22. April 2021 / 20:30 Uhr

RB Leipzig begrüßt Quarantäne-Trainingslager: „Werden unseren Teil beitragen“

RB Leipzig begrüßt Quarantäne-Trainingslager: „Werden unseren Teil beitragen“

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Sportdirektor Markus Kröscheist bei der Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Stadion anwesendend.
RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche ist von der Quarantäne-Anordnung der DFL nicht überrascht und hofft, dass so eine spielerische Saisonbeendigung sichergestellt werden kann. © dpa
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Erst eine häusliche „Quasi-Quarantäne“, dann ein Quarantäne-Trainingslager: Die DFL setzt für die 36 Clubs der ersten und zweiten Bundesliga im Saisonendspurt auf Abschottung. Am 3. Mai geht's los. Die Entscheidung stieß auf positive Reaktionen auch bei RB Leipzig.

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Leipzig. Nun kommen sie also doch, die Quarantäne-Trainingslager. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) beschloss am Donnerstag, dass alle 36 Proficlubs der ersten und zweiten Bundesliga ab Mitte Mai in Quarantäne gehen sollen, damit die laufende Saison noch regulär beendet werden kann. Grund dafür sind die jüngsten Corona-Fälle bei Hertha BSC und die entsprechend verschobenen Spiele der Berliner.

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Nach SPORTBUZZER-Informationen kam die Nachricht am Donnerstag für RB Leipzig nicht wirklich überraschend. Nach mehreren Corona-Fällen in den Profi-Ligen, sei es absehbar gewesen, dass nun noch einmal eine verpflichtende Quarantäne stattfindet. „Wenn es dazu beiträgt, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann und das Infektionsgeschehen generell eingedämmt wird, tragen wir unseren Teil selbstverständlich dazu bei und begeben uns in die von der DFL vorgegebene Quarantäne“, sagte Sportdirektor Markus Krösche auf Anfrage.

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Vor zwei Wochen hatten sich die Liga-Verantwortlichen noch gegen diese Maßnahme entschieden. Schon damals sagte RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann, dass eine solche Regelung zwar kein „Weltuntergang“ wäre, er sich aber dennoch freuen würde, nach Hause gehen zu können und nicht die ganze Zeit am Cottaweg verbringen zu müssen. Für die Roten Bullen wäre diese Abschottung nicht die erste: Nachdem die Saison im ersten Lockdown kurzzeitig pausierte, mussten vor dem Re-Start alle Teams ebenfalls in Quarantäne.

Einquatierung am Cottaweg?

Wie es diesmal ablaufen soll, ist allerdings noch offen. Die Rahmendaten wurden von der DFL öffentlich kommuniziert. Diese sehen vor, dass sich bereits ab dem 3. Mai die Personen, die jeweils in das regelmäßige PCR-Testprogramm eingeschlossen sind, also LIízenzspieler, Trainerteam sowie Mannschaftsbetreuer ausschließlich im häuslichen Umfeld oder auf dem Trainingsgelände beziehungsweise im Stadion aufhalten. Dies solle der Kontaktreduzierung sowie einer weiteren Minimierung des Infektionsrisikos dienen, teilte die DFL mit. Man nennt das auch Arbeitsquarantäne. Ab dem 12. Mai sollen die Clubs dann sicherstellen, dass alle Beteiligten nur noch untereinander Kontakt haben. Eine Fahrt nach Hause zur Familie ist dann nicht mehr möglich. Die Vorgaben des medizinisch-hygienischen Konzepts sollen dabei weiterhin gelten.

Wie die detaillierten Abläufe im Alltag aussehen sollen, weiß man bei RB noch nicht, steht aber mit der DFL in Austausch. Auch stehe noch nicht fest, ob die Leipziger Profis während dieser zweiwöchigen Quarantäne am Cottaweg einquartiert sein werden. Noch befinde sich alles in der Planung. Das Trainingszentrum sei eine Option. Dort habe jeder Spieler ein eigenes Zimmer, das er dann wie auch im ersten Quarantäne-Trainingslager vor dem Re-Start 2020 beziehen könnte

Julian Nagelsmann sieht die Abschottung pragmatisch: „Es ist wichtig, dass wir unsere Spiele machen können. Wir freuen uns darauf, sind sehr glücklich, dass wir unseren Job ausüben dürfen. Wir hoffen alle, dass es gut geht und uns nichts passiert. Und wir hoffen, dass bald in allen Bereichen des Lebens Normalität einkehrt und wir dieses Virus besiegen können. Idealerweise demnächst.“ In absehbarer Zeit wird das allem Anschein nach jedoch nicht der Fall sein.