06. März 2020 / 11:30 Uhr

Vorfälle um Torunarigha und Kwadwo: DFB-Präsident Fritz Keller erklärt Rassismus zu "wichtigstem Thema"

Vorfälle um Torunarigha und Kwadwo: DFB-Präsident Fritz Keller erklärt Rassismus zu "wichtigstem Thema"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller will nach den Vorfällen gegen Jordan Torunarigha und Leroy Kwadwo (v. li.) gegen Rassismus vorgehen.
DFB-Präsident Fritz Keller will nach den Vorfällen gegen Jordan Torunarigha und Leroy Kwadwo (v. li.) gegen Rassismus vorgehen. © Getty Images/imago images/Laci Perenyi/foto2press/Montage
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Nach den jüngsten rassistischen Vorfällen um Hertha-Profi Jordan Torunarigha und Würzburgs Leroy Kwadwo hat DFB-Präsident Fritz Keller am Freitag im Rahmen einer Experten-Anhörung Rassismus-Bekämpfung zur Priorität des Verbandes ausgerufen. 

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Für DFB-Präsident Fritz Keller hat das Thema Rassismus oberste Priorität. "Dass wir als Fußball alles daransetzen, gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diffamierung aufzustehen, ist vielleicht das wichtigste Thema derzeit", sagte er am Donnerstag bei einer Experten-Anhörung zum Rassismus in der Frankfurter Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes. "Deshalb bin ich dankbar, dass wir heute so viele mit am Tisch sitzen haben, die bei diesen Themen Haltung zeigen", hieß es in einer Mitteilung vom Freitag.

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Zur Expertenrunde waren unter anderen die ehemaligen Nationalspieler Gerald Asamoah, Cacau und Jimmy Hartwig sowie Vertreter von Organisationen, die sich gegen antisemitische, muslimenfeindliche oder rassistische Anfeindungen wehren müssen, eingeladen.

Cacau fordert Sensibilisierung im Kindes- und Jugendalter

Zuletzt war es mit den Anfeindungen gegen Jordan Torunarigha (Hertha BSC) und Leroy Kwadwo (Würzburger Kickers) zu zwei offen rassistischen Vorfällen im Profibereich gekommen. Bei dem Treffen am Freitag sei es laut DFB in erster Linie um einen Erfahrungsaustausch gegangen. Von entscheidender Bedeutung sei gewesen, "dass Spieler, die Rassismus und Diskriminierung erleiden, den Schutz und die Fürsorge des Fußballs erfahren", hieß es in der Mitteilung.

"Wir sollten und müssen den Sport nutzen, um Stereotypen abzubauen", sagte Alon Meyer, der Präsident des jüdischen Turn- und Sportverbands Makkabi Deutschland. "Die Sensibilisierung der Kinder und jungen Spieler, auch im Spitzenfußball, ist ein wichtiges Thema", meinte Cacau, der Integrationsberater des DFB.