29. März 2021 / 20:29 Uhr

Nach rassistischen Beleidigungen gegen Wales-Kollegen: Gareth Bale wäre bei Social-Media-Boykott dabei

Nach rassistischen Beleidigungen gegen Wales-Kollegen: Gareth Bale wäre bei Social-Media-Boykott dabei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wales-Star Gareth Bale stärkt seinem Kollegen Rabbi Matondo den Rücken.
Wales-Star Gareth Bale stärkt seinem Kollegen Rabbi Matondo den Rücken. © IMAGO/Belga/PA Images (Montage)
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Die Wales-Profis Rabbi Matondo und Ben Cabango sind Opfer von rassistischen Beleidungen auf Instagram geworden. Matondo hat die Plattform daraufhin für ihre schwache Reaktion kritisiert. Wales-Kapitän Gareth Bale stärkte dem Youngster am Montag den Rücken.

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Es ist ein hässliches Problem, mit dem sich der Fußball immer wieder herumschlagen muss: Am Sonntag sind erneut zwei Profis in den Sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt worden. Der von Schalke 04 an Stoke City ausgeliehene Rabbi Matondo und sein Teamkollege in der walisischen Nationalmannschaft, Ben Cabango, wurden nach dem 1:0-Sieg über Mexiko online angefeindet. Matondo übte im Nachhinein deutliche Kritik an der Foto-Plattform Instagram, deren Reaktion er für unzureichend hielt, und löschte seinen Account. Am Montag bekam er nun Zuspruch von Wales-Kapitän Gareth Bale.

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Auch der aktuell von Real Madrid an Tottenham ausgeliehene Superstar der Waliser würde bei einem Boykott von Social Media mitmachen: "Wenn es alle auf einmal täten und nicht nur ein oder zwei Leute, wäre ich dabei", sagte er auf der Pressekonferenz der Waliser vor dem Spiel gegen Tschechien in der WM-Qualifikation am Dienstag (20.45 Uhr, DAZN). "Wenn es eine Kampagne gäbe, in der viele einflussreiche Leute aus dem Sport und anderen Bereichen auf Social Media handeln, um ein Zeichen zu setzen, könnte das helfen", meint Bale.

Matondo war nicht der erste, der wegen grassierender rassistischer Anfeindungen reagiert und seine Konten in den Sozialen Medien gelöscht hatte. Zuletzt hatte Frankreich-Legende Thierry Henry einen ähnlichen Schritt vollzogen und seine Accounts bei Instagram, Twitter und Facebook gelöscht. "Die schiere Masse an Rassismus, Schikanen und die daraus resultierende mentale Folter sind zu toxisch, um sie zu ignorieren", begründete er den Schritt.

Facebook löscht Instagram-Konten im Matondo-Fall

Die Instagram-Mutterfirma Facebook reagierte am Montag auf die Anfeindungen gegen Matondo: "Wir dulden keine rassistischen Beleidigungen auf Instagram und haben die Accounts, die diese Nachrichten an Rabbi Matondo geschickt haben, am Wochenende entfernt", teilte eine Facebook-Sprecherin mit.