11. Oktober 2021 / 22:39 Uhr

Ratzeburger SV marschiert vor Spitzenspiel gegen TSV Trittau weiter

Ratzeburger SV marschiert vor Spitzenspiel gegen TSV Trittau weiter

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
SSV Großensees Leonard Barnstedt war beim 2:1 gegen den SV Steinhorst/Labenz der entscheidende Mann. Beide Tore gingen auf sein Konto. 
SSV Großensees Leonard Barnstedt war beim 2:1 gegen den SV Steinhorst/Labenz der entscheidende Mann. Beide Tore gingen auf sein Konto.  © SSV Großensee
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Ratzeburger SV bezwingt SSC Hagen Ahrensburg II verdient. Leonard Barnstedt vom SSV Großensee entpuppt sich gegen SV Steinhorst/Labenz als Freistoß-Experte. VfR Todendorf macht es gegen S.I.G. Elmenhorst nochmal unnötig spannend. TSV Gudow gibt 3:0-Halbzeitführung bei SG Wentorf-S./Schönberg fast noch aus der Hand.

Ratzeburger SV bezwingt SSC Hagen Ahrensburg II verdient

Ratzeburger SV - SSC Hagen Ahrensburg II 4:1

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Weiterhin wie geschmiert läuft es bis hierhin für die erste Herren des Ratzeburger SV. Die Inselstädter konnten ihre weiße Weste und makellose Bilanz mit 18 von 18 möglichen Punkten auch an diesem Wochenende wahren. Gegen die Zweitvertretung des SSC Hagen Ahrensburg feierte man am Sonntag einen 4:1-Heimerfolg. Schon nach fünf Minuten gelang Niklas Boyn die frühe Führung. Boyn war es auch, der in der 40. Minute vom Elfmeterpunkt die Nerven behielt und einen Strafstoß versenkte. Das 3:0 von Alexander Rudolph (51.) kurz nach Wiederanpfiff war dann schon die Vorentscheidung, wenn nicht mehr als das. Auch nach dem 1:3-Anschluss vom gerade eingewechselten Jonas Wilde (67.) ließ sich der RSV keineswegs beeindrucken, sondern antwortete stattdessen postwendend mit dem 4:1, das Daniel Meier besorgte.

Jan Weluda (Ratzeburg): "Heimserie ausgebaut, wir hatten Ahrensburg über 90 Minuten im Griff. Das Gegentor war leider klar Abseits, hat uns aber auch nicht aus der Bahn geworfen. Ein bis zwei Tore mehr hätte ich mir schon gewünscht, aber jetzt freuen wir uns schon sehr auf nächstes Wochenende, wenn wir Trittau begrüßen dürfen."

Michal Ratajczak (Ahrensburg): "Wir haben heute leider nicht ins Spiel gefunden. Waren in den Zweikämpfen immer zu spät und nicht griffig genug. Wenn wir unsere Großchance zum 1:1 machen, kommen wir vielleicht noch mal ins Spiel. Ratzeburg ist heute der verdiente Sieger. Sie waren das deutlich besser Team. Unser Torwart hat heute schlimmeres verhindert. Glückwunsch an Ratzeburg."

Leonard Barnstedt vom SSV Großensee entpuppt sich gegen SV Steinhorst/Labenz als Freistoß-Experte

SSV Großensee - SV Steinhorst/Labenz 2:1

Der SSV Großensee meldet sich nach zuletzt zwei Niederlagen mit einem Last-Minute-Dreier zurück. Das Team von Christian Ladwig konnte den Vorsprung zur Abstiegszone auf fünf Zähler vergrößern und zumindest vorläufig auf Position Vier vorrücken. Steinhorst hingegen hängt mit drei Punkten weiterhin als Schlusslicht im Tabellenkeller fest, hat erst drei Tore erzielt. Dabei war der Gast schon nach zwei Minuten per Strafstoß von Emilio Cevik in Führung gegangen. Die Reaktion des SSV kam direkt nach dem Seitenwechsel, als Leonard Barnstedt das 1:1 beisteuerte (47.). Als es im Sportpark stark nach Remis aussah und die Nachspielzeit bereits in den letzten Zügen war, bewies Barnstedt seine Qualitäten im direkten Freistoß. Sein Versuch aus ca. 25 Metern schlug unter großem Jubel seines Trainers im Tornetz ein.


Christian Ladwig (Großensee): "Der Strafstoß zum 0:1 war absolut berechtigt. Danach wurde immer wieder versucht, der Ausgleich zu machen, aber ohne Erfolg. Leo konnte in der 47. ausgleichen. Wir hatten dann auch mehr vom Spiel, die Führung wollte uns aber noch nicht gelingen. In der Nachspielzeit gelang Leo dann ein Treffer der Marke Tor des Monats. Für uns drei ganz wichtige Punkte."

Frank Dencker (Steinhorst): "Unglückliche, aber nicht unverdiente Niederlage. Wir gehen mit der ersten Aktion des Spiels durch einen berechtigten Foulelfmeter in Führung, von Sicherheit auf unserer Seite keine Spur. Großensee versuchte uns mit langen Bällen beizukommen, welche aber kaum gefährliche Situationen für uns bedeuteten. Im Gegenteil: sielen wir unsere wenigen Konter besser aus, können wir zur Pause auch 2:0 oder gar 3:0 führen. In der zweiten ließen wir dann unverständlicherweise alle Tugenden in der Kabine, die man braucht, um ein Fußballspiel erfolgreich zu bestreiten. Anstatt zu kämpfen und zu kicken, beschäftigten wir uns mehr mit uns selbst und dem Schiedsrichter, sodass etwas unglücklich aber eigentlich logisch in der Nachspielzeit Großensee der Siegtreffer gelang. Treten wir so wie in der zweiten Halbzeit öfter auf, werden wir nicht mehr viele Punkte holen."

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VfR Todendorf macht es gegen S.I.G. Elmenhorst nochmal unnötig spannend

VfR Todendorf - S.I.G. Elmenhorst 3:2

Der VfR Todendorf kommt in diesen Wochen immer besser in Tritt. Das 3:2 gegen Elmenhorst war nun schon das dritte siegreiche Spiel in Serie. Zwar brachte Robin Waidikat seine Farben in der zwölften Minute per Elfmeter früh in Führung, aber der VfR drehte die Begegnung durch einen Doppelschlag von Maximilian Müller-Ahrens (28.) und Malte Maack (30.). Das ganz wichtige 3:1 - erneut war es Müller-Ahrens (40.) - stieß die Tür für Todendorf in Richtung Heimsieg ganz weit auf. Zwar konnte Finn Patzker noch auf 2:3 verkürzen (82.), jedoch blieb es am Ende beim Heimerfolg des VfR Todendorf.

Sebastian Olk (Todendorf): "Von Beginn an setzten wir unsere Gäste unter Druck, in der sechsten Minute verpassten wir die frühe Führung, als Christoph Möller nur den Querbalken traf. Beim ersten richtigen Angriff der Elmenhorster kam unser Keeper Alexander Völtzer zu spät und verursachte so einen Elfmeter, der von unseren Gästen zur Führung genutzt werden konnten. In der Folge spielten nur noch wir, ließen aber zunächst mehrere Chancen ungenutzt, bevor wir dann doch noch drei Treffer vor der Pause erzielen konnten (zwei Mal Maximilian Müller-Ahrens, ein Mal Malte Maack). Auch zu Beginn der zweiten Hälfte spielten wir druckvoll, verpassten aber die Vorentscheidung, als wir mehrere gute Möglichkeiten erneut nicht nutzen konnten. Nach gut einer Stunde ließen wir etwas nach, wodurch die Elmenhorster wieder zurück ins Spiel kamen. Nachdem auch sie Chancen vergaben, kamen sie in der 82. Minute dann aber doch noch zum Anschlusstreffer. Den Sieg retteten wir dann aber über die Zeit. Letztendlich ist der Sieg für uns verdient. Leider ist es uns nicht gelungen, den Sack frühzeitig zuzumachen, wodurch sich die letzten Minuten dann noch zu einer unnötigen Zitterpartie entwickelten."

Bernd Reinke (Elmenhorst): "Das Spiel hätte auch klar 5:2 ausgehen können, aber auch 3:3. Wobei unsere Gegentore erneut viel zu einfach gefallen sind. Die Mannschaft hat aber endlich sich gewehrt, was zuletzt fehlte und hat sich am Ende bei einer engagierten Leistung nur nicht belohnt. Das ist ärgerlich, weil wir ein Erfolgserlebnis dringend wieder bräuchten. Dennoch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, vor allem was die Einstellung betrifft. Wir haben leider seit Wochen starke personelle Probleme, die sich nur sehr langsam auflösen. Schade, dass unser kommende Gegner uns auf Anfrage nicht entgegen gekommen ist. So werden wir erneut ohne Bank antreten müssen. Da müssen wir halt durch."

TSV Gudow gibt 3:0-Halbzeitführung bei SG Wentorf-S./Schönberg fast noch aus der Hand

SG Wentorf-S./Schönberg - TSV Gudow 2:3

Die Krise der SG Wentorf-S./Schönberg hält weiter an. Das 2:3 gegen den TSV Gudow bedeutete schon die vierte Pleite in Folge für die Elf von Christian Hinze. Die SG kommt somit nicht vom vorletzten Platz weg und bleibt bei lediglich vier Punkten, einen vor Steinhorst/Labenz. Zur Pause sah es stark nach einem deutlichen Auswärtssieg der Gudower aus. Sascha Stange stellte die Weichen mit seinen zwei Buden in der neunten und 16. Minute früh auf drei Punkte. Als Jannes Burmeister das 3:0 gelang (31.), schien man sich seiner Sache wohlmöglich bereits sicher. Am Ende wurde es nochmal denkbar knapp, denn Lennart Krüger (52.) sowie Lucas Molter (70.) ließen die Hoffnung auf ein Unentschieden noch einmal aufleben.

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Christian Hinze (Wentorf): "Ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Die Erste verschlafen wir komplett und Gudow führt verdient mit 3:0. Zweite Halbzeit zeigt die Mannschaft dann eine tolle Moral und kommt auf 2:3 ran. Leider ist dann der verdiente Ausgleich nicht mehr gefallen."

Max Asmuss (Gudow): "Spiele mit Beteiligung des TSV sind aktuell schwere Kost. Zumindest stimmte in der ersten Hälfte die Einstellung. Wir sind griffig, stören früh, erzwingen Ballverluste und sind geradlinig. Stange nutzt zwei daraus resultierende Gelegenheiten eiskalt. Als die Gastgeber gerade ins Spiel kommen, nimmt Jannes Burmeister sich den Ball und schweißt ihn in den Winkel. Die zweite Hälfte geht dann allerdings an Wentorf. Dafür müssen sie nicht mal viel machen. Weil der Fußballgott heute Gudower war, nehmen wir die drei Punkte am Ende trotzdem mit."

Der 9. Spieltag auf einen Blick:

Sonntag, 17. Oktober:

SV Steinhorst/Labenz - TSV Gudow (15.00 Uhr)
TSV Berkenthin - FSG Südstormarn (15.00 Uhr)
Ratzeburger SV - TSV Trittau (15.00 Uhr)
VfR Todendorf - SSC Hagen Ahrensburg II (15.00 Uhr)
SSV Großensee - S.I.G. Elmenhorst (15.00 Uhr)

Die besten Torschützen der Kreisliga Süd:

1.Darijo Kramer (TSV Trittau): 6
1. Lewis Vieth (Ratzeburger SV): 6
1. Robin Waidikat (S.I.G. Elmenhorst): 6
4. Alexander Agne (TSV Trittau): 5
4. Matthias Möller (VfR Todendorf): 5
4. Maximilian Müller-Ahrens (VfR Todendorf): 5