29. April 2021 / 12:21 Uhr

Gegen rassistische Anfeindungen: Auch der FC St. Pauli beteiligt sich an Social-Media-Boykott

Gegen rassistische Anfeindungen: Auch der FC St. Pauli beteiligt sich an Social-Media-Boykott

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zusammen gegen Rassismus im Netz: Der FC St. Pauli unterstützt den Social-Media-Boykott.
Zusammen gegen Rassismus im Netz: Der FC St. Pauli unterstützt den Social-Media-Boykott. © IMAGO / Comsport
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Vom 30. April bis zum 3. Mai werden die Klubs der englischen Premier League die sozialen Medien boykottieren. Auch der FC St. Pauli beteiligt sich an der Protestaktion. Damit soll Aufmerksamkeit auf rassistische Beleidigungen und Anfeindungen bei Instagram, Twitter und Co. gelenkt werden. 

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Zweitligist St. Pauli beteiligt sich am Social-Media-Boykott, der von den Klubs der englischen Premier League als Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung initiiert worden ist. Wie der Kiezklub am Donnerstag mitteilte, werden die an diesem Wochenende spielfreien Hanseaten von Freitagmorgen bis Montagabend jegliche Kommunikation auf den entsprechenden Plattformen einstellen. Am Montag hatte sich als erster deutscher Klub bereits die TSG Hoffenheim dem Protest angeschlossen.

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"Hass und Hetze im Netz in den Kommentarspalten werden zum Alltag. Dieses weltweite Problem muss angegangen werden. Von den Regierungen, aber vor allem von den Social-Media-Unternehmen", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Der FC St. Pauli zeige sich solidarisch mit allen Menschen, die Opfer von Hetze und Diskriminierung in den sozialen Medien geworden seien.

Am Sonntag hatten englische Klubs aus der englischen Premier League und weiteren Spielklassen den Protest initiiert. Der Boykott richtet sich vor allem gegen die Netzwerke Twitter, Instagram und Facebook. "Die schockierenden Beleidigungen, die Spieler in sozialen Netzwerken hinnehmen müssen, müssen ein Ende haben", forderte dazu Premier-League-Chef Richard Masters. Zahlreiche Spieler hatten zuletzt rassistische Angriffe in den sozialen Medien erlebt – darunter auch Liverpools Sadio Mane, Marcus Rashford von Manchester United und Dortmunds Jude Bellingham.