24. Mai 2019 / 17:31 Uhr

RB-Fan der ersten Stunde: Gerichshainer beim Finale in Berlin dabei

RB-Fan der ersten Stunde: Gerichshainer beim Finale in Berlin dabei

Haig Latchinian
Leipziger Volkszeitung
Der Gerichshainer Hanno Dzienudda (30) ist RB-Fan der ersten Stunde und fährt zum DFB-Pokal-Finale nach Berlin.
Der Gerichshainer Hanno Dzienudda (30) ist RB-Fan der ersten Stunde und fährt zum DFB-Pokal-Finale nach Berlin. © Haig Latchinian
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Der Gerichshainer Hanno Dzienudda ist RB-Fan der ersten Stunde. Im zehnten Jahr seiner Lieblinge fiebert er nun dem ersten großen Titel entgegen. Beim DFB-Pokalfinale in Berlin ist er live dabei.

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Machern/Gerichshain. Ihm kann man wahrlich nicht unterstellen, ein Erfolgsfan zu sein. Hanno Dzienudda ist RB-Anhänger der allerersten Stunde. Er gehörte zu jenen, die dem Bundesliga-Dritten und aktuellen Pokalfinalisten schon in dessen Gründungsjahr die Daumen hielten. Der Gerichshainer begleitet seine Bullen bereits seit 2009, als sie noch im Markranstädter Stadion am Bad „weideten“.

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Damals war der heute 30-Jährige eigentlich noch –hört, hört! – Bayern-Fan. Doch er träumte davon, Bundesliga- und Europacupspiele irgendwann auch mal in Leipzig zu sehen. Da kam das Projekt RB wie gerufen. Allerdings hätte er nie im Leben gedacht, dass es so schnell gehen würde. Oberliga, Regionalliga, 3. Liga, 2. Liga, Bundesliga, Champions League – der Aufstieg ist kometenhaft.

Wichtigstes Spiel der Vereinsgeschichte

Hanno Dzienudda freut sich über seine inzwischen freilaufenden Bullen. Der gelernte Kalkulatur rechnet sich auch im wichtigsten Spiel der bisherigen Vereinsgeschichte eine Chance aus: „Wenn es uns gegen die Bayern gelingt, hinten sicher zu stehen und nach vorne etwas selbstbewusster zu sein als noch vor zwei Wochen im Ligaspiel – dann können wir was reißen.“

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Nein, in der Brust des einstigen München-Fans schlagen am Wochenende keine zwei Herzen. „Das mit den Bayern ist verjährt. Inzwischen zählt für mich nur RB.“ Mit seinem Freund Mike Jahnke, dessen Schwester Linda, Cousin Martin Giese und Onkel Uwe Kontzok reist er am Samstag-Vormittag in die Hauptstadt, um dort als Mitglied des Fanclubs „Horndreher“ die Nacht zum Tag zu machen.

RB-Fan ist optimistisch

Auch seine Mutter Gundra und deren Freund Ralph Oehmich kommen mit. Kein Wunder, dass RB für ihn wie eine große Familie ist. Bevor es ins Olympiastadion geht, wollen die Muldentaler zuerst auf den Breitscheidplatz schauen, wo die Sachsen ein riesiges Fanfest feiern. Auch soll es einen Fanmarsch geben. Hanno Dzienudda ist optimistisch: „Gegen die Bayern verloren wir auswärts schon 3:0 und 1:0, jetzt gab’s zu Hause das 0:0. Wir steigern uns!“

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Mit Grausen erinnert er sich an den Online-Poker um die Eintrittskarten: „Ich hatte Urlaub und dachte, ich bin ganz schlau, wenn ich mich schon früh um acht einlogge.“ Und das, obwohl der Ticketmarkt erst um 10 Uhr freigeschaltet wurde. Als es dann so weit war, tat sich zunächst nichts, und Hanno drückte auf Aktualisieren. „Plötzlich fiel ich auf Platz 14000 zurück. Ein Horror. Ich fürchtete schon, ganz aus dem Rennen zu sein.“

Bei Ticketkauf war Geduld gefragt

Warten, warten und nochmals warten. In 100er-, später in Zehnerschritten ging es in der virtuellen Schlange voran. Doch er hatte Glück, konnte zwei Karten ergattern und war danach der fröhlichste Mensch der Welt. Sonst muss er um die Tickets nicht bangen. In der heimischen Red-Bull-Arena ist er stolzer Dauerkartenbesitzer, sitzt im Block B gleich neben den Ultras.

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Er kann sich noch gut an das Champions-League-Spiel seiner Bullen in Istanbul erinnern. Das Stadion von Besiktas sei ein einziger Hexenkessel gewesen. Das ohrenbetäubende Pfeifkonzert habe bei den jungen Leipzigern für ziemlichen Nervenkitzel gesorgt: „Ich hoffe, dass die Jungs inzwischen gereift sind und mutig bleiben. Gegen die durch und durch erfahrenen Bayern wird das vor 80 000 Zuschauern der Schlüssel zum Erfolg sein.“

Dank an Ehefrau Natascha

Der zweifache Vater, der jüngste Spross der Familie ist gerade mal zehn Wochen alt, dankt seiner Frau Natascha. „Sie hält mir an Spieltagen den Rücken frei.“ Sprach’s und ist in Gedanken bei der Frage, was passiert, wenn RB die ruhmreichen Bayern wirklich schlagen sollte: „Dann geht’s am nächsten Tag auf die Festwiese vorm Zentralstadion.“ Dort lasse sich die Mannschaft beim großen Saisonabschluss feiern – unabhängig vom Ergebnis in Berlin.

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