22. März 2019 / 12:22 Uhr

Rassismus-Skandal beim Länderspiel in Wolfsburg: Drei Männer stellen sich

Rassismus-Skandal beim Länderspiel in Wolfsburg: Drei Männer stellen sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rassismus-Skandal beim Länderspiel: Sané und Gündogan wurden übelst beschimpft.
Pöbeleien gegen farbige Spieler: Die Stadionsbesucher bezeichneten Leroy Sané immer wieder als „Neger“. © imago images / Jan Huebner
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„Neger“, „Türke“ und „Heil Hitler“: Drei Stadionsbesucher waren beim Länderspiel wegen rassistischer Pöbeleien aufgefallen. Jetzt haben sie sich freiwillig gestellt.

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Die drei Männer, die beim Länderspiel am Mittwoch im Wolfsburger Stadion fremdenfeindlich gegen die DFB-Spieler Ilkay Gündogan und Leroy Sané gepöbelt hatten (der SPORTBUZZER berichtete), haben sich bei der Polizei Wolfsburg freiwillig gestellt. Alle drei kommen aus der Region Braunschweig und sind weder vorbestraft noch bisher in Verbindung mit der rechten Szene aufgefallen.

Laut Wolfsburger Polizeibeamten haben sich die drei auf Grund des großen öffentlichen Drucks gestellt. Die drei Männer hatten beim Freundschaftsspiel der deutschen Mannschaft gegen Serbien (1:1) in der VW-Arena besonders gegen Leroy Sané und Ilkay Gündogan gepöbelt. Immer wieder seien die Begriffe „Neger“ und „Türke“ gefallen, das hatte der Journalist André Voigt am nächsten Morgen in einem Facebook-Live-Video berichtet. Sogar Äußerungen wie „Heil Hitler“ seien gefallen, so Voigt. Das Video löste ein großes Medien-Echo aus.

Pressestimmen zum Unentschieden zwischen Deutschland und Serbien

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Die Pressestimmen zum 1:1 zwischen Deutschland und Serbien. ©
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Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Volksverhetzung

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Volksverhetzung gegen die drei 30- bis 40-Jährigen, schon Anfang nächster Woche soll der Vorgang an die Staatsanwaltschaft Braunschweig abgegeben werden.

Mehr zum Rassismus-Skandal

Der DFB verurteilte den Zwischenfall in einer Stellungnahme auf das Schärfste. Auch in der Mannschaft waren die rassistischen Ausfälle Thema. "Ich habe mir das Video angeschaut. Es hat mich sehr bewegt. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Da antwortet man auf die Frage nach der Nationalität mit Schalke, Dortmund oder Bochum", sagte Leon Goretzka.

Olaf Gösmann von der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt rät im Zusammenhang mit rassistischen Pöbeleien: „Wer Kenntnis von einer Straftat hat, sollte sich an die Polizei wenden.“

Nationalmannschaft: Alle Debütanten unter Joachim Löw

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Von Frederike Müller / Steffen Schmidt

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