03. August 2017 / 18:50 Uhr

Rasenpilz beim VfL Wolfsburg: Jetzt spricht der Platzwart

Rasenpilz beim VfL Wolfsburg: Jetzt spricht der Platzwart

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
VfL-Platzwart Peter Sauer kümmert sich um den Arena-Rasen.
VfL-Platzwart Peter Sauer kümmert sich um den Arena-Rasen.
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Der VfL und seine Sorgen um den Rasen in der VW-Arena - das Grün leidet unter Pilzbefall, der Rasen ist dadurch unbespielbar. Das Testspiel am Sonntag (16 Uhr) gegen den AC Florenz wird darum benachbarten AOK-Stadion ausgetragen. Wie schlimm steht's wirklich um den Platz in der Arena? Jetzt spricht der erfahrene VfL-Greenkeeper Peter Sauer.

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Der 45-Jährige kämpft mit seinem Team gerade gegen die schädigenden Pilz-Sorten "Pythium" (die sogenannte "Wurzelfäule“ verursacht und unter anderem häufig Cannabispflanzen befällt) und "Sommerfusarium", die immer wieder Sportrasen angreift, an. Mit Erfolg. Er sagt: "Wir haben die Krankheit im Griff, aber damit der Rasen keinen Rückschlag erleidet, mussten wir das Spiel gegen Florenz ins AOK-Stadion verlegen.“

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Pilzbefall auf dem VfL-Rasen

Grund für den Befall sind die extremen Witterungsumschwünge zwischen Hitze und Regen in den vergangenen Tagen. Trotz der zahlreichen kahlen Stellen auf dem Platz bleibt Sauer ganz ruhig. "Wenn die Umwelteinflüsse so sind wie zuletzt, kann sich der Pilz rasend schnell verbreiten und deshalb sieht der Platz gerade jetzt nicht besonders gut aus." Aber das werde sich in den nächsten Tagen bessern. Sauer weiter: "Die Pilzsorte gepaart mit den Witterungsbedingungen – das war der Killer."

Aber: "Wir haben jetzt Nachsaaten gemacht, jetzt muss gewässert werden", sagt Sauer, der sich nach dem Pilzbefall auch mit seinem Kollegen von den Bayern abgestimmt hat. Denn der hatte im vergangenen Jahr mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Mittlerweile spielen Arjen Robben und Co. wieder auf Naturrasen, bei den Bayern hat die Hybrid-Rasen-Technologie (das Grün besteht aus drei bis fünf Prozent Kunststoff-Halmen und Naturrasen) ausgedient. Es wurde einfach eine Grassode drübergelegt. Muss das auch der VfL machen? "Wir haben immer einen Plan B in der Hinterhand", sagt Thomas Franke, der beim Wolfsburger Bundesligisten Leiter für Infrastruktur und Organisation ist. Wie Plan B aussieht, will er nicht verraten. "Wir haben 2011 den Hybrid-Rasen als erster Bundesligist eingeführt, wir schätzen diese Technologie, mit der wir in den letzten vier Jahren zweimal den Pitch of the Year Award gewonnen haben“, fügt er hinzu.



Sauer und Franke sind zuversichtlich, dass das Grün in der Arena beim Ligastart gegen Dortmund zumindest wieder besser aussieht als momentan. Franke: "Der Start ist nicht gefährdet, wir haben ein sehr erfahrenes Greenkeeper-Team. Solche Rasen-Krankheiten können vorkommen, es ist nichts Außergewöhnliches." Er versichert: "Wir haben die Krankheit im Griff."