27. Juli 2017 / 17:25 Uhr

Rangnick versteht Keita – RB Leipzig mit voller Kapelle nach London

Rangnick versteht Keita – RB Leipzig mit voller Kapelle nach London

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Ralf Rangnick äußerte sich auf der Abschlusspressekonfernenz im Trainingslager Seefeld auch zur Zukunft von Naby Keita und Emil Forsberg, die immer wieder Begehrlichkeiten wecken. 
Ralf Rangnick äußerte sich auf der Abschlusspressekonfernenz im Trainingslager Seefeld auch zur Zukunft von Naby Keita und Emil Forsberg, die immer wieder Begehrlichkeiten wecken. 
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Sportdirektor Ralf Rangnick hat für RB-Star Naby Keita weitere Angebote aus England erhalten, wie er zugibt. Doch das ändert nichts an seinem Standpunkt – der Mittelfeldstar bleibt.

Seefeld. Am letzten Tag des Trainingslagers in Tirol sprachen Sportdirektor Ralf Rangnick und Trainer Ralph Hasenhüttl über den Verbleib von Naby Keita und Emil Forsberg, den Stand der Verletzungen bei den vier Leistungsträgern sowie die Bedeutung des Emirate Cups am Wochenende in London.

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Gerüchte um Keita und Forsberg

„Ich habe Verständnis dafür, dass die Jungs anfangen nachzudenken, wenn sie mit Zahlen konfrontiert werden, die um einiges höher sind als sie hier “, sagt Rangnick. Der 59-Jährige räumt ein, dass es weitere Angebote aus England für den guineischen Nationalspieler gab. „Aber das ändert nichts an unserem Standpunkt“, sagt der Sportdirektor. „Ich habe auch in unserem Verein niemanden in die Spur geschickt, um einen Nachfolger für Naby zu finden“, dementiert er einen Bericht der Bild Zeitung.

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Rangnick kennt Keita seit 2014, als er ihn nach Salzburg holte. Er besitzt eine enge Beziehung zu ihm sowie seinem Berater. Er sieht das Umfeld des Spielers als Problem in Transferperioden. Bei Afrikanern sei es so, dass sie in der Heimat den ganzen Clan ernähren müssten und es Leute gibt, die ihnen Wechsel nahe legen, um mehr Geld zu verdienen. Das neuste Gerücht, RB könnte den 22-Jährigen jetzt verkaufen, um ihn für ein Jahr auszuleihen und die Summe der Ausstiegsklausel kommenden Sommer zu umgehen, bezeichnete der Sportdirektor als „vermeintliche Idee aus dem Netz, über die wir nicht reden müssen.“

Rangnick hob Forsberg und Keita als „the difference maker“ im Team hervor. Man habe im Test gegen Konyaspor am Dienstag gesehen, dass beide herausragend gespielt haben. „Für uns ist wichtig, dass diese beiden Spieler nächste Saison bei uns spielen – das kann ich versichern“ sagte der Sportdirektor.

Stand bei den vier verletzten Leistungsträgern

„Es ist Gott sei Dank nichts ganz schlimmes“, sagt Hasenhüttl. Marvin Compper, der am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainierte und Marcel Sabitzer können beim Emirates Cup vermutlich spielen. Diego Demme und Timo Werner reisen ebenfalls mit nach London. „Es ist eher unwahrscheinlich, dass wir das Risiko bei ihnen eingehen werden. Aber wir wollen sie dabei haben“, meint der RB-Coach.

Bedeutung des Emirate-Cups am Samstag und Sonntag

„Wir müssen in den zwei Spielen mehr wechseln, damit wir zwei ähnlich starke Mannschaften auf den Platz bekommen“, sagt Hasenhüttl. Der RB-Coach will eventuell noch Nachwuchs aus der U19 für die Partien gegen den FC Sevilla und Benfica Lissabon mitnehmen, um mögliche Ausfälle zu kompensieren. Es werde definitiv noch nicht die Mannschaft in London auflaufen, die einer Stammformation ähnelt, so der Coach.
Sportdirektor Rangnick stellte die Bedeutung des Cups heraus: „Es ist eine Auszeichnung und als Neuling in der Bundesliga keine Selbstverständlichkeit, eingeladen zu werden und Publicity bei so einem Turnier zu erlangen, das in viele Länder übertragen wird“.

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