04. Oktober 2019 / 12:26 Uhr

RB Leipzigs Julian Nagelsmann: "Es fliegen auch mal die Fetzen"

RB Leipzigs Julian Nagelsmann: "Es fliegen auch mal die Fetzen"

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Bei Julian Nachelsmann wird Tacheles geredet.
Bei Julian Nachelsmann wird Tacheles geredet. © Getty Images
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Julian Nagelsmann hat Einblicke in seine Spielauswertung gegeben. Der Trainer von RB Leipzig verriet vor dem Auswärtsspiel gegen Leverkusen unter anderem, wer der Chef im Ring ist und woran seine Mannschaft noch arbeiten muss.

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Leipzig. Wenn Julian Nagelsmann mit seinen Profis Spiele auswertet, hat der Trainer das letzte Wort. Das verriet der Coach von RB Leipzig am Freitag in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr): "Es ist kein Stuhlkreis und keine Diskussion. Und es sind auch keine Handlungsvorschläge, sondern Ansagen, die sie kriegen. Ich treffe die Entscheidungen und trage die Verantwortung. Das ist wie in der Schule. Da gibt es wenig Diskussionsgrundlage und du musst schon machen, was der Lehrer sagt."

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Bayer Leverkusen – RB Leipzig am 18.11.2016 in der BayArena: Hakan Calhanoglu (links) und Torschütze Kevin Kampl feiern das zwischenzeitliche 1:0. Zur Galerie
Bayer Leverkusen – RB Leipzig am 18.11.2016 in der BayArena: Hakan Calhanoglu (links) und Torschütze Kevin Kampl feiern das zwischenzeitliche 1:0. ©

Es kann auch mal lauter werden

Auch wenn es seit seiner Ankunft in Leipzig meist ruhig geblieben sei, könnten laut dem 32-Jährigen auch bei Nachbesprechung "mal die Fetzen fliegen." Bei aller Entscheidungskompetenz sei jedoch auch Kritik von den Spielern möglich: "Natürlich höre ich es mir an, wenn jemand eine andere Meinung hat. Ich übernehme das dann auch oder versuche den Spieler mit Argumenten davon zu überzeugen, dass der Weg richtig ist."

Nagelmann gab zudem einen Einblick in die Bereiche, welche bei der Entwicklung seiner Mannschaft nun ganz oben stehen: "Es geht um Spielaktivität im eigenen Ballbesitzt, da mutig zu bleiben, aber die Umschaltmomente nicht zu verlieren. Das ist eine Gradwanderung. Wenn wir den Ball gewinnen, müssen wir entscheiden, was wir damit machen."

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Kluge Entscheidungen gefragt

Der Wechsel zwischen den verschiedenen Spielansätzen sei seit dem Start bei RB eine der zentralen Herausforderungen: "Wenn du versuchst bei einer Mannschaft, die sehr vorwärtsverteidigend geprägt war, mehr Ballbesitzphasen reinzubringen, dann leidet der Wechsel auf den Umschaltprozessen. Das ist der größte Lernprozess, dass du weißt, wann eine Spieleröffnungsphase mit dem Fuß gefragt ist, wann es Spielkontrolle und wann eine Umschaltsituation braucht. Das dauert ein bisschen."