21. August 2018 / 12:24 Uhr

Rassistische Ausfälle gegen den Altenholzer Webessie

Rassistische Ausfälle gegen den Altenholzer Webessie

Jürgen Griese
Der Eckernförder Melwin Horstmann (Mitte, am Ball) wird von den Osterrönfeldern Özgür Cavdar (vorne) und Sören Müller in die Zange genommen.
Der Eckernförder Melwin Horstmann (Mitte, am Ball) wird von den Osterrönfeldern Özgür Cavdar (vorne) und Sören Müller in die Zange genommen. © Karsten Freese
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 Fußball-Landesliga Schleswig: Ein 3:4 mit üblem Beigeschmack - ESV verliert erneut – GSC siegt 4:0

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Üble Randerscheinungen begleiteten die erste Saisonniederlage des TSV Altenholz. Die bereits dritte Pleite im erst vierten Saisonspiel kassierte der Eckernförder SV, der damit auf einen Abstiegsplatz der Fußball-Landesliga Schleswig zurückfiel. Ansteigende Form hingegen bewies der Gettorfer SC gegen Schleswig 06.

FC Reher/Puls – TSV Altenholz 4:3 Diese Begegnung könnte ein gerichtliches Nachspiel haben: Nach den rassistischen Ausfällen von Zuschauern gegen den Altenholzer Pierre-Didier Webessie erwägt dessen Klub, juristische Schritte einzuleiten. TSV-Trainer Kristian Hamm war nach dem Schlusspfiff spürbar geschockt: „Wenn in einem engen Fußballspiel auf und außerhalb des Platzes die Emotionen hochkochen, habe ich dafür vollstes Verständnis. Aber so etwas wie heute geht gar nicht.“ Nachdem Webessie in der Schlussphase wiederholt als „Negerschwein“ bezeichnet worden sein soll, das man besser wegsperren solle, sah der TSV-Angreifer in doppelter Hinsicht rot und ließ sich nach dem Schlusspfiff seinerseits zu einer Beleidigung hinreißen, für die ihn der Schiedsrichter mit einer Roten Karte bestrafte.

Nun hoffen die Altenholzer Verantwortlichen auf Verständnis seitens des SHFV. Die Tore in dieser Begegnung, in der der TSV Altenholz übrigens seine erste Saisonniederlage kassierte, erzielten die Reher Mirco Göttsche (11.), Andre Albers (14.), Lasse Dau (26.) und Ipke Mertens (80.) sowie die Altenholzer Niko Domnick (24.), Webessie (41.) und Tim Netzel (65.).

Gettorfer SC – Schleswig 06 4:0 Die Gettorfer waren vom Anpfiff an hellwach und hätten schon vor dem von Yannik Herzig erzielten 1:0 (16.) in Führung gehen können. „Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann war es der Umstand, dass wir das Spiel bei mehr Treffsicherheit noch souveräner hätten gestalten können“, kommentierte GSC-Trainer Christian Schössler später das Geschehen. So aber verlief die Partie phasenweise recht spannend, weil die Gäste zumindest zwei gute Ausgleichsmöglichkeiten besaßen. Doch kurz nach dem Wiederanpfiff ergriff der GSC wieder die Initiative und erhöhte durch Torben Dahsel (58.). Selbst ein von Yannick Wolf verschossener Elfmeter brachte die Hausherren nicht mehr aus dem Konzept. Im Gegenteil: Niklas Wolf erhöhte auf 3:0 (65.) und Daniel Hansen machte es in der 82. Minute besser als zuvor Wolf und traf per Elfmeter zum 4:0-Endstand. „Bis auf 20 schwächere Minuten waren wir jederzeit Herr der Lage“, zeigte sich Schössler zufrieden.

Eckernförder SV – Osterrönfelder TSV 0:2 Beide Teams beschränkten sich über weite Strecken auf die Defensive, so dass sich so gut wie keine Torchancen ergaben. Zwar besaß der ESV häufiger den Ball als sein Gast, doch in den entscheidenden Zonen fehlte ihm der Mut. Als alles auf ein torloses Remis hindeutete, das dem Spiel auch absolut gerecht geworden wäre, nutzte Max Lehmann eine Freistoßvorlage zur OTSV-Führung (82.). „Es war klar, dass der, der das erste Tor schießen würde, die Partie auch gewinnt“, sagte ESV-Trainer Maik Haberlag, nachdem Visvaldis Ignatans seinen Torhüter Marcel Weynell aus gut und gern 40 Meter zum 2:0 überlistet hatte (88.). Nach ihrer dritten Niederlage in Folge befinden sich die Eckernförder bereits früh in Zugzwang.

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