11. April 2016 / 13:10 Uhr

Rassismus-Vorwürfe und Polizei-Eskorte: Regionalliga Nord-Spitzenspiel eskaliert

Rassismus-Vorwürfe und Polizei-Eskorte: Regionalliga Nord-Spitzenspiel eskaliert

Dieter Kracht
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hitzige Atmosphäre: Das Regionalliga-Spitzenspiel zwischen dem VfB Oldenburg und dem VfL Wolfsburg II lief am Sonntag aus dem Ruder.
Hitzige Atmosphäre: Das Regionalliga-Spitzenspiel zwischen dem VfB Oldenburg und dem VfL Wolfsburg II lief am Sonntag aus dem Ruder. © Imago
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In der Partie VfB Oldenburg gegen VfL Wolfsburg II ging es sportlich um viel. Die Folge: drei Platzverweise, eine Unterbrechung, Rassismusvorwürfe und eine Abreise unter Polizei-Eskorte.

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Wichtiger 2:1-Auswärtssieg des VfL Wolfsburg II in der Fußball-Regionalliga beim VfB Oldenburg -doch das Sportliche stand am Sonntag bei diesem Spitzenspiel nicht im Mittelpunkt. Drei Platzverweise, eine Unterbrechung, schwere Vorwürfe von VfB-Coach Dietmar Hirsch, VfL-Abreise unter Polizeischutz - es ging hitzig zu.

Oldenburgs Coach behauptete nach der Partie, dass VfL-Spieler sowie Offizielle rassistische Beleidigungen geäußert haben sollen. Aussagen, die Pablo Thiam, der in Oldenburg mit auf der Bank saß, so nicht stehen lassen will. „Wir wehren uns ausdrücklich gegen die Vorwürfe, während und nach dem Spiel rassistische Äußerungen getätigt zu haben. So etwas hat beim VfL Wolfsburg grundsätzlich keinen Platz, davon distanzieren wir uns ganz klar“, betont der Ex-Profi in einer Stellungnahme des Klubs.

VfL-Kicker bleiben zur Sicherheit in der Kabine

„Es war eine sehr hitzige Atmosphäre und wir haben alles getan, um die Situation zu beruhigen“, so der Sportliche Leiter des VfL II weiter. „So haben unsere Spieler nach Abpfiff sofort versucht, den Platz verlassen, um nicht in tumultartige Szenen zu geraten.“ Und: „Ich kann mir die Aussagen und Vorwürfe der Oldenburger nur so erklären, dass sie noch unter dem Eindruck der sehr emotionalen 90 Minuten entstanden sind.“

So blieben die Spieler noch eine Stunde in der Kabine, weil sich 100 aggressiv auftretende Oldenburger Fans am Ausgang versammelt hatten. Unter Polizeischutz verließ der Wolfsburger Mannschafts-Bus dann das VfB-Gelände.

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