26. August 2021 / 09:40 Uhr

Rassismus-Eklat in der 3. Liga? Magdeburg-Profis erheben Vorwürfe gegen Saarbrücken-Verteidiger Erdmann

Rassismus-Eklat in der 3. Liga? Magdeburg-Profis erheben Vorwürfe gegen Saarbrücken-Verteidiger Erdmann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Saarbrücken-Verteidiger Dennis Erdmann werden rassistische Äußerungen vorgeworfen.
Saarbrücken-Verteidiger Dennis Erdmann werden rassistische Äußerungen vorgeworfen. © IMAGO/Jan Huebner/Christian Schroedter/Jan Huebner (Montage)
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Beim Drittliga-Duell zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem 1. FC Magdeburg am Mittwochabend soll es zu rassistischen Zwischenfällen gekommen sein. Die Magdeburg-Profis Baris Atik und Amara Condé erhoben im Nachgang der Partie entsprechende Vorwürfe – insbesondere gegen Saarbrücken-Verteidiger Dennis Erdmann.

Während der Drittliga-Partie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem 1. FC Magdeburg soll es am Mittwochabend zu rassistischen Beleidigungen gekommen sein. Das behaupten die Magdeburger Profis Baris Atik und Amara Condé und werfen dabei insbesondere Saarbrücken-Verteidiger Dennis Erdmann, der zwischen 2017 und 2019 selbst in Magdeburg unter Vertrag stand, entsprechende verbale Äußerungen vor. "Er hat Amara Condé, Sirlord Conteh und mich rassistisch beleidigt", wird Atik von der Bild zitiert. "Das kann man nicht dulden. Klar sind Emotionen drin, aber rassistisch beleidigt zu werden, ist richtig asozial."

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Atiks Teamkollege Amara Condé wollte den Sender der Beleidigungen zwar nicht konkret benennen, bestätigte aber Äußerungen in seine Richtung und die seiner Mitspieler: "Ich möchte niemanden bewusst angreifen, aber das geht so gar nicht. Das meiste ging gegen unseren Mitspieler Sirlord Conteh", erklärte der Mittelfeldspieler. "Das war der Wahnsinn, da kamen Sprüche wie 'Sag deinen Eltern, die sollen wieder zurückpaddeln'. Das N-Wort hast du permanent gehört und immer war eine dreckige Lache dabei."

Erdmann selbst wies die Anschuldigungen zurück. Saarbrücken-Pressesprecher Peter Müller zitierte den Defensivmann mit den Worten: "Ich habe lediglich gesagt, halte die Klappe und spiele weiter Fußball. Der Schiedsrichter stand dabei direkt daneben." Referee Dr. Robert Kampka habe von derartigen Äußerungen nichts mitbekommen, wie er auf Nachfrage der Bild betonte. Auch im Spielberichtsbogen seien keine Anmerkungen zu finden.


Sportlich hat Saarbrücken sein Vorhaben indes wahr gemacht und den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Magdeburg von der Spitze der 3. Liga gestürzt. Die Saarländer setzten sich mit 2:1 durch und rückten im Tableau mit zehn Punkten auf den fünften Rang vor. Adriano Grimaldi (65. Minute) egalisierte das frühe Tor des Magdeburgers Atik (8.), Robin Scheu sorgte nur vier Minuten später per Foulelfmeter für den umjubelten Endstand.