29. September 2018 / 17:32 Uhr

Rangnick schlägt Nagelsmann: RB Leipzig jubelt nach Doppelpack von Poulsen

Rangnick schlägt Nagelsmann: RB Leipzig jubelt nach Doppelpack von Poulsen

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
SINSHEIM, GERMANY - SEPTEMBER 29:  Yussuf Poulsen of RB Leipzig celebrates his sides opening goal during the Bundesliga match between TSG 1899 Hoffenheim and RB Leipzig at Wirsol Rhein-Neckar-Arena on September 29, 2018 in Sinsheim, Germany.  (Photo by Christof Koepsel/Bongarts Getty Images)
RB Leipzigs Yussuf Poulsen bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. © 2018 Getty Images
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RB Leipzig feiert bei der TSG Hoffenheim nach einem starken Auftritt den zweiten Sieg in Folge. Coach Rangnick gewinnt das Trainerduell gegen seinen Nachfolger und Taktikfuchs Julian Nagelsmann.

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Sinsheim. Ralf Rangnick hat seinem Nachfolger Julian Nagelsmann im Trainerduell eine Lehrstunde erteilt: RB Leipzig gewinnt am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 (0:0). Yussuf Poulsen avanciert mit seinem ersten Doppelpack im 65. Bundesligaspiel für die Rasenballer zum absoluten Matchwinner.

Vor 28.115 Zuschauern bringt der dänische Nationalspieler die Rangnick-Elf nach 53 Minuten mit einem abgefälschten Schuss in Führung, sorgt mit dem 2:0 (73.) bereits für die Vorentscheidung. Andrej Kramaric verkürzt in der Nachspielzeit mit einem verwandelten Foulelfmeter noch auf 2:1 (90.+3). Der Erfolg gegen den Champions-League-Teilnehmer katapultiert die Rasenballer in der Tabelle auf Rang sechs in die internationalen Startplätze.

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TSG 1899 Hoffenheim - RB Leipzig (1:2) Zur Galerie
TSG 1899 Hoffenheim - RB Leipzig (1:2) ©
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RB mit Fünferkette und schwarzen Trikots

Nach dem 2:0-Sieg am Mittwoch gegen Stuttgart wechselt RB Leipzig auf vier Positionen: Marcelo Saracchi, Ibrahima Konate, Stefan Ilsanker und Konrad Laimer sind neu in der Startelf, stellen gemeinsam mit Dayot Upamecano eine Fünferkette. Die Leipziger treten erstmals in ihren neuen, schwarzen Ausweichtrikots an. Denn die Hoffenheimer tragen Blau, die Farbe der sonstigen RB-Auswärtsshirts. Ein gutes Omen?

Schönstes Herbstwetter im Stadion und gute Laune vor dem Spiel in den Katakomben, Ralf Rangnick begrüßt viele ehemalige Kollegen bei seinem Ex-Verein in Sinsheim. Dann ist der RB-Coach schnell im Wettkampfmodus, will seinem künftigen Trainer Julian Nagelsmann zeigen, wer die Hosen anhat.

Taktikfüchse unter sich

Nach einer auf beiden Seiten taktisch geprägten Anfangsphase kommen die Hausherren in der 13. Minute mit Adam Szalai in aussichtsreiche Abschlussposition, doch der Stürmer nimmt die Hand statt den Kopf, sieht Gelb. Die TSG legt kurz darauf mit einer Doppelchance nach: Zunächst pariert RB-Keeper Gulacsi einen Volleyschuss von Grillitsch. Dann setzt Belfodil einen Kopfball an die Latte – der Ball springt auf die Linie, aber nicht drüber.

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(1) Peter Gulacsi: Klasse gegen Grillitsch, guckt Belfodils Kopfball an die Latte. Rettet aus Nahdistanz gegen Szalai und auch gegen Joelinton. Somit ein Vater des Sieges. Note 1. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Klasse gegen Grillitsch, guckt Belfodils Kopfball an die Latte. Rettet aus Nahdistanz gegen Szalai und auch gegen Joelinton. Somit ein Vater des Sieges. Note 1. ©

Hoffenheim setzt auf eine ähnliche Grundordnung wie die Leipziger, steht hinten mit einer Fünferkette. Das Duell der beiden Taktikfüchse auf den Trainerbänken, die sich immer wieder erheben, meckern, gestikulieren, ihren Mannschaften Korrekturen mit auf den Weg geben Zum erfolgreichen und gefürchteten Umschalten ist nach einer halben Stunde weder die Rangnick-Elf noch das Nagelsmann-Team gekommen. Kampls Schuss von der Strafraumgrenze zischt in der 40. Minute über den Hoffenheim-Kasten. Kurz vor der Pause: Werners abgefälschter Abschluss landet am Innenpfosten, findet aber nicht den Weg ins Tor.

Leipziger Führung nach umstrittener Szene

Keine Wechsel zum Wiederanpfiff. Bisher fielen 18 Tore in vier Duellen zwischen Hoffenheim und Leipzig – zwölf davon in der zweiten Halbzeit. Bisher ist immer die TSG in Führung gegangen. Diesmal sind es die Rasenballer, die sich den Vorteil verschaffen. Auf der rechten Seite setzt sich Werner gegen Posch durch, passt im Strafraum zurück auf Poulsen, - der schließt ab und abgefälscht landet der Ball im Netz (53.). Die Hoffenheimer Fans sind sauer, reklamieren lautstark, denn Posch geht beim Zweikampf mit Werner zu Boden. Schiedsrichter Aytekin informiert sich per Headset in Köln, sieht keinen Grund, um den Treffer zurück zu nehmen.

Nagelsmann bringt mit Grifo und Demirbay zwei frische Offensivkräfte, der 31-Jährige tigert unruhig am Rasenrand entlang. Szalai lässt eine 100 prozentige Chance liegen, Gulacsi pariert in letzter Not. Auf der anderen Seite knallt Poulsen den Ball an den Pfosten.

Schlussoffensive mit Franzosenpower

Rangnick entscheidet sich für einen Doppelwechsel, bringt Augustin und Mukiele für Werner und Laimer. Für die Vorentscheidung sorgt aber der dänische Nationalspieler Poulsen: Von der rechten Außenbahn flankt Kampl, aus sechs Metern bugsiert der RB-Stürmer den Ball mit dem rechten Oberschenkel über die Linie. Der Doppeltorschütze wird unter Sprechchören der knapp 1000 RB-Fans ausgewechselt, für ihn darf in den letzten zehn Minuten Cunha ran.

Gulacsi rettet noch gegen Joelinton. Beim Elfmeter in der Nachspielzeit gegen Kramaric hat er keine Chancen. Ilsanker foult Belfodil. Aytekin zeigt auf den Punkt. Es bleibt aber beim Auswärtsdreier.

RB: Gulasci – Laimer (68. Mukiele), Konate, Ilsanker, Upamecano, Saracchi – Demme – Sabitzer, Kampl – Poulsen (80. Cunha), Werner (68. Werner)

TSG: Baumann - Akpoguma, Posch, Hoogma – Grillitsch (61. Grifo) - Kaderabek, Schulz – Bittencourt (55. Demirbay), Kramaric – Szalai (69. Joelinton), Belfodil

Tore: 0:1 Poulsen (53.), 0:2 Poulsen (73.), 1:2 Kramaric (90.+3)

Zuschauer: 28.115

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