23. November 2019 / 20:21 Uhr

Vier auf einen Streich! RB Leipzig schickt Köln 4:1 nach Hause - Böses Foul an Upamecano

Vier auf einen Streich! RB Leipzig schickt Köln 4:1 nach Hause - Böses Foul an Upamecano

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Emil Forsberg, Christopher Nkunku und Diego Demme jubeln mit Konrad Laimer.
Emil Forsberg, Christopher Nkunku und Diego Demme jubeln mit Konrad Laimer. © Getty Images
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Der Einstand von Markus Gisdol als Trainer des 1. FC Köln ist in die Hose gegangen. RB Leipzig ließ den Geißböcken vor allem in den ersten 45 Minuten keine Chance und gewann völlig verdient 4:1 (3:1). Bitter: In der Nachspielzeit musste Dayot Upamecano nach unnötigem Foul verletzt runter.

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RB Leipzig hat den Patzer von Borussia Mönchengladbach genutzt und sich mit einem 4:1 (3:1)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln weiter in der Führungsgruppe der Fußball-Bundesliga festgebissen. Im Duell mit dem Aufsteiger traf Topstürmer Timo Werner zur Führung, bevor Emil Forsberg per Elfmeter und Konrad Laimer mit einem Traumtor erhöhten. Für den "Effzeh" netzte Rafael Czichos zum zwischenzeitlichen 1:3. Forsberg legte in einer ereignisarmen zweiten Halbzeit mit einem sehenswerten Freistoß noch mal nach.

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Reichlich Grund zum Jubeln gab es für RB Leipzig beim 4:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln am 23. November 2019. Zur Galerie
Reichlich Grund zum Jubeln gab es für RB Leipzig beim 4:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln am 23. November 2019. ©

Julian Nagelsmann muss zu Beginn kurzfristig auf Yussuf Poulsen verzichten. Der Däne leidet an Adduktorenprobleme. Wieder mit dabei ist dagegen Marcel Halstenberg, der vor der Länderspielpause wegen eines Muskelfaserrisses gefehlt hatte. In der Innenverteidigung darf erneut Stefan Ilsanker ran. Timo Werner absolviert zudem als jüngster Spieler aller Zeiten seine 200. Bundesliga-Partie.

RB übernimmt schnell die Kontrolle

Der "Effzeh" kommt mit seinem neuen Trainer Markus Gisdol und viel Schwung aus der Kabine. Doch RB übersteht die ersten Drangminuten mit konzentrierter Defensivarbeit und reißt das Geschehen schnell an sich.

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(1) Peter Gulacsi: Ungeprüft, dann schlägt es zum 3:1 ein. Danach wieder brutalst unterbeschäftigt. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Ungeprüft, dann schlägt es zum 3:1 ein. Danach wieder brutalst unterbeschäftigt. Note 3. ©

Die erste richtig dicke Chance gehört nach elf Minuten folgerichtig den Roten Bullen. Emil Forsberg wird 20 Meter vor dem Tor gefoult. Den fälligen Freistoß jagt Marcel Sabitzer in die Mauer. Diego Demme fackelt beim Abpraller nicht lange, doch der Ball streift knapp über das Tor.

Werner mit der Führung

In der Folge erarbeitet sich RB ein deutliches Übergewicht. Gegen die extrem tief stehende Kölner Defensive ist aber zunächst kaum ein Durchkommen, bis zur Minute 22. Auf rechts erobert Christopher Nkunku den Ball gegen Nationalspieler Jonas Hector und legt den Turbo ein. Der Leipziger Neuzugang passt punktgenau quer auf den mitgelaufenen Werner, der nur noch einschieben muss – 1:0.

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Vorlagengeber Nkunku hat auch am nächsten Treffer maßgeblichen Anteil. Der Franzose wird nach einer halben Stunde von Landsmann Dayot Upamecano steil in den Sechzehner geschickt. Kingsley Ehizibue weiß sich bei hohem Tempo nicht anders zu helfen und trifft seinen Gegenspieler am Fuß. Schiedsrichter Robert Schröder zeigt direkt auf den Punkt und Forsberg trifft sicher zum 2:0.

Laimer trifft traumhaft

Und Leipzig hat noch nicht genug. Konrad Laimer fängt an der Strafraumgrenze einen Klärungsversuch ab, lässt mit einer Körpertäuschung Birger Verstraete stehen und jagt den Ball danach unnachahmlich in den rechten Winkel: Traumtor!

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Diego Demme (RB Leipzig): Wir haben heute hervorragend umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich können wir noch ein paar Dinger mehr machen. Dann wäre es noch klarer geworden. Das Gegentor ist unnötig. Zur Galerie
Diego Demme (RB Leipzig): "Wir haben heute hervorragend umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich können wir noch ein paar Dinger mehr machen. Dann wäre es noch klarer geworden. Das Gegentor ist unnötig." ©

Doch Köln gibt sich nicht auf. Die Rheinländer erarbeiten sich eine Ecke, die Verstraete von rechts hoch in den Bullenstrafraum schlägt. Dort ist Ilsanker gegen Rafael Czichos viel zu zaghaft, sodass der Innenverteidiger keine Probleme hat, den Ball einzuköpfen. Am Übergewicht auf dem Feld ändert der unnötige Gegentreffer nichts. RB hat fast alles unter Kontrolle und macht auch nach der Halbzeitpause dominant weiter.

Heimdebüt für Schick

Die nächste Chance lässt jedoch wieder knapp zehn Minuten auf sich warten. In der linken Strafraumhälfte kommt Forsberg an den Ball. Der Schwede dreht sich geschickt, verzieht aber beim Abschluss leicht. Ähnlich ergeht es kurze Zeit später Werner, der in zentraler Position an den Ball kommt, das Spielgerät jedoch über das Tor donnert.

Nagelsmann nutzt den überlegenen Auftritt seiner Mannschaft und verhilft Neuzugang Patrik Schick zum Heim-Debüt für die Roten Bullen. Der tschechische Nationalspieler kommt für Nkunku. Während RB danach aus dem Spiel nur noch selten zu echten Chancen kommt, nutzt Forsberg einen Freistoß, um seine ganze Klasse zeigen. In Minute 79 legt sich der Mittelfeldstar auf links den Ball zurecht. Marcel Sabitzer und Marcel Halstenberg steigen noch über das Spielgerät – der Rest ist eine schwedische Augenweide. Kölns Timo Horn hat beim Treffer zum 4:1-Endstand einmal mehr keine Chance.

Platz zwei

RB springt durch den Sieg wieder auf Platz zwei und hat nach Mönchengladbachs Niederlage gegen Union Berlin nur noch einen Punkt Rückstand auf den Tabellenführer vom Rhein. Bereits am Mittwoch steht für Leipzig das vorletzte Gruppenspiel in der Champions League gegen Benfica Lissabon an.

RBL: Gulacsi – Upamecano, Sabitzer, Forsberg (80. Haidara), Werner, Ilsanker, Klostermann, Nkunku (75. Schick), Halstenberg (82. Saracchi) Laimer, Demme

FCK: Horn – Czichos, Höger (70. Terodde), Verstraete, Schindler (59. Risse), Hector, Ehizibue, Modeste, Skhiri (45. Kainz), Bornauw, Jakobs.

Tore: 1:0 Werner (22.) 2:0 Forsberg (32.), 3:0 Laimer (37.), 3:1 Czichos (39.), 4:1 Forsberg (79.)

Zuschauer: 42.036