30. September 2021 / 22:36 Uhr

Erneuter Rassismus-Skandal bei Sparta Prag: Kinder beleidigen Rangers-Profi Kamara

Erneuter Rassismus-Skandal bei Sparta Prag: Kinder beleidigen Rangers-Profi Kamara

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Glen Kamara von den Glasgow Rangers wurde am Rande der Europa-League-Partie gegen Sparta Prag rassistisch beleidigt.
Glen Kamara von den Glasgow Rangers wurde am Rande der Europa-League-Partie gegen Sparta Prag rassistisch beleidigt. © IMAGO/Shutterstock
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Sparta Prag steht erneut im Mittelpunkt eines Rassismus-Skandals. Nachdem die UEFA wegen Vorfällen im Spiel gegen die AS Monaco bei der Partie gegen die Glasgow Rangers am Donnerstag nur Kinder und Jugendliche ins Stadion ließ, beleidigten diese Rangers-Profi Glen Kamara.

Mittelfeldspieler Glen Kamara vom schottischen Meister Glasgow Rangers ist erneut rassistisch beleidigt worden. Beim Europa-League-Spiel bei Sparta Prag diesmal allerdings nicht auf dem Rasen vom Gegner - sondern von Kindern auf den Tribünen. Der 25-Jährige wurde am Donnerstagabend beim 1:0-Sieg der Tschechen von zahlreichen der 10.000 jugendlichen Slavia-Fans bei jedem Ballkontakt ausgebuht, zudem beleidigten sie ihn Medienberichten zufolge rassistisch.

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Eigentlich sollte aufgrund eines Rassismus-Skandals beim Sparta-Spiel in der Champions-League-Qualifikation gegen die AS Monaco (0:2), bei dem der dunkelhäutige AS-Spieler Aurelien Tchouameni (21) mehrfach von Prag-Anhängern beleidigt worden war, das Duell gegen die Schotten vor leeren Tribünen ausgetragen werden. Der tschechische Serienmeister schlug allerdings vor, dass 10.000 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren sowie ihre Betreuer mit einer Ausnahmegenehmigung ins Stadion dürfen.

Kamara, der am Donnerstag 16 Minuten vor dem Ende auch noch des Feldes verwiesen wurde, war zuvor schon in einen rassistischen Vorfall verwickelt gewesen. Er hatte im vergangenen Jahr nach einem Spiel gegen Slavia Prag dem gegnerischen Spieler Ondrej Kudela (34) eine "abscheuliche rassistische Beleidigung" vorgeworfen. Daraufhin sperrte die UEFA Kudela, der alles bestritt, für zehn Spiele.