02. April 2019 / 23:22 Uhr

Drama in der Verlängerung: Halstenberg schießt RB Leipzig ins Halbfinale

Drama in der Verlängerung: Halstenberg schießt RB Leipzig ins Halbfinale

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Der Schuss ins Glück: RB Leipzigs Marcel Halstenberg erzielt in der 120. Spielminute den Siegtreffer gegen den FC Augsburg.
Der Schuss ins Glück: RB Leipzigs Marcel Halstenberg erzielt in der 120. Spielminute den Siegtreffer gegen den FC Augsburg. © dpa
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RB Leipzig ist dank eines 2:1-Sieges beim FC Augsburg in das Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Nationalspieler Marcel Halstenberg schoss RB in der 120. Spielminute durch einen Elfmetertreffer in die Runde der letzten vier Teams.

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Augsburg. Schwere Geburt, kerngesundes Baby: RB Leipzig kämpft sich mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung beim FC Augsburg unter die letzten vier Teams des DFB-Pokals. In der regulären Spielzeit hatte es nach Toren von Timo Werner (74.) und Alfred Finnbogasons Last-Second-Tor (90+4) 1:1 gestanden. Mann des dramatischen Abends vor 25263 Zuschauern (über 1500 aus Leipzig): Marcel Halstenberg. Der trifft in der 120. Minute per Handelfmeter zum Sieg. Am Sonnabend spielt RB bei Bayer Leverkusen, am Sonntag wird gelost.

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FC Augsburg - RB Leipzig (1:2 n.V.) Zur Galerie
FC Augsburg - RB Leipzig (1:2 n.V.) ©
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RB-Coach Ralf Rangnick hatte eigentlich wenig Gründe, seine elf 5:0-Berlin-Bezwinger in Frage zu stellen. Der mit allen Wassern gewaschene 60-jährige Schwabe vermittelte vorm Pokal -Kick in Augsburg dann auch den Eindruck von „never change a winning team“ - und bringt vier neue Profis in Stellung. Konrad Laimer verteidigt für Nordi Mukiele, Diego Demme klopft/saugt für Tyler Adams, Bruma wirbelt für Emil Forsberg (nicht im Kader/Schonung für Leverkusen), Marcel Sabitzer ersetzt Amadou Haidara.

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(1) Peter Gulacsi: Überraschend oft im Mittelpunkt. Hält, was zu halten ist - und auch einen Unhaltbaren. Note 1 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Überraschend oft im Mittelpunkt. Hält, was zu halten ist - und auch einen Unhaltbaren. Note 1 ©

Die Augsburger starten mit den beiden früheren Leipzigern Rani Khedira und Georg Teigl und der ersten Chance. Philipp Max hat nach Flanke von André Hahn das 1:0 auf dem linken Fuß (6.). Acht Minuten später muss Bruma nach Timo-Werner-Pass nur noch das Tor treffen, löffelt den Ball von Khedira bedrängt aus Nahdistanz übers Augsburger Tor. RB hat, na klar, mehr Ballbesitz, übertreibt in persona Willi Orban zuweilen das Risiko beim Spiel ins tiefe Mittelfeld. Augsburg setzt auf Nadelstiche. Einer davon bringt Marco Richter Aug in Aug mit Peter Gulacsi, der Ungar rettet mlt Glück und Geschick (22.). Der FCA ist physisch stark, aber nicht ohne Fehler. Werner sprintet in einen verhungernden Hahn-Rückpass, kommt um Keeper Gregor Kobel herum, schließt mit dem linken Fuß nur unzureichend ab. Khedira kann den Strumpfstoß klären (30.). Dann prüfen Michael Gregoritsch und Khedira Gulacsi. Kurz vor der Halbzeit verhindern Augsburger Extremitäten zweimal einen Treffer von Kevin Kampl. Pause. Die erwartet hartleibige Angelegenheit, es gab schon schönere Fußballspiele, kein Vergleich zur Gala gegen Berlin. Augsburg lässt wenig Tiefe im zu, geht keinem krachenden Duell aus dem Weg. RB ist bemüht, aber weit weg von Leichtigkeit und Passgenauigkeit.

Ausgleich aus dem Nichts

Wiederbeginn. Der FCA spürt, dass etwas geht, Hahns Flanke sorgt für Hitzewallungen (58.). Rangnick will mehr Effizienz, bringt Haidara für den verspielten Bruma. Haidara holt sich mit der ersten Aktion gelb. Augsburg kämpft sich auf Augenhöhe, Mukiele kommt für Demme, rückt auf rechts, Laimer übernimmt Demmes Part. Dann fällt es aus dem Nichts, das 1:0. Sensationspass von Haidara, Supersprint von Turbo Werner gegen Kevin Danso, Abschluss mit der Pike, drin das Ding.- 74. Minute. Augsburg bleibt bissig, Gulacsi braucht eine Glanztat gegen Ja-Cheol Koo Böller (76.). Der FCA drückt, RB stemmt sich dagegen, Hochspannung und die letzte Aktion des Spiels. Richter flankt, der gerade eingewechselte Stefan Ilsanker ist nicht nah genug dran am eingewechselten Alfred Finnbogason - 1:1, Verlängerung.

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Peter Gulacsi (RB Leipzig): Ich habe beim Gegentor einfach nur gedacht: Oh, Scheiße. Sie haben es in den letzten 20 Minuten der regulären Spielzeit gut gemacht und viel Druck aufgebaut. Das ist schwer zu verteidigen. Aber am Ende war es verdient. Wir waren in der Verlängerung die bessere Mannschaft. Zur Galerie
Peter Gulacsi (RB Leipzig): "Ich habe beim Gegentor einfach nur gedacht: Oh, Scheiße. Sie haben es in den letzten 20 Minuten der regulären Spielzeit gut gemacht und viel Druck aufgebaut. Das ist schwer zu verteidigen. Aber am Ende war es verdient. Wir waren in der Verlängerung die bessere Mannschaft." ©

In der macht RB zunächst den besseren Eindruck, bespielt den Kasten der Gastgeber. Das Bild ändert sich, der FCA beißt sich auf Augenhöhe und hat durch Richters Seitfallzieher die Top-Chance zum 2:1 (113.). Dann will RB einen Handelfmeter, kriegt keinen (119.). 120. Minute: Freistoß-Flanke Haidara, Hand Gregoritsch, jetzt gibt es den Handelfmeter. Marcel Halstenberg verwandelt zum Leipziger 2:1. Dann ist es vorbei, reißen die einen die Hufe und die anderen die Arme hoch.

Die Auslosung des Halbfinales steigt am Sonntag, 18 Uhr, im Deutschen Fußball-Museum. Die Halbfinalspiele finden am 23. und 24. April, das Finale am 25. Mai statt. Mit Leipziger Beteilgung?

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