12. November 2020 / 09:18 Uhr

RB Leipzig geht nach Indien: Bundesligist kooperiert ab sofort mit dem FC Goa

RB Leipzig geht nach Indien: Bundesligist kooperiert ab sofort mit dem FC Goa

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig heißt einen neuen Partner willkommen, den indischen FC Goa.
RB Leipzig heißt einen neuen Partner willkommen, den indischen FC Goa. © Christian Eblenkamp / Montage
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RB Leipzig wird international, und das ganz abseits des Bundesliga-Kaders. Die Messestädter haben eine Kooperation mit dem FC Goa geschlossen. Der ist in Indien beheimatet und ziemlich neu im Geschäft, gilt aber bereits als Top-Adresse in Sachen Nachwuchsausbildung in seinem Land.

Leipzig. Namaste, FC Goa! Die RB-Familie wächst weiter und breitet sich diesmal bis nach Indien aus. Erstmals wird RB Leipzig im Rahmen so genannter "strategischer Internationalisierungsmaßnahmen" auf einem anderen Kontinent aktiv. Der Bundesligist kooperiert ab sofort mit dem FC Goa. Die Partnerschaft mit dem Club aus der Indischen Super League ist zunächst bis Mitte 2023 befristet.

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Schwerpunkt Nachwuchsausbildung

„Dieser Club passt mit seiner jungen, modernen und innovativen Herangehensweise perfekt zu uns", so RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff. Wir wollen mit RB Leipzig neue Wege beschreiten und nun auch international erste Schritte gehen.“ Die Kooperation mit dem FC Goa solle dabei den Startschuss für eine umfassende Internationalisierungsstrategie bilden. "Der aufstrebende und rasant wachsende indische Markt ist für eine Kooperation absolut geeignet, die Gespräche mit den Verantwortlichen des FC Goa waren von Beginn an sehr offen, überzeugend und zielführend." Eine solche Partnerschaft biete zudem auch die Möglichkeit, die Bundesliga in Indien bestmöglich zu präsentieren und ein Stück weit als Botschafter zu agieren.

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Einen Schwerpunkt der Zusammenarbeit soll die Ausbildung und Entwicklung von Nachwuchsspielern auf dem indischen Fußballmarkt bilden. Die Ausbildung beim FC Goa gehört zu den besten des Landes. Der Club hat neben den Profis und einem Development-Team (vergleichbar mit einer U23) drei Nachwuchsmannschaften: U18, U16 und U14. Dabei gehört die U18 zu den erfolgreicheren des Landes.


Neuer Partner erst 2014 gegründet

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation werde die Umsetzung zunächst in Form von Online-Fußballcamps erfolgen, teilte RB am Donnerstag mit. Weitere Eckpfeiler der Kooperation seien zudem die Unterstützung seitens der Messestädter in der Anleitung der Trainerausbildung vor Ort sowie der Austausch von Know-How bei der weiteren Entwicklung im Nachwuchsbereich. Weitere Details der Zusammenarbeit wollen die Leipziger am Donnerstag im Rahmen einer Medienrunde erläutern, an der auch Akshay Tandon, Miteigentümer und Präsident des FC Goa, teilnehmen wird.

Für den Bundesligisten beginnt damit ein neues Kapitel in seiner noch jungen Klubhistorie. Passend dazu ist auch der indische Partner noch recht neu im Geschäft. Der FC Goa wurde erst am 26. August 2014 gegründet, spielte sich zügig nach oben. 2019 sicherten sich die Profis den indischen Superpokal. In der Saison 2019/20 gewannen sie die Regular Season der Super League. Der aktuelle Cheftrainer heißt Juan Ferrando und kommt aus Spanien. Der 39-Jährige war vorher in Griechenland und seiner Heimat als Coach tätig.