04. September 2017 / 15:15 Uhr

RB-Coach Hasenhüttl: „Fast ein Schnäppchen, das Liverpool gemacht hat“

RB-Coach Hasenhüttl: „Fast ein Schnäppchen, das Liverpool gemacht hat“

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Der Trainer und sein Schützling: Am Saisonende trennen sich die Wege von Ralph Hasenhüttl und Mittelfeldspieler Naby Keita. Der Ivorer wechselt zum FC Liverpool. 
Der Trainer und sein Schützling: Am Saisonende trennen sich die Wege von Ralph Hasenhüttl und Mittelfeldspieler Naby Keita. Der Ivorer wechselt zum FC Liverpool.  © GEPA Pictures
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RB Leipzig verliert im kommenden Sommer nach nur zwei Jahren einen seiner besten Spieler. Trainer Ralph Hasenhüttl sieht das gelassen, bezeichnet die Ablösesumme aber als Schnäppchen.

Leipzig. 70 Millionen Euro zahlt der FC Liverpool für Leipzigs Naby Keita – damit ist der Edeltechniker drittteuerster Transfer der Bundesliga-Geschichte. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl meint aber: „Es ist ja fast ein Schnäppchen, was Liverpool gemacht hat.“ Denn die Qualität des guineischen Nationalspielers sieht der Coach als außerordentlich an.

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Dass RB Leipzig nächsten Sommer einen Schlüsselspieler in die Premier League abgibt, empfindet der 50-Jährige als wenig dramatisch. „Es ist eine Situation, mit der wir alle sehr gut leben können. Der Spieler, der Verein der ihn abgibt und auch der neue Verein, der ihn bekommt. Wir wussten ja alle über diese Ausstiegsklausel Bescheid. Dementsprechend war uns klar, er ist nächsten Sommer sowieso nicht mehr zu halten.“
55 Millionen Euro betrug die Ausstiegsklausel in Keitas Vertrag. Die Leipziger kassieren neben dem festgeschriebenen Betrag eine zusätzliche zweistellige Millionensumme aus Liverpool, sodass das Konto des deutschen Vizemeisters um rund 70 Millionen Euro anwächst.

Hasenhüttl glaubt, dass sich der 22-Jährige Keita bis zum letzten Tag mit voller Kraft in die Dienste seines jetzigen Vereins stellen wird: „Er fühlt sich sehr wohl hier, deshalb war es kein leichter Schritt für ihn. Aber er wird noch interessanter, wenn er in dem Jahr mit uns richtig erfolgreich ist. Deshalb bin ich froh, dass dieses Thema endlich klar ist.“

Fotos: Naby Keita bei RB Leipzig

2016 Juli: Keita trainiert für RB (@GEPA Pictures) Zur Galerie
2016 Juli: Keita trainiert für RB (@GEPA Pictures) ©

Mehr Planungssicherheit erhofft sich der Coach aufgrund des früh abgewickelten Transfers von Keita aber nicht: „Es ist so eine lange Zeit, in der so viel passieren kann. Da weiß man oft gar nicht, ob man noch Trainer ist. Deshalb habe ich mir abgewöhnt, sehr lange nach vorne zu gucken. Aber es gibt bestimmt Leute in dem Verein, die das tun und machen müssen.“

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