09. Januar 2020 / 19:16 Uhr

Nach Rassismus-Rufen gegen Mario Balotelli: Europaweites Stadionverbot für Fan

Nach Rassismus-Rufen gegen Mario Balotelli: Europaweites Stadionverbot für Fan

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Verona-Fan, der Stürmer Mario Balotelli während des Serie-A-Spiels von Brescia gegen Hellas rassistisch beleidigt hat, darf europaweit kein Stadion mehr betreten.
Ein Verona-Fan, der Stürmer Mario Balotelli während des Serie-A-Spiels von Brescia gegen Hellas rassistisch beleidigt hat, darf europaweit kein Stadion mehr betreten. © imago images/Gribaudi/ImagePhoto/Montage
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Nach rassistischen Beleidigungen gegen den italienischen Stürmer Mario Balotelli ist nun ein Fan von Hellas Verona europaweit aus den Stadien verbannt worden. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.

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Ein italienischer Fußballfan darf wegen rassistischer Gesänge gegen Stürmer-Star Mario Balotelli fünf Jahre lang europaweit kein Stadion mehr betreten. Das entschied die Polizeipräsidentin von Verona, Ivana Petricca, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag berichtete. Zuvor hatte die Polizei den 38 Jahre alten Verona-Fan anhand von Videoaufnahmen aus dem Marcantonio Bentegodi-Stadion der Stadt identifiziert.

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Dort war Balotelli am 3. November 2019 während des Serie-A-Spiels seines Vereins Brescia Calcio gegen Hellas Verona rassistisch beleidigt worden. Der 38-Jährige darf Ansa zufolge zudem nicht mehr in die Fanzonen, wo sich die Anhänger von Verona auf ihrem Weg zum Bentegodi-Stadion für gewöhnlich treffen. Der 29-jährige Balotelli wurde in Italien als Kind ghanaischer Eltern geboren. Er ist bereits wiederholt Opfer von rassistischen Gesängen sowie Buhrufen geworden.

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Rassistische Vorfälle häufen sich - Klubs reagieren

Erst kürzlich hatten Fans von Lazio Rom Balotelli während eines Spiels rassistisch beleidigt, der Klub muss nun 20.000 Euro Strafe zahlen. Immer wieder Ziel rassistischer Anfeindungen in der Serie A ist auch der belgische Nationalstürmer Romelu Lukaku von Inter Mailand. Die italienischen Vereine hatten außerdem ein härteres Vorgehen gegen derartige Vorfälle angekündigt.