10. Januar 2020 / 16:16 Uhr

Rassismus-Debatte: Leverkusen-Star Nadiem Amiri fordert Spielabbrüche bei Vorfällen

Rassismus-Debatte: Leverkusen-Star Nadiem Amiri fordert Spielabbrüche bei Vorfällen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nadiem Amiri hat zu den wiederkehrenden rassistischen Äußerungen Stellung bezogen und erhebliche Konsequenzen gefordert
Nadiem Amiri hat zu den wiederkehrenden rassistischen Äußerungen Stellung bezogen und erhebliche Konsequenzen gefordert © imago images/Jörg Schüler
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Anhaltende fremdenfeindliche Äußerungen lassen in der Rassismus-Debatte im Fußball keine Ruhe einkehren. Nun äußerte sich Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen zum Thema - und machte sich für drastische Konsequenzen stark.

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Nadiem Amiri von Bundesligist Bayer Leverkusen hat drastische Schritte bei fremdenfeindlichen Äußerungen gefordert. "Stadionverbote nach rassistischen Schmähungen halte ich für absolut angemessen. Ich bin auch zu 100 Prozent dafür, dass Spiele abgebrochen werden können, wenn ein Spieler wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft beleidigt wird“, sagte der 23-Jährige der Rheinischen Post.

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Amiri, der in Ludwigshafen geboren wurde und afghanischer Abstammung ist, erklärte, dass er selbst schon Beleidigungen erlebt habe. "Das hat mir damals sehr weh getan, weil es das erste Mal war, dass ich so etwas in Deutschland erleben musste. Keiner sollte so eine Erfahrung machen. Alle Menschen haben die gleiche Blutfarbe", sagte der deutsche Nationalspieler. Ende 2019 hatte sich bereits Amiris Nationalmannschafts-Kollege Antonio Rüdiger für ein konsequenteres Vorgehen bei rassistischen Anfeindungen während eines Spiels eingesetzt. Der Verteidiger des FC Chelsea war zuvor von Fans der Tottenham Hotspur mit Affenlauten verhöhnt worden.

Fußball-Fan für fünf Jahre gesperrt

Vor allem in Italien ist Rassismus derzeit ein großes Problem. Mario Balotelli sah sich in der Vergangenheit regelmäßig fremdenfeindlichen Schmähungen ausgesetzt, den zuletzt erfolgreich nachgegangen wurde. Ein italienischer Fußball-Fan wurde aufgrund von fremdenfeindlichen Gesängen gegen den Stürmer von Hellas Verona beim Spiel gegen Brescia Calcio mit einem europaweiten Stadionverbot belegt, nachdem er anhand von Videoaufzeichnungen aus dem Stadion identifiziert worden war. Darüber hinaus musste Lazio Rom nach rassistischen Beleidigungen des eigenen Anhangs gegen Balotelli erst kürzlich eine Strafe von 20 000 Euro zahlen.

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