22. Juli 2021 / 13:18 Uhr

Nach rassistischen Beleidigungen: Mesut Özil zollt England-Sündenbock Bukayo Saka Respekt

Nach rassistischen Beleidigungen: Mesut Özil zollt England-Sündenbock Bukayo Saka Respekt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Nationalspieler Mesut Özil forderte mehr Respekt für Bukayo Saka und nahm seinen ehemaligen Mitspieler bei den Gunners in Schutz.
Ex-Nationalspieler Mesut Özil forderte mehr Respekt für Bukayo Saka und nahm seinen ehemaligen Mitspieler bei den "Gunners" in Schutz. © IMAGO/PA Images/Seskim Photo (Montage)
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Im EM-Finale trat Bukayo Saka als letzter englischer Schütze im Elfmeterschießen an - und scheiterte. Im Anschluss musste er unzählige rassistischen Beleidigungen über sich ergehen lassen. Nun reagierte Mesut Özil, der den Youngster aus gemeinsamen Zeiten beim FC Arsenal kennt, auf die Vorkommnisse. 

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Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil hat mehr Respekt für seinen früheren Arsenal-Kollegen Bukayo Saka gefordert. Dieser hatte im EM-Finale gegen Italien den entscheidenden Elfmeter für England verschossen. "In einem Endspiel, als Letzter, die Verantwortung für eine ganze Nation zu übernehmen, als junger Spieler - Respekt", sagte Özil im Interview dem britischen Sender Sky Sports News. "Nicht viele Spieler würden sich das trauen."

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Saka habe ihm sehr leidgetan, sagte der Fenerbahce-Profi. Özil hatte bis Januar in London bei den Gunners unter Vertrag gestanden. Er kritisierte, dass der 19-jährige Saka nach seinem Fehlschuss rassistisch beleidigt wurde, äußerte aber wenig Hoffnung, dass sich die Lage in Zukunft verbessert.

Özil glaubt nicht an Besserung

"Es wird immer Leute geben, die rassistisch beleidigen und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründe und Hautfarben zum Sündenbock machen", sagte der 32-Jährige. "Wir sollten uns mehr auf positive Botschaften konzentrieren, die die Spieler stärken."

Özil war 2018 nach der verkorksten WM in Russland aus dem deutschen Nationalteam zurückgetreten und hatte Rassismusvorwürfe erhoben. Wegen seiner Nähe zum türkischen Staatspräsidenten Erdogan stand er jedoch selbst in der Kritik.