04. Dezember 2019 / 11:11 Uhr

Rassismus-Problem in Serie A: Liga-Direktor mit absurdem Mikrofon-Vorschlag

Rassismus-Problem in Serie A: Liga-Direktor mit absurdem Mikrofon-Vorschlag

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Serie-A-Direktor Luigi De Siervo fordert die Mikrofone abzuschalten, sollten Fans erneut Profis in den Stadien der Serie A rassistisch beleidigen. Zuletzt war unter anderem Mario Balotelli wiederholt Opfer von Anfeindungen geworden.
Serie-A-Direktor Luigi De Siervo fordert die Mikrofone abzuschalten, sollten Fans erneut Profis in den Stadien der Serie A rassistisch beleidigen. Zuletzt war unter anderem Mario Balotelli wiederholt Opfer von Anfeindungen geworden. © imago images/HochZwei/Syndication/Pacific Press Agency/Montage
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In den letzten Wochen häuften sich rassistische Vorfälle in italienischen Stadien und Profis wie Mario Balotelli oder Romelu Lukaku wurden diskriminiert. Nun fordert Liga-Direktor Luigi de Siervo die Mikrofone der Medienvertreter einfach abzuschalten, wenn sich Anhänger erneut daneben benehmen sollten.

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In der Rassismusdebatte im italienischen Profifußball ist jetzt Serie-A-Direktor Luigi De Siervo in die Schlagzeilen geraten. Die Zeitung La Repubblica veröffentlichte am Dienstag auf ihrer Internetseite einen Audio-Mitschnitt, auf dem De Siervo vorschlägt, die Mikrofone im Stadion abzuschalten, sollten Fans rassistische Gesänge anstimmen. Die rassistischen Sprechchöre wären dann nicht im Fernsehen zu hören.

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Der Zeitung zufolge wurden die Äußerungen anscheinend heimlich bei einem Treffen hochrangiger Vertreter der Serie A im September aufgezeichnet. De Siervo gab laut des Blattes zu, dass es sich um seine Stimme handele. Er kündigte rechtliche Schritte an, sagte aber nicht, gegen wen.

Serie-A-Direktor De Siervo erklärt seinen Mikrofon-Vorschlag

Balotelli und Lukaku wiederholt beschimpft

In den italienischen Stadien werden dunkelhäutige Spieler immer wieder mit rassistischen Chören und Affenlauten beleidigt. Häufige Zielscheibe sind die Stürmer Mario Balotelli von Brescia Calcio und Romelu Lukaku von Inter Mailand. Anfang November kam es im Stadion von Hellas Verona beim Heimspiel gegen Brescia zu einem Eklat, als Balotelli während eines Angriffs den Ball stoppte, ihn in die Hände nahm und in Richtung eines Fanblocks der Gastgeber schoss. Die Klubs der Serie A kündigten danach einen Kampf gegen den Rassismus an.

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Rassistische Beleidigungen dunkelhäutiger Profis hatten sich in den letzten Wochen in europäischen Stadien gehäuft. In der zweiten niederländischen Liga wurde ein Spieler von Excelsior Rotterdam von gegnerischen Fans beleidigt, in der EM-Quali beleidigten bulgarische Fans die englischen Spieler und rumänische Fans den Schweden Alexander Isak. Der Ex-BVB-Stürmer wurde sogar mit einem Golfball beworfen. Liverpool-Star Georginio Wijnaldum und DFB-Verteidiger Antonio Rüdiger hatten daraufhin bereits angekündigt, nicht mehr weiterspielen zu wollen und das Feld zu verlassen, sollten sie diskriminiert werden.

Ligen und Vereine starteten aufgrund der Vorkommnisse zuletzt häufiger Aktionen gegen Rassismus und Antisemitismus. Eintracht Frankfurt zum Beispiel lief in einem speziellen Trikot für mehr Vielfalt und Akzeptanz auf und in den beiden ersten holländischen Ligen wurde Ende November in der ersten Spielminute der Partien gestreikt und nicht gekickt.

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