22. August 2018 / 16:46 Uhr

RB Leipzig gegen „richtige Männer“ aus der Ukraine ohne Augustin, Sabitzer und Kampl

RB Leipzig gegen „richtige Männer“ aus der Ukraine ohne Augustin, Sabitzer und Kampl

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB-Coach Ralf Rangnick muss gegen Luhansk auf die angeschlagenen Marcel Sabitzer, Kevin Kampl und Jean-Kevin Augustin verzichten. 
RB-Coach Ralf Rangnick muss gegen Luhansk auf die angeschlagenen Marcel Sabitzer, Kevin Kampl und Jean-Kevin Augustin verzichten.  © GEPA pictures
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Drei Leistungsträger von RB Leipzig fehlen beim Hinspiel der Euro-League-Playoffs. Trainer Rangnick hat seine Mannschaft eindringlich vor dem Kontrahenten Sorja Luhansk aus dem Kriegsgebiet gewarnt.

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Leipzig. Vor den wichtigen Spielen in den Europa-League-Playoffs sowie dem Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund ist RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick bedient. Mit Jean-Kevin Augustin, Kevin Kampl und Marcel Sabitzer fehlen drei seiner Leistungsträger am Donnerstagabend gegen den FK Sorja Luhansk in der Ukraine – eine Rückkehr am Sonntag beim BVB steht in den Sternen. Die geplante Rotation muss der Coach erst einmal über den Haufen werfen.

Die Ausfälle von Augustin und Kampl erwischten den 60-Jährigen unverhofft. Beim Mittelfeldspieler streikte am Mittwoch am Ende des Abschlusstrainings die Muskulatur. Der französische Stürmer muss wegen Magen-Darm-Problemen passen. Magen-Darm? Hat sich Augustin bei Timo Werner angesteckt, der am Wochenende deshalb im DFB-Pokal gegen Viktoria Köln fehlte?

DURCHKLICKEN: Bilder vom Abschlusstraining

Vor dem Hinspiel in den Europa-League-Playoffs bei Zorya Luhansk hat RB Leipzigs Coach Ralf Rangnick das Team zum Abschlusstraining gebeten. Zur Galerie
Vor dem Hinspiel in den Europa-League-Playoffs bei Zorya Luhansk hat RB Leipzigs Coach Ralf Rangnick das Team zum Abschlusstraining gebeten. © Sylvio Hoffmann / Kollektiv Lumen

Laut Rangnick nicht. Der deutsche Nationalstürmer fing sich die Magenverstimmung beim „Fremdessen“ in Leipzig ein. „Ich werde jetzt nicht sagen wo, dann kann das Restaurant vermutlich schließen“, so der RB-Coach. Werner steigt nach einer verkorksten Vorbereitung am Mittwoch mit in den Flieger, steht gegen Luhansk vor den ersten Pflichtspielminuten der Saison.

Abschlusstraining von RB Leipzig vor dem Spiel bei Zorya Luhansk

Vor dem Gegner, der vergangene Woche Sporting Braga mit 3:3 und dank der Auswärtstorregel aus dem Wettbewerb warf, hat Rangnick seine Fußballer vor der Videoanalyse eindringlich gewarnt. „Die spielen wie richtige Männer, das wird für uns von vornherein nicht vergnügungssteuerpflichtig. Das hat mit der Spielweise von Häcken, Craiova oder Viktoria Köln gar nichts zu tun. Braga hat auch gedacht, sie haben die besseren Einzelspieler und können das allein mit Ballbesitz und Technik erledigen. Daran sind sie gescheitert.“

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Sorja Luhansk, aktuell Tabellenfünfter der ukrainischen Liga, spiele auch deshalb sehr körperbetont und wehrhaft, weil gleich sieben potentielle Stammkräfte im Krisengebiet geboren worden, erklärt Rangnick. Seit 2014 trägt der Verein seine Partien wegen der militärischen Auseinandersetzungen nicht mehr im eigenen Stadion aus, hat dadurch kaum eigene Anhänger. „Das ist eine Wagenburgmentalität, die dort entstanden ist, innerhalb der Mannschaft“, glaubt der RB-Coach.

Wo setzt Rangnick eigentlich die Prioritäten in dieser Woche? Europa-League-Qualifikation oder Bundesligastart? Saporischja oder Dortmund? Die Antwort fällt ihm leicht: „Wir wollen eins nach dem anderen gewinnen.“