01. April 2020 / 14:30 Uhr

RB Leipzig bestätigt: Profis verzichten für Club-Mitarbeiter auf Teil ihres Gehalts

RB Leipzig bestätigt: Profis verzichten für Club-Mitarbeiter auf Teil ihres Gehalts

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kapitän Willi Orban und seine Mannschaftskollegen unterstützen den Club in der Coronakrise.
Kapitän Willi Orban und seine Mannschaftskollegen unterstützen den Club in der Coronakrise. © Getty Images
Anzeige

Mehrere Profivereine haben ihre Mitarbeiter in der Corona-Zwangspause in Kurzarbeit geschickt. RB Leipzig konnte darauf bisher verzichten. Damit das so bleibt, werfen auch die Spieler des Bundesligisten einen Teil in den imaginären Topf.

Anzeige

Leipzig. Die Profis von RB Leipzig verzichten angesichts der Coronakrise und fehlender Einnahmen aus Heimspielen auf einen Teil ihrer Gehälter. Wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte, handelt es sich dabei um einen unteren zweistelligen Prozentsatz. Damit bestätigte RB einen entsprechenden Vorab-Bericht des SPORTBUZZER vom Montag.

Anzeige

"Kritische Phase gemeinsam meistern"

„Wir möchten als Mannschaft unseren Beitrag leisten! Viele Menschen verlieren in diesen Tagen ihre Jobs oder müssen in Kurzarbeit. Dass das bei RB Leipzig bislang nicht notwendig ist, freut uns als Team natürlich und wir wollen mit dem Verzicht auch dazu beitragen, dass das möglichst so bleibt“, wird Kapitän Willi Orban zitiert. Damit unterstützt das Team von Trainer Julian Nagelsmann „in diesen angespannten Zeiten, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit viel Unsicherheit und damit auch sehr wenig Planungssicherheit verbunden sind, insbesondere unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, heißt es weiter.

Mehr zu RB

„Das ist in der aktuellen Situation ein gutes und wichtiges Zeichen unserer Mannschaft. Es zeigt, dass wir in diesen Zeiten als Club eng zusammenstehen, um diese kritische Phase gemeinsam zu meistern“, sagte Sportdirektor Markus Krösche. Zudem engagieren sich Spieler und Verein im Rahmen der Club-Kampagne #WirAlle. Die Profis stellen unter anderem signierte Teamsachen für Versteigerungen zur Verfügung und helfen somit sozialen Institutionen.

Aktion für Leipziger Tafel ein voller Erfolg

Insgesamt will RB Leipzig im Rahmen der Kampagne mindestens 100.000 Euro spenden. Als erster Verein profitierte die Leipziger Tafel von diesem Vorhaben. Das Projekt, das gespendete Lebensmittel an Bedürftige verteilt, erhält 20.000 Euro sowie fünf Euro von jedem verkauften Sondershirts aus der Aktion #WirAlle. Nur einen Tag nach Beginn des Verkaufs war der erste Schwung Shirts ausverkauft. Es handelte sich dabei nach SPORTBUZZER-Informationen um 2000 Stück.

Persönliches und ligaweites Engagement

Die RB-Spieler Lukas Klostermann, Marcel Halstenberg und Timo Werner unterstützen zudem die Initiative #WeKickCorona der Bayern-Profis Joshua Kimmich und Leon Goretzka, die schon fast vier Millionen Euro für soziale Projekte in ganz Deutschland gesammelt haben. Einige von ihnen sind durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten.

In der Vorwoche war zudem bekanntgeworden, dass die Messestädter gemeinsam mit Bayern MünchenBorussia Dortmund und Bayer Leverkusen insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung stellt, um Konkurrenten zu unterstützen, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Die vier Champions-League-Teilnehmer verzichten dafür auf ihren Anteil der noch nicht verteilten nationalen Medienerlöse der DFL in der kommenden Saison in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro und stocken den Betrag noch einmal um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln auf.