08. Februar 2021 / 17:03 Uhr

Rasen- und Pokalturniere als Alternative zu den Punktspielen

Rasen- und Pokalturniere als Alternative zu den Punktspielen

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Viele Jugendhandballteams (hier die B-Juniorinnen der HSG Nord im Spiel gegen Laatzen) hatten im März ihr letztes Punktspiel. Und immer noch ist kein Wiederbeginn abzusehen.
Viele Jugendhandballteams (hier die B-Juniorinnen der HSG Nord im Spiel gegen Laatzen) hatten im März ihr letztes Punktspiel. Und immer noch ist kein Wiederbeginn abzusehen. © Ralf Büchler
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Die Handball-Region plant bereits Alternativen zum Punktspielbetrieb. Denn dass eine Fortsetzung der Saison möglich ist, glaubt der Vorstand inzwischen nicht mehr. 

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Das wird dauern! Handballer dürfen erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 25 wieder in der Halle spielen. Für Kinder bis 14 Jahre gilt hier ein Inzidenzwert von 50. Das besagt der Stufenplan der niedersächischen Landesregierung für die lockdown-Lockerungen.

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Folglich war es Thema der jüngsten Online-Konferenz der Handball-Region Süd-Ost Niedersachsen (HRSON), was mit der aktuellen Saison geschehen soll.

Fest steht seitdem:

1: Die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen Abbruch beziehungsweise eine Annullierung der Saison 2020/2021 werden geprüft.

2: Handball soll möglichst draußen gespielt werden, da das bei den Erwachsenen bereits ab Inzidenzwert 50 erlaubt ist. Abhängig von Lockerungen soll über den Sommer ein Spielbetrieb angeboten werden, der als Pokalwettbewerb oder auf Rasen oder Sand laufen könnte.

3: Priorität soll die Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs für Kinder und Jugendliche haben. Sobald dies möglich ist, sollen diese Gruppen zuerst in die Halle zurückkehren, erst danach sind die Erwachsenen an der Reihe.

Letztes Spiel im März

„Weder der Landesverband noch wir bei der Region sehen zurzeit, dass wieder in der Halle gespielt werden kann“, sagt Lena Klemm, stellvertretende Vorsitzende Jugend bei der HRSON und Trainerin der C-Juniorinnen der HSG Nord. Ihre Mannschaft hatte zuletzt im März um Punkte gespielt. „Wir sind in der Corona-Pause nach Göteborg gelaufen“, sagt Klemm – und meint damit die Challenge, mithilfe der ihre Mädels online Kontakt untereinander hielten.

„Die Vereinsvertreter waren sich bei der Konferenz einig, dass unser Fokus zunächst auf den Kindern und Jugendlichen liegen sollte“, sagt der HRSON-Vorsitzende Olaf Denecke. „Aber wir wollen jetzt schon überlegen, wie es bei einem Saisonabbruch weitergehen könnte, damit wir nicht in einer Findungsphase zu viel Zeit verlieren.“

Eine einfache Punktspiel-Runde wäre noch möglich, wenn ab dem 14. März wieder gespielt werden könnte. Doch danach sieht es nach Meinung des Regions-Vorstandes und der Vereinsvertreter nicht aus. Der Landesverband will am 15. Februar festlegen, was mit dieser Saison passieren soll. Die HRSON hatte ohnehin für den 16. Februar eine Konferenz geplant, die dann einen der Landesverbands-Entscheidung entsprechenden Beschluss fassen könnte. Bis dahin soll die Beendigung der Saison rechtlich geprüft werden. „Wir wollen keine Sportgerichtsverfahren anschließend haben“, sagt Denecke.

Es könnte statt der Punktspiele Beach-Handball, Rasenturniere und Pokalturniere geben. „Die sollten aber regional begrenzt sein, damit wir nicht alle durch die Gegend kutschieren und die Ansteckungsgefahr so erhöhen“, sagt der HRSON-Vorsitzende. Der Regions-Vorstand hatte diese Varianten als sinnvoll angesehen, und Denecke sieht ihn nach der Online-Konferenz bestätigt: „Die Vereine sind gleicher Meinung.“

Von Matthias Press