03. Mai 2018 / 07:20 Uhr

Rassismus-Attacke in der Bundesliga: Frankfurt-Star klagt an

Rassismus-Attacke in der Bundesliga: Frankfurt-Star klagt an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach seinem Foul an Goretzka wurde Gelson Fernandes Opfer einer rassistischen Attacke.
Nach seinem Foul an Goretzka wurde Gelson Fernandes Opfer einer rassistischen Attacke. © imago/dpa
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Gelson Fernandes wurde nach dem Pokal-Halbfinale gegen Schalke offenbar übel mitgespielt. Das schildert der Schweizer, der nach einem Foul gegen Leon Goretzka Rot sah. Die Attacke klingt widerwärtig.

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Ekelhafter geht es kaum: Der deutsche Fußball sieht sich in der Schlussphase der Saison mit einem besonders widerwärtigen Fall von Rassismus konfrontiert. Nach seiner Roten Karte im Pokal-Halbfinale gegen Schalke (1:0) vor zwei Wochen wurde der Schweizer Gelson Fernandes offenbar Opfer einer rassistisch motivierten Attacke auf Instagram. Das berichtete der Mittelfeldspieler in einem Interview mit der Zeitung Blick.

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Fernandes war nach einem Foul gegen Schalkes Leon Goretzka vom Platz gestellt worden und ist fürs Endspiel im Berliner Olympiastadion gesperrt. Das Einsteigen gegen den Nationalspieler konnte ein Schalke-Fan offenbar nicht verwinden - er flüchtete sich in einen rassistischen Wutanfall. Was wurde geschrieben? Laut Fernandes folgendes: „Du bist ein Sohn von Affen. Ich hoffe, jemand beendet Deine Laufbahn. Du hättest ihn ernsthaft verletzen und seine Karriere zerstören können... Sohn einer Affen-Schlampe.“


"Du bist hilflos und verletzt"

Mieseste Beleidigungen, die mit Kritik nichts mehr gemein haben. Fernandes hat diese Attacke heftig zugesetzt. "Es tut weh, du bist hilflos und verletzt. Aber ich finde es vor allem dumm und unnötig und frage mich, wie man so denken kann." Der Schweizer Nationalspieler, der schon für Manchester City, AS Saint-Etienne, Chievo Verone, Udinese Calcio, Sporting Lissabon und den SC Freiburg spielte, kam im vergangenen Sommer von Stade Rennes zur Eintracht und kam seither in 20 Spielen zum Einsatz.

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Der 31-Jährige wurde 1986 auf den Kapverden geboren und kam als Kind in die Schweiz, wo er seither aufwuchs. Sein Land repräsentierte er bereits 64 Mal, bei der WM in Russland dürften weitere Einsätze hinzu kommen. Rassismus ist für Fernandes leider keine neue Erfahrung: Schon in Italien wurde der Schweizer auf diese Art attackiert - es bleibt die Hoffnung, dass der fremdenfeindliche Instagram-Post seine letzte Erfahrung in diese Richtung bleiben wird...