14. März 2018 / 19:11 Uhr

RB Leipzig erwartet heiße Stimmung in St. Petersburg – Sabitzer fällt kurzfristig aus

RB Leipzig erwartet heiße Stimmung in St. Petersburg – Sabitzer fällt kurzfristig aus

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB-Spieler Diego Demme (li.) spricht auf der Pressekonferenz neben RB-Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl.
RB-Spieler Diego Demme (li.) spricht auf der Pressekonferenz neben RB-Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl. © dpa
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Das Viertelfinale der Europa League vor Augen: Doch RB Leipzig muss am Donnerstagabend gegen mehr als 43.000 russische Fans und die internationale Heimstärke von Zenit St. Petersburg bestehen. Marcel Sabitzer sagte die Reise nach dem Abschlusstraining kurzfristig ab.

St. Petersburg. In St. Petersburg wird die Fußball Europa League noch geschätzt: Mehr als 43.000 russische Fans empfangen RB Leipzig am Donnerstagabend im modernen WM-Tempel. Es geht um das Erreichen des Viertelfinals, die Runde der besten acht Mannschaften. Nach der enttäuschenden Kulisse in der Zwischenrunde in Neapel und dem geringen Interesse der eigenen Fans beim Hinspiel in Leipzig erwartet das Team von Ralph Hasenhüttl eine aufgeheizte Stimmung. „Es ist ein beeindruckender Bau und ich finde die Temperaturen ideal. Morgen wird es sicher noch etwas wärmer, wenn so viele Zuschauer im Stadion sind. Laut wird es auch, eine phantastische Europapokalatmosphäre, deshalb freuen wir uns ja so über diesen Wettbewerb“, sagte der RB-Trainer kurz nach der Ankunft in St. Petersburg am Mittwochabend im Bauch des Krestowski-Stadions.

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Pressekonferenz vor dem Achtelfinal-Rückspiel (1) Zur Galerie
Pressekonferenz vor dem Achtelfinal-Rückspiel (1) © Getty Images/dpa

In diesem Wettbewerb fühlt sich RBL gerade pudelwohl, brachte zuletzt die überzeugendsten Leistungen auf den Rasen. Eins eint den Bundesligisten mit dem Achtelfinal-Kontrahenten Zenit St. Petersburg: Im Liga-Alltag läuft es nicht so richtig rund. Beide spielten vergangenes Wochenende nur 0:0, rangieren in ihren Ligen auf den Plätzen fünf und sechs. Die Gründe dafür sind ähnlich. Zenits italienischer Trainer Roberto Mancini erklärt: „In der Europa League fällt es uns viel leichter, weil die Mannschaften dort spielen, um zu gewinnen. In der russischen Liga spielen die meisten Mannschaften, um nicht zu verlieren.“

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Abschlusstraining von RB Leipzig vor Spiel gegen Zenit St. Petersburg am 15. März 2018. Zur Galerie
Abschlusstraining von RB Leipzig vor Spiel gegen Zenit St. Petersburg am 15. März 2018. © Dirk Knofe

Verloren haben die Russen in diesem Wettbewerb vor ihren eigenen Fans noch nie, 17 von 18 Begegnungen entschied Zenit für sich. Auch in dieser Saison ist die Bilanz beeindruckend: Vier Siege in vier Spielen, elf eigene Tore, nie weniger als zwei pro Partie. Doch eine Niederlage können sich die  Leipziger am Donnerstagabend, Anpfiff 21 Uhr russischer Zeit, nicht leisten, wenn sie in ihrem ersten internationalen Jahr weiter für Überraschungen sorgen wollen. Bei einer 1:2-Niederlage, würde es nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel, in die Verlängerung gehen.

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Sabitzer bleibt in Leipzig

Doch RB hat nicht vor, auf Schongang zu schalten und sich hinten rein zu stellen, will das Duell mit dem Uefa-Cup-Sieger von 2008 am liebsten mit einem frühen Tor in die richtigen Bahnen lenken. Beim Personal hat der Trainer fast die Qual der Wahl. Marcel Sabitzer musste kurzfristig mit Rückenproblemen in Leipzig bleiben. Am Mittwoch hat beim Abschlusstraining die Muskulatur dicht gemacht, erklärte der Coach. Dafür sind die zuletzt von Blessuren geplagten Kevin Kampl sowie Konrad Laimer wieder dabei.

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Von St. Petersburg hat die Mannschaft am Donnerstag kaum etwas gesehen, nur ein paar Eindrucke aus den Busfenstern erhascht. Diego Demme sagte: „Als wir aus dem Flieger ausgestiegen sind, war es sehr kalt, so wie wir es uns gedacht haben.“ Natürlich hat sich der Mittelfeldspieler mit Timo Werner, der hier vergangenen Sommer den Confed Cup gewann, schon über das russische Stadion unterhalten. „Er hatte eine erfolgreiche Zeit und ich hoffe, dass wir morgen gemeinsam mit ihm genauso erfolgreich sind.“

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RB Leipzig - FC Zenit St. Petersburg (2:1) Zur Galerie
RB Leipzig - FC Zenit St. Petersburg (2:1) © Getty Images
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Der 22-jährige Nationalstürmer erzielte in seinen letzten drei Auswärtspartien im Europapokal fünf Tore. Nun will er im WM-Stadion von St. Petersburg die zwangsweise umformierte Zenit-Abwehr knacken. Fehlen wird dem Gastgeber der argentinische Innenverteidiger Emanuel Mammana wegen eines Kreuzbrandrisses. Der Einsatz von Mittelfeldspieler Daler Kusjajew ist ungewiss. Die Hoffnungen des Gastgebers ruhen vor allem auf Leandro Paredes, der argentinische Nationalspieler war im Hinspiel gesperrt und schmerzlich vermisst worden.

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