03. April 2021 / 20:25 Uhr

Meisterschaft zum Greifen nah: FC Bayern siegt auch ohne Lewandowski bei Verfolger RB Leipzig

Meisterschaft zum Greifen nah: FC Bayern siegt auch ohne Lewandowski bei Verfolger RB Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leon Goretzka bejubelt sein Tor zum 1:0 gegen RB Leipzig.
Leon Goretzka bejubelt sein Tor zum 1:0 gegen RB Leipzig. © Getty
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Scheinbar unaufhaltsam ist der FC Bayern auf dem Weg zu seinem neunten Meistertitel in Folge. Ohne den verletzten Bundesliga-Toptorjäger Robert Lewandowski gewannen die Münchner beim direkten Verfolger RB Leipzig. 

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Dem FC Bayern München ist der neunte Bundesliga-Meistertitel in Serie kaum mehr zu nehmen. Der alte (und wohl auch neue) Meister gewann das Spitzenspiel gegen den unmittelbaren Verfolger RB Leipzig dank eines Treffers von Nationalspieler Leon Goretzka (38. Minute) in der Red Bull Arena mit 1:0 (1:0) und hat sieben Spieltage vor dem Saisonende nun sieben Punkte Vorsprung auf die Sachsen, die mit einem eigenen Sieg bis auf einen Zähler herangerückt wären. Bemerkenswert: Die effizienten Münchner, die sich im zweiten Durchgang phasenweise Leipziger Drucks erwehrten mussten, gewannen die Partie ohne den verletzten Weltfußballer Robert Lewandowski.

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Den Ausfall von 35-Tore-Mann Lewandowski, der den Münchnern wochenlang nicht zur Verfügung stehen wird, hatte FCB-Trainer Hansi Flick kompensiert, indem er Eric-Maxim Choupo-Moting in der Sturmspitze aufbot - und Serge Gnabry überraschend zunächst auf der Bank ließ. "Choupo hat 14 Tage Zeit gehabt, Kräfte zu sammeln und gut trainiert", sagte Flick bei Sky und bescheinigte dem Stürmer eine "hervorragende" Form. "Er hat es absolut verdient." In der Abwehr kamen wie angekündigt Niklas Süle und Lucas Hernandez zum Einsatz. RB-Trainer Julian Nagelsmann setzte in der Offensive auf dribbelstarke Mittelfeldspieler und ließ seine Stürmer komplett auf der Bank.

Die Gastgeber, die sich der Bedeutung der Partie bewusst waren (Nagelsmann: "Wenn wir nicht gewinnen oder unentschieden spielen, ist zwar nicht die Saison vorbei, der Meisterkampf allerdings schon") traten von Beginn an umtriebig im Offensivspiel auf, klare Chancen aber fehlten zunächst. Leipzig schaffte es allerdings, die Bayern zum Zuschauen zu verurteilen, sie hatten Vorteile in Sachen Ballbesitz und erarbeiteten sich nach und nach auch zaghafte Möglichkeiten: Marcel Sabitzer schoss nach einem Eckball von Christopher Nkunku drüber (19.), Augenblicke später verpasste Emil Forsberg nach einer starken Hereingabe des Franzosen nur knapp den Ball vor dem Münchner Tor.

Die Gäste brauchten ohne Lewandowski etwas, um warm zu werden - hatten durch Choupo-Moting die erste Möglichkeit (24.), der Deutsch-Kameruner schoss aber nach Vorarbeit von Kingsley Coman vorbei. Die Bayern zeigten nun ihre Klasse - und gingen folgerichtig in Führung: Nach einem starken Zuspiel des Ex-Leipzigers Joshua Kimmich spurtete Thomas Müller los und fand im Strafraum den freistehenden Goretzka. Der Nationalspieler, der schon gegen den BVB das vorentscheidende 3:2 erzielt hatte, drosch einen Rechtsschuss mit Wucht zum 1:0 ins Leipziger Tor - ein echter Wirkungstreffer. Schlussmann Peter Gulacsi hielt RB mit einer Glanzparade nach einer Direktabnahme von Leroy Sané kurz vor der Pause ins Spiel (43.).

Wie schon im ersten Durchgang startete RB Halbzeit Nummer zwei im Vorwärtsgang - Nkunku (48.), Sabitzer (49.) und Olmo (52., 53.) vergaben dicke Möglichkeiten der Gastgeber, die sich in dieser Phase gleich vier Mal sehr nachlässig im Abschluss präsentierten, den FCB aber phasenweise mit offensivem Powerplay an die Wand spielten. Nach rund einer Stunde konnte der Meister sich wieder aus der Umklammerung befreien, Leipzig war dem Ausgleich allerdings weiterhin näher als die Münchner dem 2:0. Den ersten Torschuss der Münchner seit dem Seitenwechsel verzeichnete der eingewechselte Neu-Nationalspieler Jamal Musiala erst in der 76. Minute. Es war ein Weckruf, denn Augenblicke später vergab Müller gegen Gulacsi (77.). Am Ende brachten die Bayern den Erfolg über die Zeit.