29. April 2021 / 10:02 Uhr

RB Leipzig bestätigt: Jesse Marsch folgt auf Julian Nagelsmann

RB Leipzig bestätigt: Jesse Marsch folgt auf Julian Nagelsmann

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Jesse Marsch wird neuer Trainer von RB Leipzig.
Jesse Marsch wird neuer Trainer von RB Leipzig. © 2019 Getty Images
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Er galt als Favorit und hat den Zuschlag auch erhalten. Der US-Amerikaner Jesse Marsch wird ab der kommenden Saison auf der Trainerbank von RB Leipzig sitzen. 

Leipzig. Die Verantwortlichen wollten zeitnah Nägeln mit Köpfen machen und haben Wort gehalten. Zwei Tage nach Verkündung des Wechsels von Julian Nagelsmann zum FC Bayern München steht sein Nachfolger fest. Jesse Marsch wird am 1. Juli den Job des Cheftrainers bei RB Leipzig übernehmen. Das gab der Bundesligist am Donnerstagmorgen bekannt. Demnach hat der 47-Jährige einen Vertrag bis 2023 unterzeichnet.

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"Mit Jesse Marsch konnten wir unseren Wunschkandidaten als neuen Cheftrainer verpflichten und die wichtigste Position im sportlichen Bereich schnell mit einem Top-Trainer nachbesetzen", so Vorstandschef Oliver Mintzlaff. "Neben seinen Qualitäten als Coach zeichnen Jesse vor allem seine positiv-ehrgeizige Art aus, durch die er Menschen im und um den Verein extrem begeistern und mitnehmen kann."

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Der US-Amerikaner kommt vom RB-Schwesterclub Salzburg zu den Sachsen. Dort hatte Marsch einen Vertrag bis 2022, ohne Ausstiegsklausel wie er jüngst selbst bestätigte. Heißt: Die Leipziger bekommen ihren neuen Coach nicht geschenkt, müssen eine Ablöse überweisen. Zur Höhe wollten sich die Beteiligten wie üblich nicht äußern. Die Salzburger Nachrichten hatten zuletzt berichtet, der österreichische Serienmeister würden mindestens zwei Millionen Euro fordern.

Kein Statement von Marsch

Jesse Marsch ist bei den Messestädtern kein Unbekannter. Ralf Rangnick holte ihn 2018 zum ersten Mal an den Cottaweg, machte ihn zu einem seiner drei Co-Trainer. Als 2019 dann Julian Nagelsmann zu den Messestädtern kam, wechselte Marsch als Nachfolger von Marco Rose nach Salzburg. Von dort kehrt er nun nach Sachsen zurück. "Es ist natürlich ein großer Vorteil, dass er bereits ein Jahr für RB Leipzig gearbeitet hat", so Mintzlaff. "Jesse kennt den Klub, die Stadt Leipzig und vor allem unsere Vereins- und Spielphilosophie."

Eine Stellungnahme von Marsch selbst gab es am Donnerstag zunächst nicht. Sein aktueller Arbeitgeber veröffentlichte lediglich ein knappes Statement des US-Amerikaners. "Meine fernere berufliche Zukunft als Trainer ist hiermit geklärt. Aber jetzt gilt mein ganzer Fokus zu 100 Prozent den letzten drei Wochen mit dem FC Red Bull Salzburg", heißt es da.

Bereits am Vorabend, nach der Partie seines Teams gegen den Wolfsberger AC (1:1), hatte Marsch keine Anstalten gemacht, sich zum Thema zu äußern. "Lass uns in ein paar Tagen darüber reden", sagte er gegenüber Sky Austria. Er habe in Salzburg viel gearbeitet und so viel genossen und sei sehr dankbar, egal was passiere, für die ganze Erfahrung. „Wir sind noch nicht fertig.“ Tatsächlich kann er sich am Samstag den ersten Titel der Saison sichern. Dann steht nämlich das Pokalfinale gegen den Linzer ASK an.


Mit: dpa