24. September 2021 / 14:51 Uhr

RB Leipzig gegen Hertha unter Siegdruck - "Es gibt keine Panik in der Gruppe"

RB Leipzig gegen Hertha unter Siegdruck - "Es gibt keine Panik in der Gruppe"

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Welches Gesicht von RB-Coach Jesse Marsch werden die Fans am Wochenende sehen?
Welches Gesicht von RB-Coach Jesse Marsch werden die Fans am Wochenende sehen? © Getty Images / dpa
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Hertha BSC, Club Brügge, VfL Bochum: RB steht vor einer englischen Woche mit drei Heimspielen. Trainer und Team ist klar: Es müssen nun allmählich Siege her, auch damit Jesse Marsch und seine Jungs in Ruhe weiter arbeiten und die Spielidee von Umschalten und schnellem Pressing verfeinern können.

Leipzig. Jesse Marsch hat eigentlich schon genug Probleme. Schließlich läuft es bei RB Leipzig sportlich überhaupt nicht, nur einen Sieg holte der neue Trainer aus den ersten fünf Spielen in der Fußball-Bundesliga. Und kurz vor dem geplanten Start des Aufschwungs gegen Lieblingsgegner Hertha BSC ereilte Marsch der nächste Nackenschlag. Spielmacher Dani Olmo fällt mit einem Muskelfaserriss wochenlang aus. Womöglich ist es eine Folge der hohen Belastung des spanischen Nationalspielers, der im Sommer nach der EM noch bei Olympia für sein Land spielte. Gegen die Hauptstädter, gegen die es in bisher zehn Duellen acht Siege und satte 33 Leipziger Tore gab, muss der Coach seine Mannschaft am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder umbauen. Dabei war es beim jüngsten 1:1 in Köln gerade in der zweiten Halbzeit wieder aufwärts gegangen.

"Das Wichtigste ist gerade, Ergebnisse zu erzielen"

Dort hatten erst Olmo und dann Emil Forsberg als zweite Spitze neben dem bisher erfolglosen Sturm-Einkauf André Silva agiert. Marsch war damit den Kritikern an seinem System ein wenig entgegengekommen. Gegen Hertha wird RB wohl mit Silva und Yussuf Poulsen im Angriff beginnen. Angeliño sollen auf der linken Seite wie unter Julian Nagelsmann mehr Freiheiten eingeräumt werden, damit der Spanier die beiden Angreifer mit Flanken versorgen kann.

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Marsch steht vor einer ganz entscheidenden Woche in seiner erst kurzen Leipziger Amtszeit. In drei Heimspielen nacheinander geht es innerhalb von acht Tagen gegen Hertha, den FC Brügge in der Champions League sowie den VfL Bochum. „Das Wichtigste ist gerade, Ergebnisse zu erzielen. Es gibt aber keine Panik in der Gruppe“, sagte Marsch. „Diese Woche ist sicher wichtig für uns. Aber in dieser Situation ist es Schritt für Schritt. Deshalb ist der Fokus zu 100 Prozent auf Hertha.“

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Halstenberg braucht noch Zeit

Der 47-Jährige muss in den kommenden Tagen Ergebnisse abliefern, damit der Vizemeister in der dann anstehenden Länderspiel-Pause Ruhe hat. Verliert Leipzig wider Erwarten dreimal, ist der sympathische und stets optimistische Marsch wohl nicht mehr zu halten. Dann muss auch Vorstandschef Oliver Mintzlaff die Größe haben, einen Fehler einzugestehen und die schützende Hand hochnehmen.

All das wird sich Marcel Halstenberg nur von außen ansehen. Denn der Nationalspieler steht frühestens in anderthalb Monaten wieder zur Verfügung. „Er hatte am Donnerstag einen Termin bei der medizinischen Abteilung. Die Hoffnung ist, dass er im November wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, sagte Marsch. Halstenberg, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft und wohl nicht verlängert wird, hat mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen.

Tom Bachmann