos Zukunft nicht nur Geldsache

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
<b>Ralf Rangnick:</b> Ohne Ralf Rangnick wäre RB nicht da, wo es heute steht. 2012 als Sportdirektor verpflichtet, führte er die Rasenballer 2016 in Doppelfunktion als Trainer und Funktionär in die erste Bundesliga. Dann übernahm Ralph Hasenhüttl. Bis zum Sommer hielt Rangnick für eine Saison noch mal die Bank für Julian Nagelsmann warm – und coachte sein Team bis ins DFB-Pokalfinale. Seitdem ist der 61-Jährige als „Head of Global Soccer“ von Red Bull für die Koordination der Fußball-Standorte in Brasilien, New York und Leipzig zuständig.
Ralf Rangnick sieht die Möglichkeit, dass bei RB Leipzig bald etwas im Trophäenschrank steht. © Getty Images
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RB Leipzigs ehemaliger Cheftrainer und Sportdirektor, Ralf Rangnick, sieht bei den Roten Bullen Titelchancen - auch dank des breiten Kaders. Dieser würde bei einem Upamecano-Transfer allerdings kleiner werden. Der Weggang sei aber nicht nur vom Geld abhängig.

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Leipzig. Ralf Rangnick sieht den ersten Titelgewinn von RB Leipzig aufgrund der Kaderstärke in dieser Saison im Bereich des Möglichen. „Aktuell sind sie Zweiter, sie sind im Pokal und der Champions League noch gut dabei. Ich halte es für möglich, dass sie vielleicht in diesem Jahr einen Titel holen“, sagte der ehemalige Cheftrainer und Sportdirektor von RB Leipzig am Sonntag im „Doppelpass“ bei Sport1. „Wenn ich mir die Breite des Kaders angucke, dann braucht sich Leipzig weder vor Bayern noch vor Dortmund verstecken. Aber in der Spitze, da sind wir uns auch einig, hat Bayern schon nochmal eine andere Qualität“, betonte der 62-Jährige.

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Er lobt die Arbeit von RB-Cheftrainer Julian Nagelsmann in höchsten Tönen. „Julian hat die Mannschaft nochmal weiterentwickelt, das war genau der Grund, warum wir bei seiner Verpflichtung noch ein Jahr auf ihn gewartet haben, weil wir uns das von ihm versprochen haben: Dass er die Mannschaft weiterentwickelt und nochmal auf ein anderes Niveau hebt, das hat er bisher gezeigt.“

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Apropos Kaderbreite: Rangnick sieht eine Entscheidung zur Zukunft von RB Leipzigs Innenverteidiger Dayot Upamecano nicht allein von finanziellen Gründen abhängig. „Die Frage ist, was will der Spieler? Ich habe Upa und seine Familie über viele Jahre kennengelernt, die treffen nicht nur Entscheidungen, die vom Image her für sie gut klingen, sondern sie treffen Entscheidungen nach dem Gefühl, was ist für den Spieler selber am besten“, sagte er.



„Weglaufen tut ihm niemand“

Upamecano hatte seinen Vertrag in diesem Sommer vorzeitig bis 2023 verlängert. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll sich die festgeschriebene Ablösesumme für den 22 Jahre alten Franzosen auf 50 Millionen Euro belaufen. Mit einem Wechsel des Abwehrchefs wird im Sommer 2021 gerechnet.

Auch der deutsche Rekordmeister FC Bayern München soll interessiert sein. „Upa hat am Anfang in Liefering gespielt, dann in Salzburg und zwei Jahre später in Leipzig, dass die Bayern diesen Spieler gut kennen, davon kann man mal ausgehen“, meinte Rangnick und erinnerte an die Spiele gegen die Münchner: „Rein physisch, das haben die Bayern auch in den direkten Duellen gesehen: weglaufen tut ihm niemand. Dass er vielleicht im Spiel nach vorne noch den ein oder anderen Risiko-Ball zu viel drin hat, das wird er sicherlich in den nächsten Jahren noch lernen.“ dpa

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