16. Juni 2022 / 21:06 Uhr

Raum, Kehrer, Werner und Co.: Für diese DFB-Stars ist ein Transfer vor der WM ein Thema

Raum, Kehrer, Werner und Co.: Für diese DFB-Stars ist ein Transfer vor der WM ein Thema

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
David Raum, Thilo Kehrer und Timo Werner könnten ihre Vereine noch wechseln.
David Raum, Thilo Kehrer und Timo Werner könnten ihre Vereine noch wechseln. © Getty Images (Montage)
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Die deutschen Nationalspieler Nico Schlotterbeck, Niklas Süle und Karim Adeyemi wechseln in diesem Sommer zum BVB. Bei anderen DFB-Stars ist ein Transfer zu einem neuen Klub ebenfalls eine Überlegung - allen voran beim Hoffenheimer David Raum. Auch ein PSG-Duo und Timo Werner könnten noch wechseln.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund saß bei den jüngsten Spielen der Nations League in seiner Funktion als DFL-Geschäftsführer auf den Tribünen von Bologna bis Budapest und konnte sich live vor Ort ein Bild von den Spielern machen, die künftig das schwarzgelbe Trikot der Borussia tragen werden – oder möglicherweise noch kommen sollen. Mit den Verpflichtungen von Nico Schlotterbeck (vorher SC Freiburg), Niklas Süle (FC Bayern) sowie Karim Adeyemi (RB Salzburg) hat der BVB bereits gleich drei Transfers von Spielern getätigt, die aktuell zum festen Kader von Bundestrainer Hansi Flick gehören. Mit David Raum könnte bald ein weiterer Nationalspieler hinzukommen. Der Linksverteidiger, dessen Vertrag bei der TSG Hoffenheim noch bis 2026 läuft, steht ganz oben auf dem Wunschzettel des neuen Trainers Edin Terzic – er soll rund 30 Millionen Euro Ablöse kosten.

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Aus Raums Umfeld ist zu hören, dass er einen Wechsel zu einem Topklub im Sommer anstrebt, um seine Chancen auf ein Ticket für die WM in Katar weiter zu erhöhen – auch Manchester City hat Interesse. Mit seinen Überlegungen steht der 24-Jährige im DFB-Team indes nicht allein da. Fünf Monate vor Beginn der Endrunde liebäugeln gleich mehrere Stars der deutschen Mannschaft mit einem Transfer.

Auch Werner war beim BVB ein Thema

Julian Draxler und Thilo Kehrer stehen bereits bei einem internationalen Topklub unter Vertrag, kicken im Starensemble von Paris Saint-Germain mit Kylian Mbappé, Lionel Messi und Neymar. Doch ihre Einsatzzeiten waren zuletzt überschaubar. Flick aber stellte erst kürzlich mit Blick auf die WM klar: "Wir brauchen Spieler, die im Rhythmus sind. Gerade für Katar ist das entscheidend, dass wir Spieler mit vielen Minuten haben. Wir haben überhaupt keine Zeit, irgendwas noch mal nachzubessern. Wenn da konditionelle Defizite sind, ist es unmöglich, im Verlauf eines Turniers da noch mal dran zu arbeiten." Obwohl Kehrer unter dem neuen Bundestrainer fast immer zur Startelf zählte, darf er sich genauso angesprochen fühlen wie Draxler oder Dortmunds Julian Brandt. Kehrer hat auch aus diesem Grund gerade seinen Berater gewechselt, schaut sich nach Informationen des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem auch der SPORTBUZZER angehört, bereits aktiv auf dem Markt um.

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Ähnlich ist die Situation bei Timo Werner, der beim FC Chelsea zwar ebenfalls im obersten Vereinsregal unterwegs ist, aber in London nicht zum Stammpersonal gehört. Wie das RND erfuhr, wurde auch der Stürmer dem BVB angeboten, das Gesamtpaket soll den Verantwortlichen aber zu teuer gewesen sein. Dennoch ist es gut möglich, dass Werner in der kommenden Saison sein Trikot wechselt, um mehr Spielpraxis zu bekommen, die er dringend benötigt, wenn er im Winter weiter als einzige DFB-Spitze auflaufen will.

Gündogan, Gnabry und Hofmann vor wichtiger Entscheidung

Auch die Zukunft von Ilkay Gündogan (Manchester City), Serge Gnabry (FC Bayern) und Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) ist aktuell offen. Alle haben noch ein Jahr Vertrag bei ihren Klubs und stehen vor der richtungsweisenden Frage: Verlängern oder wechseln?

Im Unterschied zu Kehrer und Co. geht es bei den Dreien allerdings eher um eine Grundsatzentscheidung für oder gegen eine neue Herausforderung und weniger um fehlende Einsatzzeiten – davon haben sie Stand jetzt alle genug. Flick wird aber auch ihre Entscheidungen ganz genau beobachten und möglicherweise sogar ein Stück weit beeinflussen, wie er es bei Süle oder Adeymi mit seiner positiven Meinung über den BVB getan hat. Auch mit Raum hat sich der Bundestrainer übrigens bereits intensiv über dessen Zukunftspläne unterhalten.