30. Januar 2021 / 21:40 Uhr

RB gegen Liverpool auf der Kippe? Leipzig-Boss Mintzlaff fordert Ausnahmeregelung

RB gegen Liverpool auf der Kippe? Leipzig-Boss Mintzlaff fordert Ausnahmeregelung

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff.
RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff. © imago images/Hartmut Bösener
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Wird das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool wie geplant stattfinden? Die Einreisesperre für Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten könnte das verhindern. RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff will nicht auf neutralen Boden ausweichen und fordert eine Sonderregelung.

Leipzig. Die Freude war groß bei RB Leipzig, als bei der Achtelfinalauslosung der Champions League das Los "FC Liverpool" hieß. Ein schwerer Gegner klar, eine riesige Aufgabe, aber eben auch ein großer Name, ein traditionsreicher Club, eine der Top-Adressen im europäischen Fußball. Dass das Gastspiel der von Jürgen Klopp trainierten Engländer in der Messestadt aufgrund der Corona-Pandemie würde ohne Fans stattfinden müssen, lag deshalb Vielen bereits schwer im Magen.

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"Ist ein Riesenthema"

Doch nun kommt es möglicherweise noch dicker. Die Partie als solche steht auf der Kippe. Denn die Bundesregierung hat eine Einreisesperre für Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten verhängt. Großbritannien ist eines dieser Gebiete. Laut der am Samstag in Kraft getretenen Verordnung dürfen Menschen aus Großbritannien bis zum 17. Februar nicht mehr in die Bundesrepublik einreisen. Das Achtelfinal-Hinspiel gegen die Klopp-Elf ist für den 16. Februar in Leipzig angesetzt.

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RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff ist alarmiert. "Das ist ein Riesenthema und bei uns natürlich ganz oben auf der Agenda", sagte er am Samstag nach dem 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen. "Auch wenn wir ohne Fans spielen, wollen wir natürlich trotzdem zu Hause spielen. Jetzt müssen wir natürlich gucken, was es da für eine Lösung gibt." Ein Ausweichen auf neutralen Boden, in ein anderes europäisches Land, ist "sicherlich nicht unser Ziel".

Ausnahmeregelung?

Das Problem: Zwar gibt es in der Verordnung Ausnahmen, etwa für Deutsche oder in Deutschland lebende Ausländer sowie Transitpassagiere und den Warenverkehr. Profisport ist dort allerdings nicht aufgelistet. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums wollte sich bei der ARD-„Sportschau“ nicht zu Einzelfällen äußern. Generell gelte aber, dass es nur die Ausnahmen geben werde, die in der Verordnung explizit erwähnt seien, hieß es in dem Bericht.

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Genau eine solche Ausnahme forderte Mintzlaff allerdings am Samstag. "Wie wir alle wissen, sind die Fußballer natürlich in einer gewissen Blase. Da sollte es meiner Meinung nach dann schon eine Lösung geben, dass hier auch das Heimspiel stattfinden kann", so Leipzigs Vorstandschef, dem allerdings schon schwant, dass das nicht so ohne Weiteres möglich sein wird. "Das ist ein Thema, das uns sicherlich noch ein bisschen Bauchschmerzen bereiten wird."

Sollte die Einreisesperre über den 17. Februar hinaus gelten, wäre übrigens ein weiterer Bundesligist von der Gemengelage betroffen. Das Champions-League-Achtelfinale von Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City ist für den 24. Februar angesetzt.

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