26. September 2020 / 10:16 Uhr

RB Leipzig gastiert bei Bayer Leverkusen: Gefahr durch einen Insider?

RB Leipzig gastiert bei Bayer Leverkusen: Gefahr durch einen Insider?

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Bayer Leverkusens Wendell (links) im Zweikampf mit RB-Profi Christopher Nkunku.
RB Leipzigs Christopher Nkunku (re.) und Leverkusens Wendell treffen am Samstag wieder aufeinander. © GEPA pictures
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In der vergangenen Saison trennten sich die Kontrahenten jeweils unentschieden.  Nun will RB Leipzig im ersten Spitzenspiel der Saison gegen Bayer Leverkusen „drei Punkte plus“ holen. Für Trainer Julian Nagelsmann bedeutet das: Ausstrahlung und Präsenz auf dem Platz müssen stimmen.

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Leipzig. Früh geht der Kampf um die Champions-League-Plätze los. RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann weiß, dass Bayer Leverkusen in dieser Spielzeit wieder in der oberen Tabellenhälfte mitmischen möchte, nicht nur um sich für die Königsklasse zu qualifizieren. Am Samstag (15.30 Uhr) treten die Roten Bullen zum „ersten Spitzenspiel“ in der BayArena an. Dass die Gastgeber den Messestädtern das Leben deutlich schwerer machen werden als der FSV Mainz 05 in der Vorwoche, scheint da logisch.

In der vergangenen Saison lieferten sich Bayer und RB zweimal einen engen Kampf. Beide Begegnungen endeten unentschieden, bei Abpfiff stand es jeweils 1:1. Der bisherige direkte Vergleich spricht dennoch klar für die Nagelsmann-Elf: Von acht Partien, in denen beide Teams gegeneinander antraten, gingen vier an die Leipziger, in dreien kam es zur Punkteteilung. Nur einmal konnte sich die Werkself drei Zähler sichern. Rein statistisch gesehen, stehen die Karten für RB Leipzig also gut.

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Dennoch: Auf Nagelsmann und die Seinen wartet ein harter Brocken. Denn wenn die Werkself einmal in Führung geht, holt sie in der Regel den Sieg. 18 Mal war das in der Vorsaison der Fall. Den Beginn zu verschlafen, die Hausherren erst einmal kommen zu lassen, das sind am Samstag keine Optionen.

Zumal Bayer einen Akteur aufbieten kann, der die Spielweise der Leipziger bestens kennt. Patrik Schick, im Sommer 2019 als erklärter Wunschspieler von Julian Nagelsmann per Leihe an die Pleiße gekommen, trägt inzwischen das Leverkusener Trikot. Sein Stammverein AS Rom und RB hatten sich nicht auf einen Kauf einigen können. "Leipzigs Spiel lebt von seiner guten Balance. Sie arbeiten gut gegen den Ball und haben vorne torgefährliche Leute. Auch wenn Timo Werner und ich nicht mehr da sind, RB ist top aufgestellt", sagte der Tscheche in dieser Woche gegenüber der Bild. Dennoch sehe er Möglichkeiten, wie man RB weh tun kann. Und er ist bereit, sein Wissen mit Bayer-Trainer Peter Bosz zu teilen. "Noch hat der Trainer mich dazu nicht befragt, er kennt den Gegner ja selbst sehr gut. Aber wenn er es noch tun sollte, teile ich ihm gerne meine Meinung mit."

Doch auch die Roten Bullen haben einen neuen torhungrigen Angreifer. Für 20 Millionen Euro holten sie Alexander Sörloth von Crystal Palace, der zuletzt an den türkischen Topclub Trabzonspor verliehen war. RB Leipzigs Chefcoach schließt einen Einsatz des Neuzugangs gegen Leverkusen zwar nicht aus, dass er allerdings in der Startelf stehe, sei unwahrscheinlich.