05. Mai 2019 / 18:41 Uhr

Raus mit Applaus: Svenja Huth und Co. verabschieden sich mit Sieg

Raus mit Applaus: Svenja Huth und Co. verabschieden sich mit Sieg

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Für die Fans gab es ein Handküsschen von Svenja Huth.
Für die Fans gab es ein Handküsschen von Svenja Huth. © Jan Kuppert
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Turbine Potsdam hat das letzte Heimspiel der Saison gegen Duisburg mit 3:0 gewonnen. Sieben Spielerinnen wurden vor der Partie verabschiedet - auch Wibke Meister gehörte dazu. Zur Matchwinnerin wurde aber eine Akteurin, die Turbine erhalten bleibt.

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„Wenn wir es uns vorher hätten ausmalen können, hätten wir das Spiel auch so genommen“, stellte Matthias Rudolph nach dem Abpfiff des letzten Bundesliga-Heimspiels der Saison zufrieden fest. Beim 3:0 (1:0) gegen den MSV Duisburg hatte Turbine Potsdam frühzeitig alles im Griff. Und so hatte der Trainer Gelegenheit, den scheidenden Spielerinnen bei ihren Auswechslungen einen Extra-Applaus der 1836 Zuschauer zu bescheren.

Kapitänin Svenja Huth, Eigengewächs Felicitas Rauch (beide zum VfL Wolfsburg) und die schwedische Nationalspielerin Amanda Ilestedt (FC Bayern) durften sich vorzeitig die Huldigungen der Fans abholen. Nur Torhüterin Lisa Schmitz durfte mangels Wechselmöglichkeiten erst nach dem Abpfiff in den Abschiedsmarathon einsteigen. Blumen und Präsente hatte das Quartett ohnehin schon vor dem letzten Heimspiel erhalten. Auch Melissa Kössler (USA), Ersatztorfrau Inga Schuldt und Verteidigerin Wibke Meister (beide Ziel offen) wurden vom Verein offiziell verabschiedet.

Turbine Potsdam gewinnt letztes Saisonheimspiel mit 3:0 gegen Duisburg.


Beim letzten Saisonheimspiel von Turbine Potsdam fertigten die Fans Plakate zum Abschied einiger Spielerinnen, die den Verein verlassen werden. Zur Galerie
Beim letzten Saisonheimspiel von Turbine Potsdam fertigten die Fans Plakate zum Abschied einiger Spielerinnen, die den Verein verlassen werden. © Jan Kuppert
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„Ich hatte hier vier wunderschöne Jahre und es war keine einfache Entscheidung – deswegen war das natürlich vor und nach dem Spiel sehr emotional“, gab Svenja Huth Einblick in ihre Gefühlswelt. Immer wieder hatte die scheidende Turbine-Spielführerin mit den Tränen zu kämpfen. Auf dem Platz wirbelte sie trotzdem wie gewohnt, hatte auch die erste verheißungsvolle Szene, als sie einen verunglückten Rückpass erlief, ihr Schuss aber auf der Linie geklärt wurde (5.). In Richtung MSV-Tor ging es auch weiter. „ Wir haben über 90 Minuten eine total überzeugende Leistung geboten“, lobte Matthias Rudolph. Turbine im Vorwärtsgang: Luca Grafs Schuss wurde geblockt (9.), Lara Prasnikar probierte es aus der zweiten Reihe (18.). Als die junge Slowenin den Ball aber kurz auf Svenja Huth durchspielte, ließ die sich diese Chance nicht nehmen und traf flach ins lange Eck (26.).

„Wir haben sehr gut nach vorne gespielt, durch die Mitte und über außen. Das einzige Manko war eigentlich die Effektivität in der ersten Halbzeit“, so Rudolph. Auf der anderen Seite musste Lisa Schmitz eigentlich nur einmal hellwach sein, als sie einen Kopfball von Dörthe Hoppius aus dem Eck fischte (29.). Turbine wollte es manchmal zu umständlich machen. Gina Chmielinski, Svenja Huth und Rieke Dieckmann hatten gleich eine Dreifachchance, doch immer war ein Duisburger Bein dazwischen (33.).

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Für die Entscheidung sorgte eine Spielerin, mit der es nach der Sommerpause ein Wiedersehen gibt: Johanna Elsig köpfte erst nach einem scharfen Huth-Freistoß mustergültig zum 2:0 ein (56.) und stieg dann auch bei einer Ecke am höchsten – 3:0 (75.). Auch die Duisburgerinnen kommen wieder ins „Karli“ – sie bejubelten nach dem Abpfiff trotz der Niederlage den Klassenerhalt.

Turbine Potsdam: Schmitz – Rauch (80. Schmidt), Ilestedt (83. D. Orschmann), Elsig – Gasper, Zadrazil, Graf, Chmielinski, Dieckmann – Huth (87. Ehegötz), Prasnikar

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