05. Mai 2021 / 18:11 Uhr

Nach Rassismus-Wirbel um Jens Lehmann: Aogo reagiert – "Zweite Chance verdient"

Nach Rassismus-Wirbel um Jens Lehmann: Aogo reagiert – "Zweite Chance verdient"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gab nun seit Statement zum Rassismus-Wirbel um Jens Lehmann ab: Dennis Aogo.
Gab nun seit Statement zum Rassismus-Wirbel um Jens Lehmann ab: Dennis Aogo. © IMAGO/Revierfoto/Joachim Sielski (Montage)
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Nach dem Rassismus-Wirbel um eine Whatsapp-Nachricht von Jens Lehmann an Dennis Aogo hat sich Aogo via Instagram zu Wort gemeldet. Er nahm eine Entschuldigung des Ex-Torhüters an und betonte: "Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient."

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Eine Whatsapp-Nachricht von Jens Lehmann an Dennis Aogo, in der das Wort "Quotenschwarzer" fiel, hat am Mittwoch für reichlich Wirbel gesorgt. Aogo, wie Lehmann ehemaliger Nationalspieler, hatte einen Screenshot von der Nachricht in seiner Instagram-Story veröffentlicht. Jetzt äußerte sich Aogo – abermals via Instagram – zu dem Vorfall.

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Aogo bestätigte Gespräche mit dem WM-Torwart von 2006: "Ich habe mit ihm heute schon zweimal telefoniert, ich nehme seine Entschuldigung an", sagte der frühere Bundesliga-Profi, der unter anderem für den Hamburger SV und Schalke 04 gespielt hatte. "Ich fand nicht gut, was er geschrieben hat, fand auch die Formulierung nicht gut. Es war auch ein Stück weit respektlos, weil man so etwas nicht schreibt, egal an wen die Nachricht adressiert war." Dennoch will er Lehmann eine weitere Chance geben: "Trotzdem: Jeder Mensch macht Fehler, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient", nahm Aogo den Ex-Torwart Lehmann in Schutz

Aogo, der seit Beginn dieser Saison regelmäßig beim TV-Sender Sky als Experte auftritt, kündigte auch ein zeitnahes Treffen mit Lehmann an. Dann wolle man "das Thema, wie zwei Männer es tun, hoffentlich aus dem Weg räumen", fügte der 34-Jährige hinzu. Er finde es auch nicht gut, dass "sich alle jetzt auf ihn stürzen".

Für Lehmann hatte die umstrittene Textnachricht schnell Konsequenzen. Hertha BSC und Investor Lars Windhorst entließen ihn aus dem Aufsichtsrat des Hauptstadtklubs. Sky und Sport1, in deren Sendungen auch Lehmann regelmäßig zu sehen war, distanzierten sich von dem 51-Jährigen und kündigten an, diesen vorerst nicht mehr als Gast einzuladen. "Wir hatten Jens Lehmann oft bei Sky als Gast in unserem Programm, sind sehr enttäuscht über sein Verhalten und planen, ihn jetzt nicht mehr als Gast in unsere Sendungen einzuladen", schrieb Sky-Sportchef Charly Classen in einer Stellungnahme am Mittwoch.