27. April 2019 / 17:29 Uhr

RB Leipzig bucht gegen SC Freiburg Ticket für die Champions League

RB Leipzig bucht gegen SC Freiburg Ticket für die Champions League

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG,GERMANY,27.APR.19 - SOCCER - 1. DFL, 1. Deutsche Bundesliga, RasenBallsport Leipzig vs SC Freiburg. Image shows Nicolas Hoefler (Freiburg) and Marcel Sabitzer (RB Leipzig). Photo: GEPA pictures/ Roger Petzsche - DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video - For editorial use only. Image is free of charge
RB Leipzigs Marcel Sabitzer ist vor dem Freiburger Nicolas Höfler am Ball. © GEPA pictures
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Mit einem am Ende etwas glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den SC Freiburg hat sich RB Leipzig vorzeitig einen Platz in der Champions League gesichert. Nationalstürmer Timo Werner und Joker Emil Forsberg besorgten die entscheidenden Treffer.

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Leipzig. Mailand, Manchester, Madrid – nach einem Jahr Abwesenheit darf sich RB Leipzig in der kommenden Saison wieder auf die ganz großen Namen des internationalen Fußballs freuen. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick sicherte sich am Samstag durch einen am Ende etwas glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den SC Freiburg die Qualifikation für die Champions League und krönt nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale am Dienstag eine erfolgreiche Woche. Nationalstürmer Timo Werner besorgte gegen den SCF die frühe Führung, bevor Joker Emil Forsberg nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Vincenzo Grifo den entscheidenden Elfmeter zum 2:1 verwandelte.

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RB Leipzig - SC Freiburg (2:1) Zur Galerie
RB Leipzig - SC Freiburg (2:1) ©
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Schon unter der Woche hatte Ralf Rangnick angekündigt, gegen den SC Freiburg keinen Gang zurückschalten zu wollen. Und der Trainer hält Wort: Außer Emil Forsberg und Lukas Klostermann, die durch Amadou Haidara und Nordi Mukiele ersetzt werden, steht gegen Freiburg die gleiche Elf wie am Dienstag gegen den HSV auf dem Feld. Dass RB vor den eigenen Fans nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel nichts anbrennen lassen will, ist den Roten Bullen anfangs noch deutlich anzumerken.

Offensiver Beginn

Bereits nach zwei Minuten hat Timo Werner den Führungstreffer auf dem Fuß. Marcel Halstenberg trotzt auf der linken Außenbahn mit großen Schritten und Ball am Fuß den Feierstrapazen der Woche und spielt im richtigen Moment quer zum erblondeten Haidara. Der Winterneuzugang lässt prallen und schickt Werner auf die Reise. Dessen Schlenzer aus der linken Strafraumhälfte ist jedoch deutlich zu hoch angesetzt.

Auf der Gegenseite kriegt Ibrahima Konaté bei einer flachen Hereingabe der Freiburger noch gerade so vor Lucas Höler die Fußspitze an den Ball. Nach stürmischen Beginn bemüht sich RB, die Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Der Sport-Club wird von den Roten Bullen immer weiter in die eigene Hälfte gedrängt. Zu guten Möglichkeiten kommen jedoch auch die Leipziger in dieser Phase nicht.

Werner trifft

In Minute 19 stößt Werner schließlich das Tor zur Champions League weit auf: Haidara passt auf Links in den Lauf von Yussuf Poulsen. Werner kriegt den Ball mustergültig im Strafraum aufgelegt, schickt seinen Gegenspieler mit einer Drehung ins Leere und schiebt zur Führung ein. Vorlagengeber und Torschütze liegen damit beide bei 15 Saisontreffern.

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(1) Peter Gulacsi: Rettet zweimal grandios gegen Lucas Höler, dirigiert bei Grifos Tor noch seine Mauer, verhindert danach gegen Höfer und Grifo das 1:2. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Rettet zweimal grandios gegen Lucas Höler, dirigiert bei Grifos Tor noch seine Mauer, verhindert danach gegen Höfer und Grifo das 1:2. Note 2. ©

Nur wenige Minuten später verhindert Peter Gulacsi zwei Mal den Ausgleich. Höler wird vom Freiburger Kapitän Mike Frantz bedient. Der Bullen-Keeper pariert den halbhohen Abschluss blendend und lenkt auch den Nachschuss des SCF-Stürmers blendend. Freiburg hat jetzt mehr vom Spiel, auch weil RB den Gegner etwas kommen lässt.

Leipzig verwaltet Führung

Es dauert bis zur 34. Minute, bis sich Kevin Kampl ein Herz fasst. Der Mittelfeldspieler realisiert bei einem Vorstoß, dass Freiburg die linke Außenbahn, jedoch nicht das Zentrum abdeckt und nutzt den freien Raum für einen Abschluss aus der Distanz. Der Ball rauscht wenige Zentimeter am Tor von SCF-Keeper Alexander Schwolow vor. Auch Haidara scheitert kurz darauf mit einem Versuch aus der Ferne. Mit der knappen 1:0-Führung geht es in die Kabine.

Auch nach Wiederanpfiff fehlt es dem Spiel zunächst an gefährlichen Offensivaktionen, dafür heizt sich die Stimmung nach einem Foul von Keven Schlotterbeck gegen Marcel Sabitzer an der rechten Außenbahn deutlich auf. Bei der Rudelbildung eilt Konrad Laimer seinem österreichischen Nationalmannschaftskollegen zur Hilfe und fällt mit einem Stoß gegen Schlotterbeck negativ auf. Schiedsrichter Schröder zeigt beiden Haupt-Übeltätern die gelbe Karte.

Wenig später wird wieder Fußball gespielt und wie. Sabitzer steht bei einer flachen Hereingabe von links plötzlich frei vor Schwolow, will den Ball künstlerisch wertvoll mit der Hacke einschieben, doch das Spielgerät rollt ohne Berührung am Leipziger vorbei. Wie aus dem Nichts kommt Freiburg in Minute 65 zum Ausgleich. Wenige Meter vor dem Strafraum stößt Haidara bei einem Kopfballduell mit Höler zusammen. Schröder entscheidet auf Freistoß, den Standardexperte Vincenzo Grifo aus zentraler Position im Kasten von Peter Gulacsi versenkt. Während Freiburg feiert, protestiert die komplette Leipziger Mannschaft beim Schiedsrichter, wohl weil weder der RB-Keeper noch die Mauer schon mit einem Schuss gerechnet hat.

Joker Forsberg sticht

RB muss sich nach dem Ausgleich gehörig schütteln und Gulacsi ein ums andere Mal im letzten Moment gegen nun aufopferungsvoll kämpfende Breisgauer retten. Es entwickelt sich ein hochspannendes Spiel, in dem sich die Roten Bullen nicht mit einem Unentschieden zufriedengeben wollen. In Minute 77 köpft Orban Keven Schlotterbeck nach einer Ecke vom kurz zuvor eingewechselten Emil Forsberg an den Arm. Wieder steht Schiedsrichter Schröder im Mittelpunkt und gibt den für Freiburg zumindest bitteren Elfmeter. Forsberg ist das reichlich egal. Der Schwede trifft sicher zur 2:1-Führung.

Auch in der Folge geht Freiburg aufs Ganze. RB gelingt es jedoch, den Gegner weitgehend vom eigenen Strafraum fern zu halten. Am Ende steht ein knapper und etwas glücklicher Sieg, der die Roten Bullen zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die Champions League bringt.

RBL: Gulacsi – Orban, Mukiele (75. Klostermann), Konate, Halstenberg, Kampl, Sabitzer, Laimer, Haidara (71. Forsberg), Werner (83. Halstenberg), Poulsen.

SCF: Schwolow –Abrashi (57. Gondorf) , Frantz (Stenzel), 78., Höler, Haberer, Heintz, Höfler, Günter, Schlotterbeck, Grifo, Schlotterbeck

Tore: 1:0 Werner (19.), 1:1 Grifo (67.) , 2:1 Forsberg (78.)

Zuschauer: 40.826

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