12. Februar 2021 / 11:29 Uhr

RB Leipzig: AG Stadionumfeld spricht sich für Verlegung der Kleinmesse aus

RB Leipzig: AG Stadionumfeld spricht sich für Verlegung der Kleinmesse aus

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Kleinmesseplatz
Um das Stadionumfeld erweitern zu können, muss der Platz der Kleinmesse in Anspruch genommen werden. © André Kempner
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Aktuell laufen die Gespräche zur Umgestaltung des Kleinmessegeländes. Dass RB Leipzig plant, sein Trainingszentrum am Cottaweg zu erweitern, ist kein Geheimnis. Die Schausteller müssten deshalb weichen. Die von Fans organisierte AG Stadionumfeld macht sich für einen Umzug der Kleinmesse stark. Die Begründung: Damit ließe sich auch ein anderes Problem lösen.

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Leipzig. Entwicklung und Wachstum von RB Leipzig sind ein fortwährender Prozess. Schon längst sind nicht mehr nur die Bundesliga-Profis im Trainingszentrum zugange. Auch der Nachwuchs und die Frauenmannschaft, die aktuell in der 2. Frauen-Bundesliga spielt, trainieren am Cottaweg. Die AG Stadionumfeld des Kurvenvereins Rasenballisten e.V. und des Fanverbandes Leipzig e.V., die sich für die Umgestaltung und den Ausbau des Arenaumfelds engagiert, macht sich nun deshalb auch Gedanken um dieses Gelände.

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Erweiterung des RB-Trainingszentrums notwendig

So begrüßt die Arbeitsgruppe Gespräche zu einer möglichen Verlegung der Kleinmesse. Denn in diesem Fall stünde einer Erweiterung des RB-Trainingszentrums nicht mehr viel im Weg. „Dabei muss mit den Schaustellern auf Augenhöhe verhandelt und ein Einvernehmen bezüglich eines Umzugs und neuen Standorts der Kleinmesse hergestellt werden“, so die AG in ihrem Statement.

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„Wir sehen eine Erweiterung des RB-Trainingszentrums vor allem auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Frauenfußballabteilung als notwendig an. Ziel der Frauenmannschaft ist der Aufstieg von der 2. in die 1. Bundesliga sowie die Teilnahme an der Champions League. Dafür braucht es nicht nur Trainingsplätze, sondern auch eine Spielstätte mit entsprechender Zuschauerkapazität“, heißt es weiter. Zudem würde laut AG Stadionumfeld der Ausbau des Trainingszentrums die dauerhafte Verlegung der RB-Geschäftsstelle ermöglichen. Die soll nach den bisherigen Plänen künftig am Ort des ehemaligen Schwimmstadion beheimatet sein. Das Problem nach Ansicht der Arbeitsgruppe: „Eine grundsätzliche Bewertung, ob der Standort Arena II überhaupt geeignet ist, fand bislang offenbar nicht statt.“



Keine Straßenbahnwendeschleife am Stadionvorplatz

Denn an eben diesem Standort wäre laut der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) der Bau der Straßenbahnwendeschleife umsetzbar. „Dem steht aber der vorgesehene Bau der RB-Geschäftsstelle, und damit der entsprechende Stadtratsbeschluss zum Aushandeln eines Pachtvertrags mit RB Leipzig, im Weg", so die AG Stadionumfeld. "Deshalb kommen wir zu dem Schluss, dass in diesem Fall nicht der Bau der Wendeschleife, sondern der Bau der Geschäftsstelle für 300 bis 500 Mitarbeiter an diesem Standort nicht umsetzbar ist.“ Ließen sich hier also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?

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„Die Debatte über die Flächenentwicklung am Cottaweg wäre eine gute Gelegenheit, diese Aspekte zu berücksichtigen und grundlegende Fehler in der Entwicklung der Fläche Arena II zu vermeiden, die sich in wenigen Jahren bitter rächen könnten“, heißt es in dem Statement. Denn nicht nur die Straßenbahnwendeschleife und der Ausbau der ÖPNV-Verbindungen ist Thema. Die AG hatte in ihrem Schreiben vom Januar vorgeschlagen, die Festwiese und den Stadionvorplatz autofrei zu gestalten. Die dadurch wegfallenden Parkmöglichkeiten müssten aber kompensiert werden. Eine Möglichkeit dazu sieht die AG in einem Parkhaus oder einer Tiefgarage oder aber auch durch Verbesserung der Parkplatzsituation im Waldstraßenviertel.