24. Dezember 2019 / 13:14 Uhr

Rassismus-Eklat: Chelsea-Trainer Frank Lampard sichert Antonio Rüdiger Unterstützung zu

Rassismus-Eklat: Chelsea-Trainer Frank Lampard sichert Antonio Rüdiger Unterstützung zu

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Chelsea-Trainer Frank Lampard (links) stärkt Antonio Rüdiger.
Chelsea-Trainer Frank Lampard (links) stärkt Antonio Rüdiger. © dpa/Montage
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Chelsea-Star Antonio Rüdiger kann sich auf seinen Trainer Frank Lampard verlassen. Nach rassistischen Beleidigungen der Tottenham-Fans im Derby gegen den deutschen Nationalspieler stellt sich der Chelsea-Coach hinter seinen Verteidiger.

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Nationalspieler Antonio Rüdiger vom FC Chelsea hat nach rassistischen Rufen gegen ihn Zuspruch durch seinen Trainer Frank Lampard erhalten. Der Coach des Londoner Premier-League-Klubs sagte bereits am Montag vor Journalisten, er werde sich die Zeit nehmen und Rüdiger sagen, dass er ihn unterstütze. Fans von Tottenham Hotspur hatten Rüdiger bei Chelseas 2:0-Erfolg am Wochenende mehrfach rassistisch beleidigt. Der 26 Jahre alte Abwehrspieler hatte dies dem Schiedsrichter gemeldet und danach per Twitter geschrieben, er hoffe auf die baldige Ergreifung der Täter. Zudem bedankte sich Rüdiger für den Zuspruch vieler Tottenham-Fans.

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Lampard nahm Rüdiger zudem gegen Kritik durch Tottenham-Trainer José Mourinho in Schutz. Nach einem leichten Nachtreten des Ex-Bundesligaprofis Heung-Min Song, der dafür die Rote Karte sah, hatte sich Rüdiger nach Mourinhos Ansicht fallen lassen. Der Portugiese meinte dazu am Montag: "Steh auf, Mann, und spiele. Das ist die Premier League." Lampard räumte ein, Sons Tritt sei nicht brutal, aber dennoch rotwürdig gewesen. Er werde deswegen nicht Rüdigers Integrität in Frage stellen. Mourinho betonte bei seinen Ausführungen, er trenne sie von den rassistischen Zwischenfällen.

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Nach den rassistischen Beleidigungen kündigte die britische Regierung die Zusammenarbeit mit dem englischen Fußballverband und der Premier League an. "Natürlich müssen die Fußballverbände mehr tun, um dieses Problem zu lösen. Wir sind entschlossen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und es aus der Welt zu schaffen", sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson am Montag. "Rassismus ist in allen Lebensbereichen völlig inakzeptabel", teilte Innenministerin Priti Patel in London mit. "Der Fußball ist da keine Ausnahme." Bei solchen Taten könnte eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten und ein zehnjähriges Stadionverbot drohen.